J_Eulenspiegel
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Ich plaudere etwas aus meiner Vergangenheit, wie es bei mir war. Ich hatte meine Ex-Frau mit 21 kennen gelernt. Wir sind dann in eine kleine Wohnung gezogen. Sie studierte Lehramt und ich war Angestellter. Nach dem ich Feierabend hatte, wollte ich noch etwas zocken ohne große Geräusche, wegen der kleinen Wohnung war das im selben Zimmer wie sie noch arbeiten bzw. lernen musste. Sie hat es so gestört, dass ich einfach nur still da sitzen durfte oder raus gehen. Da ich draußen viel zu arbeiten habe, habe ich damit arrangiert, 1. Fehler. Dann habe ich die Möglichkeit gehabt auf einem Bauplatz auf eigenem Grund zu bauen. Dann dachte ich, dann kann ich wieder mal Freizeit für mich machen - war leider nicht so, sie wusste genau, dass ich jetzt Freizeit habe und sie noch arbeiten muss, sie hat dann ca. alle 20 - 40 Minuten geschrien und hat etwas gefragt, was kochen wir am Wochenende oder bring mir etwas zu trinken oder... So bin ich wieder nicht zu meiner Freizeit gekommen - 2. Fehler. Als meine Mutter schwer krank geworden ist, wurde mir zum größten Teil verboten meine Mutter zu besuchen, da sie etwas von mir brauchen könnte - sie war also eifersüchtig auf meine Mutter - 3. Fehler. Damals war ich lange nicht so "reif" wie heute. Da ich eh im Haus nichts machen durfte, habe ich die kleine Landwirtschaft wieder aufgebaut und hatte zum Schluss 6 Pferde, 2 Eigene und 4 Einsteller. Als unsere Tochter dann kam, bestand mein Tag Vollzeit zu arbeiten, nach Hause zu kommen, meist schnell die Pferde zu versorgen und dann mich um das Kind kümmern, während sie, keine Ahnung was sie gemacht hat - 4. Fehler. Mein Sonntag bestand darin, mich um die Tochter zu kümmern, während dessen Mittagessen zu kochen - in der Zeit war meine Ex beim reiten - Nach dem Essen alles aufräumen mit der Tochter mich beschäftigen - 5. Fehler. Hier bin ich dann nach 1,5 Jahren zusammen gebrochen und musste rebooten, da habe ich das schlimmste für mich getan - ich habe mich von meiner Tochter getrennt in dem ich die Scheidung eingereicht hatte. Vor der Scheidung war sie noch 3 Monate in Reha, solange hatte ich die Tochter mit knapp 1,5 Jahren mit Unterstützung von Großeltern alleine, mit Vollzeitjob und den 6 Pferden. Nach der Reha ist sie einmal gekommen, hat die Tochter mit genommen und ist ausgezogen. Für mich gab es damals entweder, hat meine Tochter ein extrem unglücklichen Vater oder sie sieht ihren Vater nicht mehr so oft, dafür ist er glücklich.
Mittlerweile ist sie schon 11 Jahre und kommt immer noch gerne zu mir. Sie redet an einem Wochenende mit mir mehr als die restlichen 12 Tage bei ihrer Mutter.
Naja etwas abgeschweift - für dich wollte ich aufzeigen, dass sobald man eine Situation hat mit der man nicht klar kommt, muss diese geklärt werden. Aufschieben oder das Leben weiterleben bringt meistens nichts.