Zitat von Iunderstand:Intensive ernsthafteste Beziehung, Traumpaar, Baby, Antrag, Heiraten, Trennung, Tinder, neues Date, sich vergnügen, on off... Und das war jetzt nur was beim ersten Lesen hängen geblieben ist. Das kann doch mit 35Jahren nicht dein Ernst sein.
Wenn man das intellektuelle Level besitzt um Schlagworte mit Kommata getrennt aneinanderzureihen, völlig aus dem Kontext gerissen und ohne die Hintergründe der Personen und genauere Details zu kennen, dann kann man natürlich sowas raushauen.
Ich finde es etwas respektlos.
Dass es für mich die intensivste, innigste Beziehung bisher war und das Gefühl seinen "Seelenpartner" (obwohl ich an sowas nicht glaube) gefunden zu haben ist nun mal subjektive Wahrnehmung, aber Fakt.
Ich hatte eine Anzahl von Beziehungen, die ich noch an 2 Händen abzählen kann - sie sogar angeblich nur 3 vorher die jeweils mind. 3 Jahre gingen. Sie hatte wohl eine "Austobzeit", das wusste ich.
Was soll ich mich denn dafür rechtfertigen - von etwa 8 Beziehungen die ich hatte plus die eine oder andere "Affäre", bei der man es aus irgendeinem Grund nie Beziehung genannt hat, es aber praktisch eine war, war sie halt mit Abstand die intensivste.
Und es passte vom ersten Moment an eben gefühlt alles, in allen Bereichen. Ja ich habe wie gesagt mein Problem mit der Impulskontrollstörung und habe daher die ersten 2 Trennungen auf mich genommen, da sie sagte sie sei sehr harmoniebedürftig.
Traumpaar heißt, es flogen nie die Teller, und es wurde auch nie gestritten oder geschrien. Vertraut geredet. Täglicher Kontakt per WhatsApp, Telefon und auch persönlich war ihr sehr wichtig (mir war das recht).
Sie war in der Beziehung die perfekte Frau, ich könnte keinen wirklich gravierenden Fehler nennen, den sie in der Beziehung hatte - außer eben die Trennungen und das entsprechende Trennungsverhalten.
Und nach längerer Recherche weist tatsächlich vieles auf eine Art von Borderline hin. Von meiner eigenen Erkrankung weiß ich, dass meist nicht alle, sondern oft nur einige, manchmal auch nur ganz wenige Symptome bei einer Störung vorhanden sein können.
Ansonsten wenn sie mir ab einem gewissen Zeitpunkt sagt ich sei der erste Mann, mit dem sie sich eine Familie und eine Zukunft vorstellen kann und ich tatsächlich genauso empfinde, rechnet man dann mit sowas?
Naiv kann man das nennen. Aber ich behaupte mal es gibt Dinge, die kann man nicht unbedingt erahnen. Ich habe eine gute Bildung, bin beruflich sehr erfolgreich und fachlich versiert und für meine Gefühle kann ich nichts.
Da ich die ersten beiden Trennungen auf meine Kappe nahm, da ich die Impulsivitätsstörung habe und sie mit sowas nicht umgehen konnte zuerst ließ ich es durchgehen, auch wenn mir damals ihr Trennungsverhalten schon höchst befremdlich vorkam.
Nach der zweiten Trennung begannen wir wirklich ganz von neu, dateten neu, lernten uns neu kennen und verliebten uns neu.
Sie erklärte mir auch, dass sie sich nicht mehr voreilig trennen wolle, da sie nun von uns überzeugt sei, an uns glaube. Und sie hat es auch lange durchgehalten, viel mit mir erlebt, auch eingesteckt. Und meinte am Ende eben trotz Liebe sieht sie keine Zukunft mehr. Ich weiß, dass sie wieder innerlich zerrissen ist.
Wobei sie sich in vielen Dingen halt widerspricht - einerseits war es die letzte Enttäuschung nach den letzten 4 Wochen der Beziehung die der Grund waren und dann plötzlich wieder alles insgesamt und sie sei lange nicht mehr glücklich gewesen. Aber würde zu Borderline passen - verleugnen, verdrängen der Realitäten.
Denn die gemachten Pläne sind Fakt, dass sie mich verliebt anschaute, überglücklich wirkte und auch stets betonte wie glücklich sie ist so einen tollen Mann zu haben und mich immer bei sich haben wollte und sehr engagiert war, ist Fakt. Auch ein Weihnachtsgeschenk von ihr mit unserem Jahrestag als Gravur ist Fakt.
Erst kürzlich sagte sie mir auch aus Verliebtheit sei für sie nun inzwischen Liebe geworden.
Jede Trennung fand statt, weil sie ein verkopfter und auch durchaus sturer Mensch sein kann und es hieß jedes Mal sie liebt mich noch, nur ihr Kopf sagt ihr sie kann sich keine Zukunft mit mir mehr vorstellen, wegen des nun letzten Fehlers.
Und Leute ja, vielleicht hat sie eine Borderlinestörung o.ä. Fakt ist aber, dass ich 35 bin, Psychologie im Bereich Wirtschaft ein berufliches Thema von mir ist und so etwas kann man über so eine Dauer nicht Schauspielern.
Wie man an meinem Schreibstil hoffentlich erkennen kann, bin ich auch niemand der einen niedrigen IQ hat o.ä.
Wieder was dazu gelernt, okay. Aber sich als Tastaturcowboy aufspielen und Leute hier herunterzumachen finde ich doch schon ziemlich armselig.
Es gab erst kürzlich mutmaßlich einen Suizid wegen Cybermobbing (Kasia Boateng) und da finde ich in einem Forum das "Trennungsschmerzen" heißt es absolut asozial und unverantwortlich Menschen die verzweifelt sind hier zu beleidigen oder noch als "selbst schuld" hinzustellen oder als 15 zu beleidigen.
Was muss man für eine arme Wurst sein um sich über Leute die hier Hilfe suchen lustig zu machen? Allein schon diese arrogant-beleidigende Art disqualifiziert einen, wenn man noch nicht mal genaues Hintergrundwissen hat.
Die einzigen die 15 sind, sind wahrscheinlich diejenigen, die es schreiben. Und ja, mit über 30 denken Erwachsene Menschen ja durchaus ja schon mal über Familienplanung nach. Und ja, man kann auch mit über 30 und etlichen vorherigen Beziehungen bei einer Beziehung das Gefühl haben, dass diese die "richtige" ist.
Und für mich bleibt es trotzdem die intensivste und innigste aller Beziehungen, die ich bisher hatte. What's the problem?