Samuel21
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ich schreibe hier zum ersten Mal und werde versuchen, mich relativ kurz zu halten und beginne daher gleich mit dem Wesentlichen.
Vor circa 3 Monaten musste ich schmerzhaft feststellen, dass meine Freundin mich nach 8 Jahren Beziehung, mit einem anderen Mann betrogen, hat. Diese Affäre ging angeblich 2 Monate.
Auf die genaue Geschichte dahinter möchte ich gar nicht eingehen, da dies einfach viel zu ausschweifend wäre.
Nach langem hin und her haben wir uns (vorwiegend Sie) dazu entschlossen, uns erst einmal zu trennen; auch räumlich. Die räumliche Trennung besteht nun seit circa zwei Monaten und im Nachhinein muss ich sagen, dass es auch für mich die richtige Entscheidung war.
Während dieser Zeit bestand, bis heute, jederzeit Kontakt; auch in Form von persönlichen Treffen.
Vor circa einem guten Monat offenbarte mir Sie dann, dass Sie mit dem anderen Mann abgeschlossen hätte. Sie habe sich dazu mehrfach öffentlich mit ihm getroffen um darüber zu sprechen, warum man so gehandelt hat und um zu klären, dass das Abschließen und der damit verbundene Kontaktabbruch auch von seiner Seite aus geht.
Einige Zeit danach wurden unsere Treffen wiederum häufiger und auch intensiver. Seit circa 2 Wochen treffen wir uns bis zu 4x pro Woche, meistens öffentlich oder bei ab und an bei mir.
Die Treffen sind seitdem sehr tief und innig. Es gab mehrere tiefergehende Gespräche. Sie erzählte mir bspw. , dass es ihr zeitweise nachts sehr schlecht ging (auch körperlich), da ihr bewusste wurde, wie Sie sich mir gegenüber verhalten hatte. Weiterhin gab es auch wieder erste Berührungen und Küsse.
All das fühlt sich in diesem Moment einfach nur richtig und schön an, jedoch musste ich auch feststellen, dass ich seitdem extreme Probleme habe, Vertrauen zu Ihr aufzubauen, wenn man eben nicht beisammen ist.
Dies fängt bereits bei trivialen Dingen an, bspw. wenn sie länger arbeiten muss oder sich mit Freundinnen trifft.
Ich habe das Gefühl, in jede noch so kleine Kleinigkeit und (vermeintliche) Unstimmigkeit eine komplette Geschichte hinein zu interpretieren, welche mit einem anderen Mann zusammenhängt, wodurch es mir wirklich extrem schlecht geht.
Wir haben von Anfang an beschlossen, die Sache langsam anzugehen und eben nicht sofort wieder zusammen zu ziehen, wobei der Wunsch einer neuen und gemeinsamen Wohnung von beiden Seiten gegeben ist. Auch haben wir gesagt, dass wenn der Zeitpunkt reif ist (sie hofft: sehr bald) wir vorerst auch wieder in die alte Wohnung einziehen würden.
Die Nächte erfolgen weiterhin getrennt und auch in unserer alten gemeinsamen Wohnung (welche sie derzeitig alleine bezieht) finden keine Treffen statt, da Sie (und auch teilweise ich) der Meinung sind, dass diese (noch) mit zu viel negativen Dingen und Erinnerungen behaftet ist. Ich habe auch das Gefühl, dass sie keinesfalls möchte, dass ich auch nur die Nähe der Wohnung komme.
Worauf ich hinaus möchte: Ich genieße unsere gemeinsamen Treffen und wir beide empfinden sie auch als wirklich sehr schön. Weiterhin finde auch ich den Gedanken richtig, Beziehung wieder langsam aufzubauen und nichts zu überstürzen.
Mein Problem liegt nur einfach darin, dass ich extreme Probleme habe, Ihr Glaube und Vertrauen zu schenken, wenn man eben nicht zusammen ist. In meinem Kopf spielen sich dann ganze Geschichten und Bilder ab, welche mich, so habe ich das Gefühl, auf Dauer regelrecht krank machen. All das ist für mich kein tragbarer Dauerzustand.
Vielleicht gibt es ja jemanden da draußen, der ähnliche Erfahrungen oder gar gleiche Erfahrungen gemacht hat. Für jegliche Tipps (egal ob bspw. dem weiteren Vorgehen oder Hilfestellung beim Wiederherstellen des Vertrauens) bin wäre ich euch sehr, sehr dankbar!
