Oder kann man alles mit einer psychischen Krankheit entschuldigen? Ich weiß nicht. Wo hört die Charakterschwäche auf und wo fängt die Krankheit an?
Man kann alles entschuldigen. Es gibt immer Gründe. Oft liegen sie in der Kindheit. Deine Verantwortung liegt aber in aller erster Linie bei deinem Kind. es hat allergrößte Schwierigkeiten. und den Vater beschützen zu wollen und sich das alles mit ansehen zu müssen ist für das Kind eine Belastung, die es überhaupt nicht tragen kann. Deine Verantwortung liegt also klar da. Für mich würde sich die Frage nicht stellen, die du dir stellst. wenn wenn du jetzt nicht gehst wirst du bei deiner schlechten Entwicklung von deiner Tochter von ganz anderen schlechten Gewissen geplagt werden.
das kannst du mir glauben, ich hab damit leider Erfahrung.
Man ist für den Menschen, für die man sich mal entschieden hat, nicht sein Leben lang verantwortlich. natürlich wäre es schön wenn man so viel Kraft hätte ihn immer weiter zu stützen. aber wenn ich lese, was da bei euch los ist und vor allem, wie sehr das Kind leidet - hört es einfach auf diese Verantwortung gegenüber dem Mann.
Wenn er ausgezogen ist, kannst du ja, wenn du ein schlechtes Gewissen hast in einem gewissen Rahmen helfen.
aber deine Tochter sollte ein kindgerechtes Leben führen können.
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Karinchen Mitglied
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@Perzet Ja, zum Glück habe ich Hilfe und Unterstützung. Ohne wäre ich, glaube ich, längst wahnsinnig geworden. Das Gefühl für Normalität hatte ich längst verloren, aber ich habe es zum Glück wiedergefunden. Und frage mich, wie ich das all die Jahre mitmachen konnte und nicht gemerkt habe, wie krank das alles ist. Dafür sehe ich jetzt umso klarer. Und erschrecke doch vor mir selbst...
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x 3#62
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Eheversprechen gebrochen
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Karinchen Mitglied
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@Yassa Ich war mir damals so sicher, dass uns das nicht passiert. Und heute denke ich, wie naiv ich war. Ich würde heute nicht mehr heiraten, schon gar nicht nach einer gescheiterten Ehe.
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Perzet Mitglied
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Zitat von Karinchen:
Und frage mich, wie ich das all die Jahre mitmachen konnte und nicht gemerkt habe, wie krank das alles ist.
Wie bereits gesagt, wenn man mit einer einigermaßen normalen Situation/Beziehung beginnt, vieles toll ist, so nach und nach hier und da etwas ist, dann wieder gut, etc pp. Das kommt schleichend. Und das ist dann so perfide, daß man es lange nicht merkt.
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x 5#64
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Karinchen Mitglied
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@Margerite Das frage ich mich jetzt schon, wieso ich nicht eher Konsequenzen gezogen habe. Ich glaube, die Hoffnung auf eine Änderung oder Besserung habe ich schon vor Jahren verloren, war aber nicht ehrlich zu mir selbst. Ich dachte, allein und einsam sein ist das Schlimmste, und mein Mann war ja nicht agressiv zu mir, und hat im übrigen auch keinen Alk. getrunken. Das war mein Vater. Heute denke ich, er ist und war sehr wohl aggressiv, aber eben passiv-aggressiv - also nicht offensichtlich, was ich noch perfider finde als öffentlich zur Schau gestellte Wut.
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@Ouabain Danke 🙂
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@Perzet Ja, perfide ist das richtige Wort. Ich finde deinen Spruch gut: Die Wahrheit wird euch frei machen. Ich denke gerade viel über das frei sein und die Freiheit nach...
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Heffalump Mitglied
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Zitat von Karinchen:
Ich denke gerade viel über das frei sein und die Freiheit nach...
Nach der Trennung wirst du sie leben, die Freiheit
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Stella31 Mitglied
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Zitat von Karinchen:
Heute denke ich, er ist und war sehr wohl aggressiv, aber eben passiv-aggressiv - also nicht offensichtlich, was ich noch perfider finde als öffentlich zur Schau gestellte Wut
Das, was dein Mann direkt vor den Augen eurer Tochter macht, ist psychische Gewalt! Auch wenn er krank ist!
Aber er zerstört auch eure Tochter!
