×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

442

Eure Lebenserfahrung bezüglich Beziehungen

Y
Zitat von Ragna:
Was die Befindlichkeit angeht, meine schlechte Laune aus dem Büro in die Familie mitzushleppen oder dort auf die Partnerin zu externalisieren, keine Option, bin erwachsen und kann das balancieren.

Ich hab das leider anders erleben müssen. Jemand der das überhaupt nicht reflektieren konnte.

Wenn er schlechte Laune hatte, hat er das andern ausgelassen.
Das war immer gleicher Mechanismus.

Überhaupt wahrzunehmen und zu blicken, was er da macht, tja es liegen Welten dazwischen, das kann man nicht aufarbeiten.
Eine Partnerin ist keine Therapeutin.

Emotional und sozial inkompetent.
Ein solcher Partner bedeutet einfach nur Nervenkrieg, Verletzung.

x 3 #166


Y
Zitat von Balu85:
Allein schon der Gedanke: Frauen führen Beziehungen anders und so wie sie es machen ist es richtig.

Das seh ich so auch nicht. Es gibt tatsächlich viele inkompetente, sehr fatale Frauen.

x 3 #167


A


Eure Lebenserfahrung bezüglich Beziehungen

x 3


Y
Zitat von Worrior:
Schon, aber was die letzten 25 Jahre hier so wandelt erfüllt dieses Bild eher

Und die alten Hasen, die die so selbstbestimmten autark sein wollen, die schreien schon wieder alle nach Krieg.

x 1 #168


Y
Zitat von Worrior:
durch positive maskuline und feminine Vorbilder

Das ist im Grunde schon wieder eine Art Regulierung. Und es sind Rollenzuschreibungen.
Was männlich zu sein hat, was weiblich zu sein hat, hat ein perfides System, lange genug genutzt und Menschen in Rollenbilder zu pressen.
Der starke stabile Mann.
Musste oft genug gegen sich handeln, Alk. oder Dro. konsumieren, um sich weg zu machen.

Die feminine Frau, ihr wurde ein Rollenbild zugeschrieben. Damit sie auch schön im Korsett bleibt.

Zuallererst, sind wir erst mal Menschen.

#169


Worrior
@Yassa
Du hast total missverstanden was ich geschrieben habe.

#170


Rheinländer
Ich möchte gerne nochmal auf die Ursprungsfrage von @Mini94 eingehen.

Zitat von Mini94:
Wie oft wart ihr in eurem Leben verliebt oder in einer längeren Beziehung? Gab es einen Zeitpunkt, an dem ihr überzeugt wart, dass ihr nie wieder jemanden finden oder so lieben würdet? Hat sich dieses Gefühl irgendwann verändert?

Ich hatte in meinem bisherigen Leben 2 Beziehungen. Meine Ex habe ich im zarten Alter von 19 Jahren kennen gelernt. Als ich zwanzig wurde, wurden wir auch zu einem Paar. 30 Jahre später (davon 22 Jahre verheiratet) hat sie sich getrennt. Drei Jahre später habe ich meine jetzige Partnerin kennen gelernt, mit der ich nun schon über 8 Jahre in Liebe verbunden bin.

Nach dem scheitern der Ehe war ich nicht überzeugt davon niemals wieder jemanden zu finden, ich hatte nur große Angst davor. Es brauchte auch Zeit, aber es passierte wieder.
Das war ein sehr schönes Gefühl und ich fühle das heute noch sehr stark in mir.

Zitat von Mini94:
Und wenn ihr auf euer jüngeres Ich zurückblickt, was würdet ihr ihm in Bezug auf Liebe, Beziehungen und Trennungen mitgeben?

Wenn ich mein früheres "ich" treffen würde, würde ich ihm auf die Schulter klopfen und sagen : Fast alles richtig gemacht.
Ich hatte schon in jungen Jahren nicht das Bedürfnis von einer Blume zu anderen zu fliegen. Ich suchte immer schon die eine Blume, meine Blume. Da bereue ich bis heute nicht.
Meine Kinder sind für mich das größte. Auch hier alles richtig gemacht.

Was ich definitiv anders machen bzw. meinem früheren ich raten würde.
Heirate niemals, schau das deine Frau nach den Kindern wieder schnell in ihren Beruf rein kommt und unterstütze sie dabei wo du nur kannst.
Das war einer meiner größten Fehler.

