Zitat von Shithappens_: Und wenn sie die Kontrolle erreicht hätte und ich den Urlaub storniert hätte - wäre sie dann da für mich da gewesen? Vermutlich nicht oder?
Warum führt sie diese Kontrolle durch - was bringt ihr das? Verstehe es nicht.
Ich kenne sie zu wenig, als das ich das für sie beurteilen kann. Ich selber hatte habe Damen kennen gelernt, die mit krassen Selbstzweifel, Selbstwert und insgesamt "Ich-Wert" zu kämpfen hatten. Natürlich niemals nach außen hin getragen; da waren sie starke Powerfrauen. Erst in den eigenen 4-Wänden kam das zum Vorschein, was sie ausleben musste.
Es geht nur um die Kontrolle, die sie braucht, um sich selber zu beruhigen. Ohne Kontrolle dreht sie durch.
Ich will hier nicht die Borderline oder insgesamt B-Cluster Keule schwingen; letztlich rate ich dir aber dich da mal einzulesen. Es geht nicht darum, ihr ein Label zu verpassen, sondern zu verstehen, dass Menschen letztlich sehr, sehr unterschiedlich ticken. Deine Vernunft kann ungleich der Vernunft anderer Menschen sein.
Hast du sie darauf mal angesprochen, warum sie das so macht? Was stört sie an dem Urlaub? Warum sagt sie spontan eure Planung ab?
Zitat von Shithappens_: nach Ihrem Auffassen, der der sich gegen sie/die Beziehung gestellt hat....
Der nächste Punkt, weswegen ich auf emotional instabile Persönlichkeit tippe: Immer sind alle anderen Schuld.
Was sagt dir dein Bauchgefühl? Wer von euch beiden hat sich gegen die Beziehung gestellt und wer dafür gearbeitet? Ich lese hier eine ganz klare Antwort aus deinen Beiträgen...
Zitat von Shithappens_: Es hat sich tatsächlich oftmals wie ein Minenfeld angefühlt.
Wenn du falsch redest/handelst, bestraft sie dich? Wie denn? Liebesentzug? "Silent Treatment" ?
Zitat von Shithappens_: Ja, hab ich. Und ich hab es ehrlich gesagt gerne getan. Sie hatte keine Vater in ihrem Leben und die Erinnerungen an ihn sind nur schlechte
Willst du also eine Vater-Tochter-ähnliche Beziehung und damit keine kongeniale Beziehung? Warum ist es für dich wichtig, dass du diese Rolle einnimmst, um eine Beziehung führen zu können? Da solltest du bei dir selber mal ansetzen; oder findest du es normal, dass du auch bisschen Papa für deine Freundin spielen musst? - Ich meine, die Frage im Schlafzimmer "Who's your daddy?" mag ja noch für den einen oder anderen ero. sein - aber wenn es sich dann wirklich so abläuft... ist das wirklich das Ziel?
Zitat von Shithappens_: Warum kann es einer Person nicht mehr reichen wenn es normaler und harmonischer wird? Verstehe ich nicht.
Es gibt Menschen, die nur in Extremen leben (können), weil sie normale Harmonie bzw. Langeweile nicht aushalten. Bei Borderliner spricht man - stark vereinfacht! - z.B. davon, dass diese quasi -metaphorisch - ein Kopfmonster haben, dass ihnen Realitäten vorgibt, die so nicht sind: Ruhe und Beständigkeit impliziert für diese, dass der "Hoch"-Kick fehlt. Und dann muss es unweigerlich schlecht werden. Ohne Liebesbeweise des Partners verlieren sie den Glauben an diese Liebe. Manche können nur Disney-Liebe - mit ständigen up und downs..
Zitat von Shithappens_: Es gab sehr schönes Hochs (wie ich sie noch nie erlebt habe) und sehr miese Tiefs (ebenso nie erlebt habe). Die Schäden davon sind ja jetzt auch da --> Ausbruch der mittelgradigen Depression.
Willkommen in der emotionalen Abhängigkeit lieber Süchtger.

Been there, done that: Dein Gehirn wurde hiervon quasi programmiert: Die Ups sind die schönsten auf der Welt. Damit das aber so ist und bleibt, muss es unweigerliche Downs geben. Wie ein D.rogie der nach dem nächsten Schuss lechzt für den Glückshormonschuss im Gehirn, funktioniert es bei dir in Bezug auf die Beziehung. Faktisch bist du nun auf kalten Entzug.
Zitat von Shithappens_: Am Anfang war es ausgeglichen. Umso länger die Beziehung gedauert hat umso mehr hab ich mich angepasst bzw. bemüht.
Am Anfang war die Welt auch noch rosarot und alles superschön toll. Da brauchte es diese Kicks noch nicht, weil die in schöner Form bereits da waren. Ist immer so am Anfang.
Zitat von Shithappens_: Ich bin mir bewusst, das ich ein toller, verlässlicher und aufrichtiger Mann bin. Meinen Wert hab ich in der Beziehung auf jeden Fall zu sehr von ihr abhängig gemacht.
Warum war dein Wert bei dieser Einschätzung dann von ihr abhängig?
Bedenke bitte, dass alles, was ich hier schreibe, auf meinen Erfahrungen beruht. Kann völlig daneben liegen und dient nur als Anregung. Ich hatte sowas ähnliches wie eine "Beziehung" zu einer Frau, die Züge einer B-Cluster-PS aufwies. Ohne dies Labeln zu wollen, hat mir das Belesen aber sehr geholfen, mich emotional zu lösen und zu verstehen,
1. dass ich sie nie nachvollziehen werde und auch gar nicht kann;
2. dass ich niemanden dafür verurteilen sollte, wenn dessen Gehirn anders arbeitet als meins;
2. warum ich mir eine solche Frau ausgesucht habe, obgleich ich nach außen hin immer betont habe, eine kongeniale Beziehung zu wollen - und dann diese Drama queen mit absoluten Highs und Downs, so dass ich irgendwann nur noch im Survival-Modus war.