@FertigMitNerven
Hallo, wir beide sind gerade in einer ähnlichen Situation.
Ich kann dich daher verstehen und du selber weißt am besten, ob du deinen Mann liebst und die Verantwortung tragen kannst für eine zweite Chance.
Manchmal wird einem erst durch die Trennung etwas ganz klar, was man vorher vielleicht verdrängt oder einfach nicht sehen wollte.
Ich bemühe mich gerade auch um meinen Mann: Ganz in seinem Tempo. Zu Beginn der Trennung habe ich nach gemeinsamen Essen gefragt und er wollte das nicht, sondern Abstand. Das habe ich akzeptiert. Er kam dann von sich aus, hat sich für den Abstand bedankt und erste Nähe ist entstanden durch lange Umarmungen.
Irgendwann habe ich wieder gefragt, ob ich zu einem Treffen etwas zu essen machen darf. Und es war OK für ihn. Seitdem treffen wir uns jedes Wochenende und essen gemeinsam. Danach reden wir lange und kuscheln.
Ich bringe ihm kleine Aufmerksamkeiten mit (Männer bringen Frauen Blumen mit, ich passe immer in Gesprächen auf, und bringe dann sowas wie Schoki, etc. mit) und er freut sich auch darüber.
Ich bin mir immer bewusst, dass das nicht unbedingt wieder zur Reunion führen muss. Aber ich kann nachher ruhigen Gewissens sagen, gekämpft zu haben, als es mir klar war, dass ich kämpfen muss.
Jedoch wird es von Treffen zu Treffen inniger.

Gestern habe ich ihm ein Fotoalbum "1000 Gründe für eine 2 Chance" mit Erinnerungsfotos am Ende des Treffens gegeben. Damit er es in Ruhe, in seinem Tempo, ohne mich ansehen kann. Es ist so gestaltet, dass auf den Doppelseiten die Gründe stehen, weshalb ich so kämpfe...
Mit der Kontaktsperre handhaben wir das so, dass wir 2 Tage mal nichts voneinander hören zum Durchatmen. Reden über uns und die Zukunft tun wir an den Treffen. Und an den anderen Tagen ist der Kontakt ganz einfach und humorvoll mittlerweile.