Wenn sie eh derartige Probleme hat und bereits so viel vorgefallen ist und sie den Zustand ihres eigenen Vaters tagtäglich mitbekommt, ist sie selbst höchst gefährdet. Sie ist in der Pubertät, was eh eine sehr herausfordernde und zum Teil gefährliche Phase ist. Und das auch ohne derartige Schwierigkeiten zuhause.
Jeden Tag, den du sie in dieser Wohnung mit deinem Mann lässt, ist pures Gift für ihre Entwicklung! Klar will sie nicht weg! Sie hat schlichtweg verdammte Angst um ihren Vater!
Und wenn einer in die Psychiatrie sollte, dann er!
Aber die Tochter weiterhin in so einem Konflikt zu lassen, finde ich unverantwortlich! Dabei möchte ich ausdrücklich sagen, dass du Kaninchen, alles mögliche getan hast, um für eure Ehe und eure Tochter zu kämpfen. Hut ab davor!
Aber auch wenn du von deiner Tochter hörst, sie will nicht weg, ist es in dem Moment wichtig, für sie die Verantwortung zu tragen und ihr die gefühlte Verantwortung für das Wohl des Vaters zu nehmen. Sie muss unbedingt raus aus der Elternrolle, wieder rein in den Kind/Jugendlichenmodus!
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#69
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Karinchen Mitglied
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Ach Mensch. Das ist alles nicht so einfach. 😖
In der letzten Zeit scheint es, als sei er aufgewacht.
Er macht den ganzen Haushalt, ist sehr aufmerksam zu mir, geht raus, zum Schwimmen, zu seinem Freund, sagt, er will jetzt wieder aktiver werden und zum Arzt gehen, auch wenn er Angst hat.
Ich beobachte das skeptisch und frage mich, wieso er erst jetzt damit anfängt, wo alles zu spät ist und es vorher doch offensichtlich gewesen ist, dass wir auf das Ende zusteuern, so wie die Titanic auf den Eisberg. Und ob alles wieder aufhört, wenn er merkt, ich bleibe bei der Trennung - und das tue ich.
Ich finde in mir absolut keine Liebe mehr für ihn. Auch seine Einstellungen und Werte in Bezug auf Gymnasium, Abitur, Leistung und Lernen ändern sich nicht mehr. Für mich aber stehen eben Familie und Gesundheit an erster Stelle. Da sind wir zu unterschiedlich.
Ich habe meine Erwartungen an ihn vollkommen losgelassen. Von mir aus bräuchte er nichts mehr zu tun.
Das wichtigste nach diesen stürmischen Zeiten ist für mich, jetzt wieder ganz ruhig zu werden, so wie ein kristallklarer Bergsee.
Es war die letzten Tage wirklich ein sehr harmonisches Miteinander in der Familie, wie schon jahrelang nicht mehr. Und damit habe ich wohl Glück, wenn ich lese, was für Rosenkriege bei anderen Menschen geführt werden.
Gestern hatte mein Mann dann Geburtstag. Meine Tochter war ziemlich böse auf mich, weil ich ihm kein Geschenk kaufen wollte und auch keine Feier organisiert habe. Aber ich hatte einfach keine Lust dazu. Mein Geburtstag wurde ja auch oft genug unter den Tisch fallengelassen. Trotzdem habe ich ihm ein Geburtstagsständchen gesungen und ihn umarmt. So eiskalt den Tag ignorieren konnte ich dann eben doch nicht, weil ich einfach nicht so bin.
Da fing er an zu weinen und hat sich bedankt für die Umarmung, es sei ihm so wichtig, bei uns sein zu dürfen. Da hatte ich schon ein schlechtes Gewissen.
Später habe ich ihm noch ganz spontan ein kleines Blümchen geschenkt. Da fing er noch mehr an zu weinen und zu zittern und sagte, wieviel ihm die Blume bedeutet, das wäre für ihn etwas ganz Besonderes. (Dabei hatte ich die Blume eigentlich für jemand anderen gekauft und dann mich aber spontan dazu entschlossen, sie ihm zu schenken, obwohl sie wahrscheinlich vertrocknen wird, wenn ich sie nicht gieße.)
Also, das war mir sehr unangenehm. Ich fühlte und fühle mich wie ein eiskalter Engel, denn es ist egal, wie nett er ist, wie sehr er weint, und wie sehr er versucht, wieder in die Spur zu kommen. Denn: man kann wirklich viel mit mir machen, ich lasse mir viel gefallen, doch währenddessen setzt in mir meist schon der Prozess des Loslassens ein (Wut, Zweifel, Tränen...), bis ich dann irgendwann am absoluten Point of no Return angekommen bin. Und ab da geht es für mich nicht mehr zurück. Alles andere wäre unehrlich.
