Zitat von 6rama9: ält die wirklich entscheidenden Gedanken bewusst monatelang zurück. Das ist komplett unreif. So etwas muss angesprochen werden, falls man seinen Partner liebt.
Für Dein Verständnis ist das vielleicht unreif. Für allgemeingültig halte ich die Einstellung aber nicht.
Was man in einer Partnerschaft mitteilt und was nicht, muss man den jeweiligen Personen überlassen, denn man selbst ist nicht involviert.
Ich hätte da auch ne Meinung zum Verhalten der TE, berücksichtige aber, welche Gefühle ich dem Partner "aufbürde", würde ich es ihm erzählen. Das KANN die Beziehung stärken, beweisen, dass man vertrauen kann, aber wer sagt, dass der Partner das auch so empfindet? Das weiss - wenn überhaupt - nur die TE.
Es nicht zu erzählen hat Vor- und Nachteile, wenn man es so nennen mag.....
Der Partner wird mit der Situation nicht belastet. Wenn man jetzt mal unterstellt, dass die TE so charakterfest aufgestellt ist, wie sie hier schreibt, dann kann davon ausgegangen werden, dass auch nichts passiert. Da kann man berechtigterweise die Frage stellen: Warum es erzählen? Sie ist glücklich, schliesst fremdgehen aus - ergo kann die betroffene Person in ihrer Welt davon ausgehen, dass sie sich nichts hat zu schulden kommen lassen.
Der Partner wird nicht (unnötig?) belastet - das alleine kann schon das Motiv sein.
Andererseits hält man dem Partner in der funktionierenden Beziehung eine Information vor. Er weiss nicht, dass die TE aktuell eine ordentliche Herausforderung vor sich her trägt und man nimmt der Person dann auch die Möglichkeit, sich einbringen zu können. Vom moralischen Standpunkt aus kann man dann auch von Unehrlichkeit sprechen.
Ich habe keine feste Meinung dazu, wie man sich in einer solchen Situation zu verhalten hat. Jedenfalls keine, die man Dritten überstülpen sollte. Ich für meinen Teil würde es auch sagen.