@Rüde
Da hast du einen wichtigen Punkt angesprochen.Mein Freund würde einerseits gerne mit mir zusammenleben,andererseits bin ich nicht bereit,mein aktuelles lebenskonzept aufzugeben.
Ich bin sehr ehrlich zu allen,und alle,die dieses Konzept "mitleben",haben jederzeit die Wahl,dieses Konzept für sich "abzuwählen" und sich aktiv anders zu positionieren(sich zu trennen,sich eine eigene Wohnung zu suchen etc.).
Ich setze zur Zeit die Priorität,dass mir das aktuelle "Eltern-WG"-Leben wichtiger ist,als mit meinem neuen Freund zusammenzuziehen. Er weiss das. Es ist SEINE Entscheidung,ob und wie lange er auf diese Art und Weise mit mir zusammen ist. Es gab deswegen durchaus schon Gespräche und Unmutsäusserungen seinerseits.
In diesem Falle habe ich mich aber dafür entschieden,dass ich nicht bereit bin,mein aktuelles Lebenskonzept ihm zuliebe zu ändern.Mich gibt es so,oder eben nicht.
Was er daraus für sich ableitet,ist und bleibt seine Überlegung.
Und @Sarina Ja,die Kinder wissen und erleben,dass Mama für sie da ist,dass Papa für sie da ist(auch im Alltag/familiären Kontext) und dass Mama und Papa eine entspannte,friedliche und vertraute "Elternebene" und darüberhinaus "Freundschaftsebene" leben.
Wir "simulieren" nix. Wir lachen zusammen.Wir planen zusammen.Wir spielen Kniffel zusammen.
Wir kümmern uns zusammen. Wir LEBEN zusammen.
Und was heisst hier "mehr entmannen" geht nicht. ICH entmanne meinen Ex nicht.Wenn überhaupt,dann "entmannt"er sich selber. Aber der Bezug zur S6ualität war bei uns in der Beziehung noch nie sehr stark ausgeprägt. Meine S6ualität war stets die "treibende"Kraft und ich sehr oft die "Initiatorin".
Schieflage und Frust waren die Folge.
Bevor ich mich(oder wir uns) trennte,gab es ganz klar den Wunsch meinerseits,dass WIR es als Paar nochmal probieren und da war aber-von BEIDEN Seiten-kaum bis gar keine s6uelle Anziehung mehr vorhanden.
Ist denn das ein Grund,gleich "alles andere"auch hinzuschmeissen. Das Leben besteht doch nicht nur aus S6.
Mein Ex lebt FREIWILLIG mit mir weiter in einer WG,weil die Alternative wäre,alleine zu wohnen und sein Kind nur noch sporadisch zu erleben.Und finanziell halten wir uns so auch ganz gut,ohne grosse Einbussen oder Crashs auf Kurs.
Da ist auch noch viel "sich mögen",sich etwas bedeuten und vertraut sein.
Ein gelingendes Familienleben hängt ja auch nicht mitS.zusammen,sondern mit anderen,wesentlichen Faktoren.
Wie "sauer" der Apfel für ihn ist,dass ich einen Freund(und S6) habe,kann ich nicht beurteilen.
Er sagt zumindest,dass es gut und o.k.so ist. Das nehme ich so auch ernst.
Wenn ihm das "unangenehm,schräg oder schmerzhaft" wäre,dann hätte er ja die Möglichkeit,sich eine eigene Wohnung zu suchen und auszuziehen.
Wenn ich das Gefühl(oder die Gewissheit)habe,dass ich fortan alleine mit den Kids leben möchte,oder mit meinem neuen Freund eine Patchworkfamilie auch in gemeinsamen Räumlichkeiten
aufziehen wollen würde,dann würde ich ich tun.
Never stop a running System. Es funktioniert im Moment ganz gut. Sicher werden wir das nicht ewig so leben,aber wir haben uns nunmal dazu entschieden(bewusst),dass wir noch ein paar Jahre so leben wollen. Weil wir es mögen.
Ich BIN verliebt in meinen neuen Freund.Er ist auch verliebt. Trotzdem mag ich(noch) nicht umschwenken und meine Wohnung mit dem Neuen teilen und/oder mein Familienleben fortan mit dem Neuen gestalten.
Ich denke,dass es dazu noch eines längeren kennenlernens und der generellen Bereitschaft beider bedarf,seine Leben zusammenzulegen.Das ist bei mir nunmal nicht so.
Er würde es allerdings gerne tun.
Selbst,wenn ich NICHT mehr in dieser aktuellen Eltern-WG leben würde,wäre ich (noch)nicht dazu bereit,nahtlos mit meinem neuen Freund in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen.
Ich würde mich def.dafür entscheiden,zwei getrennte Wohnungen zu behalten.Erstmal.
Hin-,u.her-besuchen und übernachten könnte man ja tun,so wie es passt und gut tut.
Denke,so bleiben Liebesbeziehungen frisch(er) und ich habe lange genug mit Männern gewohnt(vier Jahre mit meinem Ex-Ex,nun zehn Jahre mit meinem Ex),mir ist eher nach "alleinwohnen" in Zukunft.
Trotz Beziehung.
Also....ich habe mich lange genug "angepasst" und die Wünsche viiieler Menschen erfüllt bzw. empathisch meine eigenen Ideen,Bedürfnisse und Wünsche leicht "übersehen"....damit ist nunmal Schluss.
ich bin radikaler geworden. Das fühlt sich super an.Und ich gehe dabei ja nicht "über Leichen",wie gesagt,jeder ist seines Glückes Schmied und jeder Mensch hat die Wahl(also zumindest in meinem/unseren Falle hier).
Wenn meinem Ex etwas nicht passt,dann muss ich mich darauf verlassen können(und tue das auch),dass er schon gut für sich sorgt und seine Situation zum Positiven verändert(und seis mit einem Auszug).
Und wenn meinem aktuellen Freund etwas nicht passt,dann KÖNNTE er sich trennen,es ansprechen etc.
Ich habe mir zum Glück ENDLICH abgewöhnt,mir den Kopf für andere Menschen zu zerbrechen.
Für mich geht dieses aktuelle Konzept auf.