Ich würde mir wünschen, irgendwann auf eine freundschaftliche Ebene mit ihm zu kommen. Aber mein Gefühl ist, dass ich ihm mit meinen Gesten vielleicht doch wieder Hoffnung mache?
Gerade für meine Tochter finde ich es aber wichtig, eine Atmosphäre ohne Vorwürfe und Streit zu schaffen, solange wir alle noch zusammen wohnen.
Da mein Mann in dieser Hinsicht allerdings nichts tut, habe ich ihm einen Termin beim Amt besorgt zwecks Beantragung eines Wohnberechtigungsscheins, und wenn er diesen hat, wird er auf eine Warteliste gesetzt, bis ihm eben eine Wohnung zugewiesen wird. Der Termin ist allerdings erst Ende Oktober.
Soweit von mir.
Liebe Grüße
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x 2#70
Stella31 Mitglied
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Zitat von Karinchen:
In der letzten Zeit scheint es, als sei er aufgewacht.
Tja, das ist bei Vielen so! Dann, wenn alles schon zu spät ist, werden sie wach! Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und deshalb wäre es mMn ein Trugschluss, aus ein paar netten Gesten oder kleinen Veränderungen jetzt irgendwas abzuleiten. Ich finde die Wohnsituation von euch sehr schwierig und auch, dass deine Tochter so auf dich reagiert. Ich denke, dass du ihr klarer sagen solltest, dass du nicht aus Mitleid mit deinem Mann zusammen bleiben kannst, weil einfach zu viele Dinge vorgefallen sind, die du so nicht mehr aushalten kannst. Wenn du Verständnis für ihre Situation zeigst, aber gleichzeitig bei dir bleibst, ist es vermutlich der bessere Weg.
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#71
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Perzet Mitglied
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@Karinchen Ich tue mich schwer, hier das so formuliert zu bekommen, was in meinem Kopf herum schwirrt. Denn das ist nochmal ein wenig anders, als das, was Du beschreibst.
Deine Tochter ist doch in therapeutischer Behandlung? Oder verwechsle ich da etwas? (Wenn nicht, kann sie es definitiv gebrauchen.) Was sagt denn der/die Therapeut-in zu der Papabindung? Ich weiß, daß Bindungen gerade zu toxischen Personen besonders intensiv sind und massiv Angstbesetzt sein können. Was Du über die Reaktionen Deiner Tochter beschreibst ist ja schon heftig. Da solltest Du, wenn das noch irgendwo reinpasst, Dir selber Hilfe zu dem Thema holen. Mir kommt es ein wenig so vor, als ob er ihr in deren gemeinsamer Zeit ohne Dich etwas vorspielt. Tut er jetzt ja auch wieder. Er kann das.
Und das ist der andere Punkt. Irgendwie weiß er sehr wohl, was er will. Er kann spielen, darstellen, gekonnt vor bestimmten Personen. Das ist für mich nicht echt, nicht 'endlich wieder der Alte'. Der weiß schon, was läuft, auf seine Weise. Ich verstehe, daß Du froh bist, daß Ruhe eingekehrt ist. Das brauchen die Nerven so sehr. Aber diese Form von Ruhe mit diesen Krokodilstränen,..,.. - bleib vorsichtig, bitte!
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x 1#72
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Karinchen Mitglied
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@Stella31 Du hast recht, sie hat Angst um ihren Vater, und deswegen möchte sie nicht, dass er auszieht.
Das ist mir bewusst, ebenso wie die Tatsache, dass sie versucht, für das Wohl ihres Vaters zu sorgen.
Darüber habe ich mehrmals mit ihr gesprochen, und ihr gesagt, dass sie nicht dafür verantwortlich ist, dass es ihm gut geht. Er ist selbst verantwortlich und muss sich Hilfe suchen.
Ebenso habe ich ihr erklärt, dass er krank ist, Depressionen hat, wie sich das äußert, dass wir beide nichts dafür können und es ganz wichtig ist, dass es uns nicht auch noch schlecht deswegen geht.
Dann habe ich ihr noch gesagt, dass ich nicht mehr mit Papa zusammen sein kann, und dass das auch gute Gründe hat.
Ich habe es ihr auch noch einmal in einem Brief geschrieben.
