Mit manchen Worten wäre ich sehr vorsichtig, sie ist nicht hier im Forum, sie kann sich nicht dazu äußern, irgendwie bin ich auch froh drum, denn so manches sollte sie eher nicht lesen.
Solche Aussagen wie "Jeder Embryo kann sich dafür bedanken, wenn sie ihm als Mutter erspart bleibt!", empfinde ich als ziemlich unangebracht und daneben, vor allem, wenn man an das Geschehene denkt.
Auch wenn man ihr Verhalten nicht gutheißen kann, kann da ein größeres Problem hinter stecken und ich bin mir sicher, dass da eins sein wird, ausgelöst durch die Abtreibung.
Eine Frau, die abgetrieben hat, aber nicht zu 100 Prozent dahinter stand und insgeheim etwas ganz anderes wollte, leidet im Anschluss nicht selten unter Depressionen und argen Schuldgefühlen, häufig auch an PTBS. Auch wenn wir ihr Verhalten nicht gutheißen können, ein Mensch, der so etwas erlebt, erleidet nicht selten ein Trauma! Stellt euch mal vor, sie würde so manche Aussagen hier lesen, während sie sowieso schon zu kämpfen hat, das wäre alles, aber nichts, was ihr empfinden verbessern würde, eher würde sie damit noch tiefer in die Schuld und Krise rutschen.
Bei solch einem Handeln, aus so einer Lage heraus, würde ich nicht sagen, dass sie eine "Asibraut" ist, was ist das überhaupt für eine blöde Bezeichnung? Das hat mit dem, was die Ursache sein könnte und sicher auch sein wird, überhaupt nichts zutun.
Bei aller Unverständnis der Frau gegenüber, sollte man doch so viel Empathie besitzen, sich zumindest in die Gefühlslage hineinversetzen zu können.
Sie kann übrigens dennoch eine gute Mutter sein, meistens geben diese Frauen alles für ihr Kind, weil sie all ihre Schuld und ihr "Versagen" wieder gut machen wollen.
Wahrscheinlich hat sie ihr Kind nur abgetrieben, weil sie verzweifelt war, ihre Beziehung retten wollte oder keinen Ausweg sah, es war bestimmt nicht ihr Wunsch, deshalb auch diese Wut auf TE, denn der hätte es wahrscheinlich verhindern können, wenn er ihr Sicherheit gegeben hätte, hat er aber nicht.
Da kann man sagen "Aber sie hätte doch...", ja, sie hätte...aber das können wir hier leicht sagen, wir sind auch nicht in dieser Lage! Wer in solch einer Situation ist, kann oft keine klaren Entscheidungen treffen. Da verstehe ich auch nicht, warum der Arzt diesen Eingriff überhaupt vorgenommen hat, wenn da eine Frau kommt, die völlig fertig und am weinen ist, da muss ich doch als Arzt ein Gespräch suchen und sagen, dass es ich diesen Eingriff heute nicht vornehmen werde! Genauso hätte der TE mal sagen können, du...ich sehe, dir geht es damit nicht gut, ich glaube nicht, dass das die richtige Entscheidung ist, tu es nicht, lass uns gehen! Aber er war wahrscheinlich nur froh, dass es "weg" kommt, hat egoistisch gedacht. Wie ich verstehe, bekam sie von ihm keinen Halt und auch kein Verständnis dafür, dass sie das Kind doch eigentlich möchte, auch nicht für ihre Gefühle, er sagte selbst, er konnte sie nicht verstehen, sich nicht hineinversetzen, somit war sie doch ziemlich alleine und das wird sie auch dazu gebracht haben.