Ich denke, du hast jetzt ein Ziel und darauf kannst du dich freuen und dich vorbereiten. Es lenkt ab und gibt dir wieder Lebensfreude. Die habe ich bei deinen Posts gestern komplett vermisst.
Bei mir war es nach meiner Trennung eher so, dass mich das permanente Nachfragen im Familien- und Freundeskreis und von wohlmeinenden Kollegen und Kolleginnen mit der Zeit teilweise wirklich genervt hat. Ich wollte mit meinen Problemen nicht immer im Mittelpunkt stehen und an diese erinnert werden.
In deinem Fall ist wahrscheinlich die Geduld deiner Freunde ein bisschen erschöpft, weil sie deine Beziehung und den daraus resultierenden Zustand bei dir viel länger und in der Realität mit all ihren Facetten mitverfolgt haben.
Ich fand toll, dass da jemand war, der mich auf einer professionellen Ebene begleitet hat, auch weil mit der Zeit sich dann vieles auf diesen Termin fokussiert hat. Am Anfang war ich jede Woche dort, dann alle zwei und zum Schluß dann noch einmal monatlich.
Gerade weil du im realen Leben mittlerweile auch an Grenzen der Belastbarkeit in deinem Umfeld stößt, was wie du selbst geschrieben hast, auch verständlich ist, wäre für dich ein Therapie wirklich toll. Aber bestimmt findest du hier auch noch einen Weg.
Du liest dich heute nach dem Buchen des Fluges viel, viel positiver und das ist ein großer Fortschritt. Mein letzter Urlaub mit meinem Ex war übrigens im Baskenland. Irgendwie ist mir dann auch der Gedanke gekommen, ich müsste dort nochmal hin und den Jakobsweg gehen. Einen Reiseführer habe ich schon. Leider hat es beruflich und gesundheitlich noch nicht geklappt das zu machen. Aber irgendwann werde ich das noch machen und sollte eigentlich nicht zu lange damit warten.
Zu der Zeit als ich mich sehr mit dem Jakobsweg beschäftigt habe, stand ich mal morgens vor den Postfächern bei uns im Betrieb. Da sprach mich unser Prokurist an, mit dem ich mich immer unglaublich gut verstanden habe und der auch von meiner Trennung und den miesen Umständen wusste. Gesprächseröffnung war: "Du, heute Nacht habe ich von dir geträumt." Hoppla, was kommt jetzt, habe ich gedacht. Da sagt er zu mir: "Ich habe heute Nacht geträumt, du bist den Jakobsweg gegangen und hast dort einen Amerikaner kennen gelernt und ihr habt euch so unglaublich verliebt, dass du sofort mit ihm in die USA bist." Wenn ich also irgendwann den Jakobsweg gehe, werde ich nach Amerikanern Ausschau halten

Ich hoffe mal nicht, dass der mir Zugeträumte, dann ausgerechnet auch im September in El Salvador ist und dich dann kennen- und lieben lernt