Und immer wenn sie ankommt und sagt, es ist nicht richtig, dass Papa auszieht, sage ich, ich kann nicht mehr mit Papa zusammen sein. Bitte lies noch einmal den Brief. Dann hört sie auch auf, mit mir zu diskutieren.
Also, ich lasse nicht zu, dass er mein Kind zerstört. Deswegen der Schulwechsel, die Trennung und die anstehende räumliche Trennung. Gut, hier muss ich mir etwas einfallen lassen.
Wie gesagt, Wohnberechtigungsschein wird beantragt und dann wird ihm hoffentlich eine Sozialwohnung zugewiesen.
Sollte das nicht klappen, gibt es hier auch eine Einrichtung für psychisch kranke und von Obdachlosigkeit bedrohte Männer. Da kommt er notfalls unter, wenn es nicht mehr geht. Aber: ich weiß nicht, ob ich das fertigbringe, seine Tasche zu packen und ihm zu sagen, er soll gehen. Damit schicke ich Ihn doch quasi von seinem Zuhause fort in ein Obdachlosenheim, und das bei einer psychischen Erkrankung.
Das wäre wirklich der radikalste Schritt.
Ganz ehrlich, ich würde nicht wollen, dass jemand so etwas mit mir macht. Würdet ihr das etwa wollen? Und was bin ich denn für ein Vorbild für meine Tochter, wenn ich ihren kranken Papa auf die Straße setze? Ich weiß nicht, ob seine Krankheit das rechtfertigt, und dass er alles mit Berechnung macht, glaube ich nicht. Er ist einfach ein armer Schlucker. Und die Angst meiner Tochter um ihren Papa wird durch so einen Schritt doch noch extra befeuert.
Ein Freund meinte, es wäre hilfreich, einen Betreuer für meinen Mann zu bestellen, der dann halt die Wohnungssuche in die Hand nimmt, weil mein Mann dazu nicht in der Lage ist. Werde ich mich auch drum kümmern.
Dann gibt es ja auch noch therapeutische Wohngruppen für psychisch kranke Menschen. Wäre eine weitere Option, die ich ganz gut finde, gerade in seinem Zustand.
Ich würde ihn gerne in der Psychiatrie sehen, und das meine ich nicht böse. So, wie ich ihn gestern erlebt habe, glaube ich, dass eine stationäre Behandlung gut und hilfreich für ihn wäre. Aber ich kann ihn nicht gegen seinen Willen einweisen lassen...
Ein Freund meinte, es wäre hilfreich, einen Betreuer für meinen Mann zu bestellen, der dann halt die Wohnungssuche in die Hand nimmt, weil mein Mann dazu nicht in der Lage ist. Werde ich mich auch drum kümmern.
Das wird nicht ganz einfach, es sei denn, er würde es quasi selbst beantragen. Wenn er selbst nicht die Einsicht dazu hat und keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht, wird das ein langer Weg und der Ausgang ist ungewiss...
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x 1#74
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Karinchen Mitglied
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@Perzet
Du, ich bleibe vorsichtig, versprochen.
Ja, meine Tochter ist in therapeutischer Behandlung. Ich habe auch mit der Therapeutin gesprochen und sie weiß um die problematische Kindheit meines Mannes. Der hat ein Trauma aus seiner Schulzeit davongetragen, und er überträgt seine massiven Ängste, die aus dieser Zeit stammen, auf unsere Tochter.
Das ist eine echt harte Nuss, die ich allein nicht knacken kann.
Morgen habe ich noch einmal einen Termin mit der Therapeutin, um die ganze Situation mit der Trennung zu besprechen. Da werde ich sie mal auf die ungesunde Bindung ansprechen. Ist ja schlimm, so etwas, könnte aber gut sein.
Die Therapeutin ist wirklich eine Riesenstütze für meine Tochter. Und dann hat sie ja auch noch Unterstützung von einer Mitarbeiterin des Jugendamts. Die leitet eine Mädchengruppe, und das tut meiner Tochter sehr gut.
Und sie hat einen tollen Patenonkel, der ganz viel mit ihr unternimmt und sie bedingugslos unterstützt.
Und ich glaube, auch die Schule tut ihr gut. Bin gerade beim Elternabend gewesen. Die Klassenlehrerin ist so toll, sie hat heute zu uns Eltern gesagt, dass wir alle ja dasselbe wollen: Nämlich glückliche Kinder, die gut lernen.
Ich versuche mein möglichstes, damit sie diese ganze Geschichte so unbeschadet wie möglich übersteht.