Zitat von Karenberg:
Wichtiger ist das Bild, was von dir gemalt wird.
Und wichtiger als das Bild, das viele hier von ihm UND auch von dir malen, ist das, was in DIR für Gefühle sind.
Die sind ohnehin schon zerrissen von verschiedenen Anteilen in dir, oder?
Obendrauf kommen nun noch die Forenstimmen, die im besten Falle dir helfen, mehr eigene Klarheit zu gewinnen sowie auch einfach virtuell in den Arm genommen zu werden (Trost war ja dein ursprüngliches Anliegen).
Im ungünstigeren Fall gerätst du aber, wie es eben oft hier Fall ist, in eine Verteidungsrolle (für ihn und dafür, welche Konsequenzen du ziehst).
Aus meiner Erfahrung ist es so, dass man dann noch mehr zerrissen ist und noch weniger die Stimme fühlt, die einem den Weg zeigt. Aber vielleicht gelingt dir das besser als es bei mir wäre?
Von Löwe zu Tiger:
Für mich wäre es zum Klären hilfreich, selbst in aller Stille die Perspektive des neutralen Beobachters einzunehmen.
Die Gefühle, die ich habe, komplett rauszunehmen und mir nur meine Situation und den Menschen anzuschauen und mich zu fragen, wie ich dann dazu stehen würde, wenn es hier gar nicht um mich selbst gehen würde. Einfach nur für mich, ganz ohne zu bewerten oder den Druck, mich auch entsprechend zu verhalten. Und zu schauen, ob dabei dasselbe rauskommt wie bei der emotionalen Perspektive.
Wenn es da eine starke Kluft gibt, dann weiß man zumindest, dass da irgendwelche roten Lampen leuchten, die man sich genauer anschauen sollte, wenn man es schafft. Die einen auf die guten alten eigenen Muster stupsen.
Wenn es keine Kluft gibt - umso besser, denn du bist hier die Einzige, die ihn kennt. Dann würde ich mich fürs Erste bestärkt fühlen darin, wie ich jetzt weitermache.
Hast du dir das schon mal vorgestellt? Deinen eigenen Thread gelesen als LeTigre, die die Geschichte einer anderen Userin liest und sich Gedanken dazu macht?
