Hey Starlight,
erst mal spannende Sache, finde ich.
Ich finde es erst mal toll, in "Beziehungsdingen" seinen eigenen Weg zu gehen, auch mal auf Etiketten zu verzichten...
Ich denke mir im Nachhinein auch oft, man hätte das mit dem Heiraten lassen sollen, und sich insbesondere finanziell viel weniger verflechten sollen. Ohne dieses Konfliktpotential und ohne all die Erwartungen, die wir an eine Ehe stellen, wäre vieles einfacher und konfliktfreier, würde ich vermuten.
Hier vermute ich allerdings einen Etikettenschwindel.
Zitat von Starlight1334:Er wäre gebunden und da hat er kein kopf für im moment.
Mein erster Gedanke: Aha, daher weht der Wind.
Das mit der exklusivität ist es also nicht, was ihn am Beziehung haben hindert.
Für was braucht man denn in Beziehungen einen Kopf?
Ich würde sagen, wenn Konflikte auftauchen.
Wenn unterschiedliche Bedürfnisse auftauchen.
Wenn einer von beiden erhöhten Unterstützungsbedarf hat.
Wie ist es denn auf der Sachebene?
Er wohnt bei dir? Beteiligt er sich zur Hälfte an der Miete? Beteiligt er sich zur Hälfte am Haushalt? Beteiligt er sich zur Hälfte an der Kinderbetreuung? Kannst du es ansprechen, wenn dich etwas stört, oder wenn dir sonst irgendetwas auf der Seele brennt, oder musst du dir dauernd auf die Zunge beißen, weil ihr ja keine Beziehung habt?
Kannst du du selber sein, fühlst du dich sicher, ist dein leben schöner und besser dadurch, dass er da ist? Musst du dich verbiegen?
Was hast du für Erwartungen, was hat er für Erwartungen? Kann man darüber sprechen?
Darum würde ich sagen, geht es.
Der Punkt ist, keine Etiketten und individuelle Wege sind toll, brauchen aber mehr Kommunkiation und Kopf als Standardbeziehungen. Wenn Mann keinen Kopf für Standardbeziehung hat, wäre ich sehr skeptisch für individuelles Was-auch-immer.