@Maya81 , Du musst nicht über jedes Stöckchen springen, das Dir hingehalten wird. Manche User/innen (wundersamerweise die, die ihr total tolles Leben ständig propagieren und trotzdem hier rumhängen

) haben halt nichts anderes.
Ich kann total nachvollziehen, wenn jemand in einer Großstadt mit einem guten ÖPNV weder Auto noch Führerschein hat, wobei für mich selber ein Auto - egal, wo ich gewohnt habe - immer ein Stück persönliche Freiheit symbolisiert hat. Aber ich bin auch motorisiert, seit ich 18 bin, kenne es nicht anders und möchte nicht drauf verzichten.
Zitat von Maya81: Warum ich keinen Führerschein machen kann und will ist eine persönliche Geschichte und hier auch gar nicht das Thema.
Der Ordnung halber sei drauf hingewiesen, dass Du das Thema Führerschein hier selbst angesprochen hast.
Zitat von Maya81: Schließlich bin auch ich es, die alle Nachteile , die daraus entstehen, bewältigt.
Das finde ich jetzt nicht besonders erwähnenswert - Du hast ja auch alle Vorteile, die daraus entstehen: Weniger Kosten, keine Parkplatzsuche tbc.
Zitat von Maya81: Übrigens kenne ich einige, die sehr gut ohne Auto auskommen. Wir leben schließlich in einer Großstadt mit einer guten Anbindung.
Ich kenne auch einige, die gut ohne Auto auskommen. Die leben ebenfalls in einer Großstadt mit (fast) Rund-um-die-Uhr-Nahverkehr und fahren sonst halt mal Taxi.
Nur geht es ja bei dieser Beschreibung Deiner Lebenssituation anscheinend nicht nur darum, dass Deine Eltern in Deine Stadt ziehen, sondern sie müssten schon am besten auch gleich in Deinem Viertel landen. Denn in einer „richtigen“ Großstadt sind Fahrzeiten von 45 Minuten, ob nun mit Auto oder ÖPNV, keine Seltenheit. Von daher erkenne ich die Problematik, wenn sie in den Ort Deiner Schwester ziehen sollten, nicht wirklich.
Außer…
Zitat von HeavyDreamy: Sie beklagt sich weniger wegen Führerschein-Sache, sondern weil sie sich generell in der Familie nicht so "gesehen" fühlt.
Zitat von Felica2024: Meines Erachtens geht es darum, dass die TE es als persönliche Zurückweisung betrachten würde, wenn sich die Eltern ihre Bleibe in der Nähe der Schwester suchen würden.
… es geht genau darum.
Das hat aber wenig mit Führerschein, Auto und Wohnsituation zu tun, sondern mit dem Gesehen werden und Deiner Rolle in der Familie - die es so geben mag („nie geht es um mich“) oder zumindest von Dir so empfunden wird (was Dir niemand absprechen kann, aber das solltest Du vielleicht genauer angucken).
Zitat von Felica2024: Ich persönlich würde als Mutter/ Vater auch eher dort hinziehen, wo die Infrastruktur gut ist und wo evtl eins der Kinder in der Nähe ist und so mobil, auch mal zB..den Weg zum Arzt mit zu begleiten.
Das würde ich auch genau so machen, ohne jetzt großartige Erwartungen damit zu verbinden. Fakt ist nun mal, dass ein älterer Mensch hier und da Hilfe benötigt und es einfach praktischer ist, dort hinzuziehen, wo sie einfacher zu bekommen ist.
Möglicherweise ist es ja keine Entscheidung Deiner Eltern gegen Dich, sondern für sich, wenn sie in die Nähe Deiner Schwester ziehen würden?
Im Grunde genommen sind doch die Distanzen, über die Du hier schreibst, alle locker zu überwinden. Ob nun mit Auto oder Bus und Bahn.
Und wie schon mal geschrieben: Es kann auch irgendwann mal ein Vorteil sein, wenn Du nicht ganz selbstverständlich erste Ansprechpartnerin für Deine Eltern bist, weil nicht direkt vor Ort.