paulaner
Mitglied
- Beiträge:
- 7675
- Themen:
- 3
- Danke erhalten:
- 21287
- Mitglied seit:
Schade.
Ich habe ihn gerade erst entdeckt und gelesen.
Zitat von 6rama9:(Wenn ich Zeit finde und der Thread wenigsten minimales Interesse weckt, schreibe ich mal zusammen, welche grundsätzliche Vorgehensweise ich ganz persönlich und ohne Garantie auf Korrektheit bei Fremdverliebtheit des Partners für richtig halte.)
Würde mich immer noch interessieren.
Das setzt natürlich voraus, dass man von der Fremdverliebtheit des Partners überhaupt erfährt.
"Gefühle sind nicht verhandelbar": Ich habe diesen Satz noch nie so richtig verstanden.
Die Gefühle meiner Partnerin kann ich nicht mit ihr verhandeln. Das ist klar. Wie soll das gehen? "Hey, sieh doch mal. Ich bin besser. Das mit dem anderen wird doch nichts." usw.
Ich habe dich @6rama9 aber so verstanden, dass du sagst, dass zumindest die eigenen Gefühle quasi mit sich selbst verhandelbar sind. Das ist auch meine Einstellung (wenn ich es denn "richtig" verstanden habe).
Im allgemeinen bin ich mir über meine eigenen Gefühle bewusst. Wenn ich mich verliebe, dann merke ich das.
Und wenn ich und die andere ungebunden sind, dann besteht keinerlei Notwendigkeit diese Gefühle in irgendeiner Weise zu hinterfragen. Dann genieße ich das einfach und versuche "voranzukommen".
Wenn ich aber z.B. gebunden bin, dann vergesse ich das ja nicht deshalb, weil ich jetzt verliebt bin. Den Partner, die Beziehung, und alles, was dazugehört, gibt es ja weiterhin. Ich bin ja nicht plötzlich in einer Raumkapsel von meinem sonstigen Leben abgekapselt.
Und dann muss ich diese Gefühle mit mir verhandeln.
Dann muss ich eben abwägen. Ist mir z.B. mein Partner, die Beziehung zu ihm und seine Beziehung zu mir, noch wirklich wichtig?
Dann werde ich versuchen, das Gefühl zu "bekämpfen" (das fühlt sich zwar nicht schön an, aber es geht, ich weiß das genau
Wenn ich mich entscheide, diesem Gefühl nachzugeben (die Nähe des anderen suche, ihn kontaktiere, ihn treffe, usw.), dann habe ich mit mir selbst "verhandelt" und bin zu dem Schluss gekommen, dass es das Risiko wert ist. Das heißt aber im Umkehrschluss dann natürlich auch, dass mir meine ursprüngliche Beziehung eben nicht mehr so viel wert ist.
Gefühle sind da, entstehen in den komischsten Momenten, sind manchmal schön und manchmal unschön. Aber immer merke ich auf die ein oder andere Weise etwas davon. Und meistens entscheide ich mich dann mehr oder weniger bewusst für oder gegen irgendetwas als Reaktion auf diese Gefühle.
"Gefühle sind nicht verhandelbar"
Ein trivialer Satz: Es kommt immer darauf an, was man selber damit macht.
Und . . . der andere hat da leider wenig "mitzureden" (mit zu verhandeln).
Sorry für das delay.
Vielleicht belebt sich dieser Thread nochmal "ins Thema hinein"