Zitat von Mini94:
Ich denke eine Sache, die mir in meinem Beziehungsbild tatsächlich nicht zu Gute gekommen ist, ist die Tatsache dass meine Eltern seit 37 Jahren verheiratet sind. Ich habe dadurch gelernt, dass man, egal was kommt, gemeinsam durch Dick und Dünn geht. Aber erst spät habe ich erkannt, was für Lasten meine Mutter teilweise durch die Ehe tragen musste. Die Scheidung stand auch schon mal im Raum, aber dann kam doch die Kurve. Ich denke, wenn deine Eltern dir das vorleben, dann tust du dich mit deinen eigenen Trennungen auch

Ich weiß natürlich nicht was du von der Ehe deiner Eltern mitbekommen hast und ebenso wenig weiß ich was da alles vorgefallen ist, aber grundsätzlich finde die Eigenschaft gemeinsam durch Dick und Dünn zu gehen eine gute.
Du sprichst von den Lasten deiner Mutter, aber kennst du auch die Lasten deines Vaters?

Das bei deinen Eltern das Thema Scheidung mal ein Thema war und sie sich doch eines anderen besonnen haben, kann ich grundsätzlich auch nicht schlecht heißen. Weißt du, es läuft nicht immer alles immer zu 100% gut, wo Sonne ist, da ist auch Schatten, aber ist es nicht auch toll, dass man versucht auch wieder auf einen gemeinsamen Pfad zu kommen. Das würden sich hier manche im Forum wieder wünschen. Das der Ex Partner wieder kommt, man die bestehenden Probleme bespricht, löst und dann gemeinsam wieder nach vorne geht.

Glaubst du, du wärst besser dran, wenn sich deine Eltern getrennt hätten, damit du dich auch besser aus Beziehungen lösen könntest?

Ich hätte meine Kindern gerne den Schmerz der Trennung erspart und hätte zum damaligen Zeitpunkt (zumindest über einen gewissen Zeitraum) alles gemacht um wieder mit Ex zusammen zu kommen.

Zitat von Mini94:
In einer Zeit, wo Frauen unabhängiger werden und selbst berufliche Karrierewege gehen, ist die emotionale Verfügbarkeit umso wichtiger, weil es eben nicht käuflich ist. Vielen fällt auch die Verbindlichkeit schwer und wenn es schwieriger wird im Leben oder in der Beziehung, wird die Partnerin dann auch ausgetauscht, weil man sich dadurch Leichtigkeit erhofft.

Hier bemängelst du fehlende Verbindlichkeit und fehlende Ausdauer in der Beziehung, gerade wenn es mal schwierig wird, siehst die jedoch bei deinen Eltern kritisch.
Kannst du das vielleicht mal erläutern?

x 6 #171


Ragna
Zitat von Yassa:
Dann lass dir das bitte nicht nehmen. Dann hattest du die falsche Partnerin. Das gibt es auf beiden Seiten. Dass du Deine Gefühle wahrnehmen ...

Ich habe damals gedacht, ach ihr Verhalten ist normal, sie hat Recht😃 und habe darauf hin nur noch wenig über meine Gefühle und Probleme gesprochen und versucht sie alleine zu lösen, was natürlich nicht zwingend die beste Lösung war.
Was ich damit sagen möchte, erst in dieser Beziehung habe ich "gelernt" nicht oder sehr viel weniger, über meine Gefühle zu sprechen, weil ich einfach keine Vorwürfe oder flapsigen Bemerkungen mehr ertragen wollte.
Das ist jetzt Geschichte, aber was meine Selbstwahrnehmung anging, hatte das schon Impact, das hat gedauert, bis ich hier wieder "gesund" unterwegs war.

x 3 #172


Ragna
Zitat von Yassa:
Und die alten Hasen, die die so selbstbestimmten autark sein wollen, die schreien schon wieder alle nach Krieg.

Es sind eher die Menschen, die nichts aus der Geschichte gelernt haben und keine Vorstellung davon haben, was Krieg überhaupt bedeutet. Die Generation der Politiker Schmidt und Kohl, wussten genau welchen Horror ein Krieg mit sich bringt, waren ja teilweise noch Teilnehmer und diese Erfahrung hat sie geprägt.

x 1 #173


M
@Rheinländer Dankeschön für deine Geschichte und irgendwie schön, dass du zeigst, dass man auch nach einer langen Ehe nochmal die Liebe finden kann.

