Ich möchte dir nochmal ein paar Gedanken mitgeben.
Was mich stutzig macht:
Zitat von Sommersonne1: Ist aber wohl auch dem Alter und dem Abnabelungsprozess geschuldet
Nein, daran liegt es nicht. Du solltest wirklich Verantwortung für dein Handeln übernehmen und einsehen, dass du deinen Sohn ebenfalls sehr getroffen hast. Es ist lobenswert, dass ihr es gemeinsam mit einer Paartherapie versucht habt, aber warst du wirklich offen dafür? Und habt ihr euch auch um eine Familientherapie mit eurem Sohn bemüht?
Du schreibst auch, dass du deine Affäre nach einem Jahr wieder kontaktiert hast. Hast du ihn kontaktiert, nachdem du deinem Ex-Mann und deinen Kindern mitgeteilt hast, dass du ausziehst, oder davor? Denn wenn du sie erst danach vor vollendete Tatsachen gestellt hast, dann hat der Betrug zweimal stattgefunden und deine Familie stand ein zweites Mal vor einem Scherbenhaufen.
Hast du direkt nach deinem Auszug das Gespräch mit deinem Sohn gesucht, wie ihr den Umgang weiter regelt? Er war noch minderjährig. Hatte er ein Zimmer bei dir an deinem neuen Wohnort? Oder hast du ihn womöglich auch „verlassen“, um mit deinem neuen Partner zu leben?
Es ist unheimlich wichtig, dass Kinder das Gefühl haben, weiterhin ein Zuhause und Zugang zu beiden Eltern zu haben. Es ist auch die Pflicht der Eltern dafür zu sorgen, hier Maßnahmen im Sinne der Kinder zu setzen.
Zitat von Sommersonne1: Zu meinem Geburtstag ist er nicht gekommen, weil mein neuer Partner da war.
Wieso erwartest du, dass deine Kinder nach der Geschichte mit deinem neuen Partner an einen Tisch sitzen müssen? Du hättest doch auch etwas mit deinen Kindern alleine zum Geburtstag planen können und danach deinen Partner sehen, wenn bei euch noch keine Ruhe eingekehrt ist.
Ich kann dir nur empfehlen, dass du dich Schritt für Schritt deinen Kindern wieder annäherst und eine Beziehung langsam aufbaust. Während dieser Zeit würde ich vorerst darauf verzichten, dass dein neuer Partner dabei ist. Das ist nun mal die bittere Pille, die ihr schlucken müsst. Ich möchte betonen, dass es nicht darum geht, dass man seiner Mutter die neue Liebe nicht gönnt und sich in den Weg stellt. Trennungen gehören zum Leben dazu. Es geht um die Art, wie ihr sie durchgeführt habt und seither auftritt.
Und wie gesagt, Worte sind schnell gesprochen. Zeige Verantwortung für dein Handeln und lass Taten sprechen. Ich konnte meinem Vater erst verzeihen, als es meine Mutter tat. Das hat aber Jahre gedauert. Vielleicht wäre eine professionelle Begleitung für euch nicht schlecht. Manchmal steckt man schon so tief in seiner Verletzung und im Streit drin, dass es ohne Sicht von außen nicht mehr geht.