Zitat von LarsWilhelm:Das Thema hier heißt ja bekanntlicherweise nicht: Macht Affären salonfähig, sondern: Wie geht man im Nachgang damit um. Auch ist jedem klar, dass der Verzicht auf Affären viel Leid spart. Alles verstanden. Ein Lösung ist natürlich das sofortige Ende der 0rsprungsbeziehung. Aber das ist natürlich nicht der einzig gangbare Weg.
Die andere Möglichkeit ist ein Neuanfang. Und ob der erfolgreich ist oder nicht, ob der einseitig oder inzusammen gegangen wird ist doch erst einmal offen.
Ich persönlich finde es richtig, wenn Skeptiker vor den Auswirkungen warnen und ja, an einer Affäre scheitern die meisten. Aber woran liegt das? Es liegt an Feigheit, an Kompromisslosigkeit, an Schwäche, mangeldem Vertrauen-
Und bei Dir glaube ich - dass es das mangelnde Vertrauen war, was dich daran hinderte, das Feuer neu zu erfachen.
Und leider wart und seid ihr kein Einzelfall.
Wenn es aber Leute schaffen, eine Affäre zu überwinden und sich neu finden, ja dann ist das etwas Großartiges, weil so viel großartiges pasiert ist:
Es wurde verziehen
Es wurde reflektiert
man ist gewachsen
Man hat sich neu geöffnet
Man ist dankbar
natürlich- ohne eine Affäre ist es leichter und vor allem auch ehrlicher. Keine Frage.
Übrigens noch ein kurzes Feedback.: Heute fand ein persönliches Treffen zu dritt statt. Dabei kam offen und ehrlich alles auf den Tisch, wie es uns *jetzt* geht. Dies war doch sehr aufschlussreich. Für mich hat sich einiges geklärt und neu sortiert. Ebenso wie für meine Frau. Der AM - tja. Aus meinem Gefühl raus, hätte er lieber sich still und leise aus der Nummer gezogen. Aus einer vorangegangenen Affäre weiß ich aber, dass es ihn sehr schlecht mit dem Ende ging. Und mit dem Ende der Affäre mit meiner Frau entsteht gerade etwas völlig Schräges. Nicht nachvollziehbares, aber Gutes.
Wir (also EF und EM) lassen ihn nicht aus der Verantwortung. Und das wiederum hat ihn dazu gebracht, sich mit sich und seiner Ehe ernsthaft zu beschäftigen, er kann sich auch sauber aus der Affäre lösen.
Stand jetzt liegen mir zwei Entschuldigungen vor- etwas, was mich sehr freut und es mir leichter macht, irgendwann einmal vergeben zu können.
Am Ende des Treffens hielten wir zu dritt in einem Kreis unsere Hände. Und das Gefühl, was sich kurzzeitig ausbreitetete: Wir drei gegen der Rest der Welt. Nach diesem Moment dachte ich zwar Nee, wir sind nicht drei, sondern maximal 2+1- trotzdem gegen die Welt. Gegen die Ratgeber, gegen die Rüblis und Gast2000 etc.
Ja, ich werde ganz sicher mein Seelenheil festigen und die Chance, dass meine Ehe uns überlebt ist sehr sehr gut.
Hi Lars, zu meiner Person und Ex, es lag nicht an Vertrauen oder wie ich zuerst dachte an kompromisslosigkeit.
Die Affäre, bzw. Wie meine Ex damit umgegangen ist, hat sie über die Jahre verändert. Sie hat mich nach der Äffare nie wieder so richtig als Mann begehrt, so wie noch vor der Äffare. Das habe ich natürlich bemerkt und es auch mehrmals thematisiert. Den wahren Grund hierfür habe ich jedoch nie erfahren. Sie hat sich "schuldig" gefühlt, natürlich und es über die Jahre hinweg mit sich selbst ausgemacht. So wie sagte, war sie mit sich im reinen, also meistens. Nun denn, nicht die Affäre an sich hat uns auseinander gebracht. Das es dazu kam hatte Gründe, ja klar, verantwortlich für die Affäre war sie, dass habe ich ihr vergeben. Doch mit der Affäre habe ich defakto gleichzeitig Respekt und Anziehungskraft verloren. Als Versorger und Familienvater war ich erste Wahl, als Mann jedoch konnte ich bei ihr nicht mehr die Leidenschaft hervorrufen die ich benötige.
Die Affäre war ja schon viele Jahre beendet, trotzdem hatte sie noch telefonischen Kontakt zu dem AM. Das habe ich nicht von ihr erfahren, sondern zufällig...das hat mir dann endgültig vor Augen geführt, dass es nicht darum geht was sie will, sonder darum was sie kann oder oder auch nicht. Und ich habe erkannt, sie kann mich als Mann nicht mehr leidenschaftlich lieben.
Ich war oder bin ihr deshalb nicht böse, nur sind meine Bedürfnisse prioritär anders gelagert. Bleibe ich bei meiner Ex und in der Ehe, wie man sie so oft im Umfeld beobachten kann, wo man zweckmäßig weiter macht und idann meine Bedürfnisse auswärts befriedige?, das wollte ich nicht. Ich wusste ja wie eine Lüge wirkt und was sie langfristig anrichten kann. Ich habe die Jahre über ja gespürt, dass sich etwas geändert hat und auf Nachfrage trotzdem keine Antwort erhalten habe, das rockt ab, macht krank, weil man der eigenen Wahrnemung nicht mehr traut.
Zu Dir und deiner EF, dass ihr es versucht finde ich klasse! Wie ihr das gestaltet, dass ist allein euer Ding. Mich würde interessieren was ihr zu dritt besprochen habt, was die Themen sind und warum ist die EF des AM nicht mit dabei?