Zitat von Karinchen: ich habe mich vor einiger Zeit von meinem Mann getrennt, nach 19 Jahren Beziehung und 17 Jahren Ehe.
Du hast dich getrennt, das kommt vor, wie du damit umgehst, empfinde ich als befremdlich.
Zitat von Karinchen: Er macht den ganzen Haushalt, ist sehr aufmerksam zu mir, geht raus, zum Schwimmen, zu seinem Freund, sagt, er will jetzt wieder aktiver werden und zum Arzt gehen, auch wenn er Angst hat.
Besser spät als nie. Dein Ex versucht offensichtlich sein Leben trotz Erkrankung wieder in die Hand zu nehmen, vielleicht hat er den Impuls der Trennung gebraucht, um aufzuwachen. Dann werden deine Aussagen für mich spooky.
Zitat von Karinchen: Wie gesagt, Wohnberechtigungsschein wird beantragt und dann wird ihm hoffentlich eine Sozialwohnung zugewiesen.
Du hast dich getrennt. Was hält dich davon ab, die Konsequenzen zu ziehen, deinem erkrankten Ex die Wohnung zu überlassen und dir selbst ein neues Nest zu suchen. Die Tochter, die offensichtlich am Papa hängt, wird vermutlich viel Zeit mit ihrem Papa verbringen wollen, sie kann dort ihr Zimmer erst einmal behalten, selbst wenn sie mit dir auszieht.
Zitat von Karinchen: Sollte das nicht klappen, gibt es hier auch eine Einrichtung für psychisch kranke und von Obdachlosigkeit bedrohte Männer. Da kommt er notfalls unter, wenn es nicht mehr geht. Aber: ich weiß nicht, ob ich das fertigbringe, seine Tasche zu packen und ihm zu sagen, er soll gehen. Damit schicke ich Ihn doch quasi von seinem Zuhause fort in ein Obdachlosenheim, und das bei einer psychischen Erkrankung.
Während des Trennungsjahres hat er das selbe Recht wie du in der Wohnung zu verbleiben. Aus welchen Gründen willst du deinen erkrankten Ex, der gerade versucht, sich zu stabilisieren, rausschmeißen, ich verstehe diese Entsorgungstaktik null und fürchte, dass auch eure Tochter an dieser extrem leiden wird. Was ist mit Trennungsunterhalt für deinen Ex, bist du nicht leistungsfähig?
Zitat von Karinchen: Ein Freund meinte, es wäre hilfreich, einen Betreuer für meinen Mann zu bestellen, der dann halt die Wohnungssuche in die Hand nimmt, weil mein Mann dazu nicht in der Lage ist. Werde ich mich auch drum kümmern.
Crazy. Nur weil du beschlossen hast, nicht mehr mit deinem Ex zusammenleben zu wollen, soll ein "Betreuer" bei der Wohnungssuche helfen, obwohl dein Mann gar nicht ausziehen will, wow.
Zitat von Karinchen: Ich würde ihn gerne in der Psychiatrie sehen, und das meine ich nicht böse.
Jau, Hauptsache weg, oder?
Klingt vermutlich nach dem ganzen Zuspruch hier sehr hart. Aber ich bin sicher, in der umgekehrten Konstellation wäre das völlig anders. Ich empfehle dir, genau zu überlegen, inwieweit du deine Pläne gegen den Willen deines Mannes durchziehen willst. Gerade vor dem Hintergrund der psychisch angeschlagenen Tochter, die dabei zuschaut, was bei euch passiert, wie ihr miteinander umgeht. Ihr zu erklären, dass du dein Leben nicht mehr mit deinem Ex teilen willst, wird sie vermutlich noch verstehen. Alles, was du danach planst, um deine Ex, ihren Papa, aus der Wohnung zu entfernen, wird Spuren hinterlassen. Lass dich auch anwaltlich beraten, inwieweit du deinem Mann gegenüber unterhaltspflichtig bist.