Zu meinen Eltern kann ich sagen, dass ich es auch nicht verwerflich finde, wenn man durch Dick und Dünn geht und wieder in die richtige Richtung einlenkt. Es ist sogar schön, dass sie sich nicht einfach aufgeben. Allerdings muss man immer bedenken zu welchem Preis das ganze ist und wie weit man über seine Grenzen geht oder in Vergangenheit gegangen ist, damit es heute noch funktioniert.
Verbindlichkeit und Verantwortung ist meiner Meinung nach in einer Beziehung super wichtig, aber es gibt auch Grenzen. Es gab bei meinen Eltern sicher auch Momente, wo sie wegen der Kinder zusammengeblieben sind oder aus Abhängigkeit zueinander. Wie es jetzt ist, kann ich nicht einschätzen.
Ich sehe nur, dass mich das vermutlich schon geprägt hat und beispielsweise Freunde, deren Eltern sich im Laufe ihrer Jugend getrennt haben, besser mit Trennungen umgehen können, als mit einem Vorbild, das um jeden Preis zusammengeblieben ist.

x 3 #174


Blind-Meg
Zitat von Mini94:
Ich sehe nur, dass mich das vermutlich schon geprägt hat und beispielsweise Freunde, deren Eltern sich im Laufe ihrer Jugend getrennt haben, besser mit Trennungen umgehen können, als mit einem Vorbild, das um jeden Preis zusammengeblieben ist.

Ich denke, wenn etwas "um.jeden Preis" geschieht, kann es niemals etwas Gesundes sein. Dahinter steckt immer etwas Ungesundes.

#175


Ameise_78
Zitat von Mini94:
Ich sehe nur, dass mich das vermutlich schon geprägt hat und beispielsweise Freunde, deren Eltern sich im Laufe ihrer Jugend getrennt haben, besser mit Trennungen umgehen können, als mit einem Vorbild, das um jeden Preis zusammengeblieben ist.

Das kann ich so nicht bestätigen... und das kann man auch gar nicht verallgemeinern. Bei manchen Trennungskindern entsteht dann so eine Verlustangst, dass sie überhaupt nicht mit dem Thema umgehen können. Je nachdem wie die Eltern das vorgelebt haben.
Da ist nichts pauschal besser oder schlechter. Entscheidend ist das wie - und das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

x 2 #176


K
@Mini94

du schreibst: "Vielleicht haben wir jetzt die Zeit, wo man unendliche Möglichkeiten hat, Menschen und Partner kennenzulernen, aber vielleicht ist auch das deshalb die schwierigste Zeit, um den Partner fürs Leben zu finden."

Stimmt! Denn was ist der Unterschied zwischen deiner Generation und ALLEN anderen Generationen vorher?

Das neue, digitale Meer der Möglichkeiten. Zu viel Auswahl überfordert das ca. 50 Tsd. Jahre alte menschliche Gehirn.

Das ist in vielen Studien gut belegt, zB

*Junge Menschen wollen eine romantische Beziehung, sind aber dann doch nicht dazu bereit (2025 Tinder Studie).
* Der verwirrend große Pool an neuen Partner fördert den Drang, immer weiter zu fischen (Australische Studie aus 2025)

Aber, es gibt Hoffnung: GenZ hat die Nase voll von Datingplattformen und sucht "IRL" [= In Real Life]

Verlieben an der Käsetheke wird wieder entdeckt. Hoffentlich halten die Beziehungen von GenZ dann auch wieder eher so lange halten wie guter Wein. Sonst wäre es Käse.

x 1 #177


RoteTablette
Zitat von Yassa:
Nein.
Lenkbar.
Ich will das nicht.
Ich will keinEn Hund, keinen Hamster oder Schüler, ich will den nicht lenken müssen.
Ich will gar nichts müssen.
Es soll aus ihm kommen von ganz allein.

Genau das dachte ich auch (und ich war mir, als ich des Katers urspünglichen Post las, "lenkbar", ziemlich sicher, dass genau so ein Posting kommen würde).

Übersetzung: "Er" soll alles ganz von sich aus genau so machen, wie ich will, Gedankenlesen inklusive. "Ich" habe nämlich (im Optimalfall) keine Lust, mir auch nur die Mühe zu machen, auch nur einen Wunsch äußern zu müssen.

Ich kann das gut verstehen. Mir geht es nicht anders. Leider ist das unrealistisch - denn das jeweilige Gegenüber ist keine KI, die einem nach dem Mund redet, sondern ein Mensch und hat seine/ihre eigene Agenda. Darum gibt es nur so wenige "Juwelen" unter den Männern - wie auch unter den Frauen...

#178


A


x 4