Er war gestern da. Nicht kühl oder abweisend, haben uns eigentlich recht normal unterhalten. Während er da war ging es mir ganz gut, auch danach noch.
Erst gegen Abend ging es mir wieder ziemlich schlecht, die Nacht war richtig schlimm
Seine Sachen sind jetzt weg und die ganze Wohnung wirkt so leer. Egal in welchem Zimmer ich bin, immer muss ich an ihn denken. Am schlimmsten ist es im Schlafzimmer. Habe wieder die ganze Nacht wachgelegen und heute morgen wieder die Gedanken, dass ich nicht mehr leben will. Mein Leben macht einfach keinen Sinn und keinen Spaß mehr, hat es ja vor der Trennung auch schon nicht so sehr, aber jetzt eben auch noch das letzte weg was mich bisher am Leben hielt (er, nicht seine Sachen

).
Na ja, ich sprach ihn noch mal drauf an, dass er Dienstag noch sagte, wenn ich tot wäre würde es ihm den Boden unter den Füßen wegziehen udn er wüsste nicht wie er damit klar kommen soll und wusste schon, dass er gehen will, und dass das ja dasselbe sei. Er meinte, nein, das wäre was anderes. Warum ist es was anderes? Für mich ist "aus dem Leben" "aus dem Leben". Als er ging fragte er mich, ob wir ab und zu chatten können. Habe ihm gesagt, dass ich das nicht kann. Er denkt er geht und wir haben Kontakt wie vorher, also was das Reden angeht, nur halt ohne körperlichen Kontakt/Beziehung oder wie!? Klar, dann ist es was anderes als tot zu sein, wenn man weiterhin in Kontakt bleibt....
Er hat eine neue Wohnung, die er jetzt renoviert, Möbel hat er null. Er zieht lieber in eine leere Wohnung als mit mir zusammen zu leben. Da er diesen Schritt geht kann ich eine Rückkehr vergessen. Ich wünsche mir doch so sehr dass er zurückkommt.
Er fragte mich, ob ich das Sofa behalten möchte, ich fragte ihn, ob er es denn haben möchte. Er sagte, es passt nicht in seine Wohnung. Was soll die Frage dann?
Ich sagte ihm, er hat eine neue Umgebung und kann sein neues Leben beginnen, ich hänge in der alten Wohnung fest, wo mich alles erinnert. Er meinte ich solle auch umziehen. Aber es ist MEINE Eigentumswohnung, gute Lage, wunderschöne Wohnung, ich kann nicht von heute auf morgen beschließen wirklich alles aufzugeben. Meine Mutter meinte ich könne für ein paar Wochen zu ihnen ziehen, aber nicht für immer.
Würde es helfen, wenn ich 4 Wochen woanders wohne und dann wieder in diese Wohnung komme? Oder wäre der Zeitpunkt an dem ich zurück komme so richtig schlimm? Dann kamen mir heute Nacht zum ersten Mal die Gedanken, dass sich meine monatlichen Kosten nun verdreifachen! Dazu mein Chef, der die Gehälter einfach zahlt wann er Bock hat. Allein deshalb werde ich ja auch nur schwer eine Wohnung bekommen, kann ja nicht mal Gehaltsabrechnungen der letzten 3 Monate vorlegen.
Ach mir geht soooooo viel durch den Kopf, mein Kopfchaos wird immer größer, ich weiß nicht mehr ein noch aus.
Für Donnerstag habe ich einen Gesprächstermin bei einer Psychologin bekommen. Sie sagte, nur ein Gespräch, kein Therapieplatz.
Hat jemand Erfahrung, was mich in diesem Gespräch erwartet? Was möchte sie wissen und was ist Ziel dieses Gesprächs? Irgendiwe fühle ich mich heute wie in einem Albtraum aus dem ich erwarte gleich aufzuwachen. Aber das wird nicht passieren. Er wird nicht zurück kommen

(( Bin total fertig.
Er hat diese Woche Urlaub - wir hätten so eine schöne Woche haben können und jetzt ist es die schlimmste Woche der letzten 15 Jahre.