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Gestern habe ich ihn angeschrieben und gefragt, ob wir vor dem Gruppentreffen kurz alleine sprechen konnten. War er gleich einverstanden. Eine Stunde später fragt er mich, ob es was Schlimmes ist. Für einen Mann macht er sich ziemlich viele Gedanken. Unser kurzes Gespräch war dann sehr entspannt und schön.
Obwohl ich ihn sehr gerne mag, glaube ich es wäre das Beste, ihn nicht als Partner in Betracht zu ziehen. Der Mann ist superlieb und ich kann mich unfassbar gut mit ihm unterhalten. Aber seine Baustellen machen mir doch irgendwie Angst und Sorge.
Eine Freundin von mir war beim gestrigen Gruppentreffen auch dabei. Sie hat ihn nun zum dritten Mal erlebt und ist ähnlich zwiegespalten wie ich. Auch sie hat nach dem Lesen seines Profils gedacht, dass der Mann schon lange frei und getrennt ist und mit einem Vollzeitjob ohne Probleme für sich selbst sorgen kann. Sie war auch sehr überrascht, dass er aufgrund von psychischen Problemen mehrmals monatelang in der Psychiatrie war. Das hätten wir beide nicht von ihm erwartet.
Er hat beim gestrigen Treffen in der Runde noch eine Geschichte aus seinem Leben erwähnt, die mir auch zu denken gibt. Der Mann ist in der Vergangenheit in eine Sekte hineingerutscht und hat sich jahrelang von den Leuten ausnutzen lassen. Schon als Jugendliche wusste ich, was Sekten sind und was sie machen. Für mich waren sie immer tabu. Ich kann mich halt in dem Punkt nicht in ihn hineinversetzen und verstehe nicht, warum er sich da reinziehen lassen hat.
Ich kann mich halt in dem Punkt nicht in ihn hineinversetzen und verstehe nicht, warum er sich da reinziehen lassen hat.
Menschen die "auffällig" sind und nicht von allen angenommen werden, sind sehr verwundbar in strukturen in denen vorgegaukelt wird dazuzugehören, aufgenommen zu werden, alle sind gleich etc...
Wir Menschen haben nunmal den Drang irgendwo dazuzugehören und wenn das nicht so richtig klappen will, greifen wir nach jedem strohhalm.
Ähnlich wie die partielle Ablehnung deinerseits (aka Friendzone) wird er das vermutlich schon einige male in seinem Leben erlebt haben.
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S
Sincerite Mitglied
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Zitat von Eugenie:
der Mann schon lange frei und getrennt ist und mit einem Vollzeitjob ohne Probleme für sich selbst sorgen kann. Sie war auch sehr überrascht, dass er aufgrund von psychischen Problemen mehrmals monatelang in der Psychiatrie war. Das hätten wir beide nicht von ihm erwartet.
Ich war wegen einer psychisch ausgelösten Nervenreizung für 7 Monate in einer psychosomatischen Klinik und bin trotzdem ein normaler Mensch, der sein Leben finanziell und sonst so meistert. Manchmal hat man eben nicht das richtige Handwerkszeug für das Leben mitbekommen und muss mit Hilfe "nachreifen". Ich denke, es gibt viele unter uns im normalen Leben die eine psychotherapeutische Hilfe gebrauchen könnten, damit sie z.B. das fehlende Selbstwertgefühl nicht mehr mit anderen Dingen oder Verhalten (z.B. Konsum) ausgleichen müssten. Diese Art von Hilfe anzunehmen zeugt für mich von Stärke.