Also ich muss sagen: Danke @Springfield für Deinen Mut und Deine Bemerkungen gerade. Ist auf jeden Fall eine mögliche Alternative und ich bin mir sicher, die wird genauso tausendfach gelebt. Und genau so simpel erklärt. Ob das die Moralverfechter hier nun wollen oder nicht. Es ist genau so einfach. Und man muss ja nicht immer alles werten, nicht wahr?
Die TE ist 33! Jahre JUNG, hat 5 Kinder und wenn das stimmt, was sie schreibt, einen totalen Sechsmuffel als Mann. Geredet über die Defizite hat sie auch schon. Man kann ihr also nicht gerade den Vorwurf machen, heimlich aus der ganze Ehesache aussteigen zu wollen. Den Vorwurf, den ich machen würde, ist, nicht konsequent eine Lösung für das Problem einzufordern. Ihr Mann kann doch nun wirklich nicht von ihr verlangen, ein Leben ohne Sechs leben zu müssen, nur weil er keine Lust mehr hat und aber auch nicht möchte, dass sie sich das woanders holt und aber auch eine Trennung nicht möchte. Na, was will er denn, der Gute? Und verletzt sie ihn wirklich damit bzw, nimmt ihm etwas weg? Nicht wirklich, oder? Klar, könnte man mit Paartherapie versuchen, dass wieder in den Griff zu kriegen. Das hängt aber schwer von dem Partner ab und der scheint ja nicht so der aktive Beziehungsgestalter zu sein. Das weiß ich aber nicht, deshalb mag ich dazu gar nichts weiter sagen.
Für mich wäre dann allerdings eine Trennung sinnvoller oder aber, wenn man alle Stricke reißen - eine Eltern WG.
Geht aber meiner Meinung nach nur, wenn das wirklich so ist, dass mein Mann mich als Sechspartnerin nicht mehr will. Ich würde daheim meinem Mann eine klare Ansage machen (so als Chance, doch noch einmal aktiv zu werden und auch zu zeigen wie ernst das Ganze ist), mir klare Regeln geben und würde ich mich diskret umschauen. Ich würd es dann halt nur nicht an die große Glocke hängen, verschweigen würde ich es auf Nachfrage allerdings auch nicht. Vielleicht regt sich ja wieder was bei ihm, wenn nicht, nun ja - dann würde ich mich irgendwann auch ganz offiziell aus der Eltern WG verabschieden. Das konsequente Ignorieren partnerschaftlicher Bedürfnisse - egal von wem - ist das Todesurteil der Beziehung. Und eine Heirat, zu dem noch eine, die so früh stattgefunden hat, rechtfertigt diesen Anspruch an den Verzicht ihrerseits in keinster Weise.
Man darf doch auch eines nicht vergessen: Sechs ist ein Grundbedürfnis wie andere Grundbedürfnisse auch und nur weil man an Sechslosigkeit nicht nach ein paar Tagen stirbt heißt das noch lange nicht, dass man das Bedürfnis mit stricken oder töpfern einfach ruhig stellen kann. Es geht hier immerhin ja auch um ein Leben, das in all seinen Facetten gelebt werden möchte.
Ich frage mich dann auch ganz ehrlich, was bitte denn die Kinder mit dem Sexleben der Mutter zu tun haben. Im besten Fall bekommen sie davon nichts mit. Im Übrigen vielleicht besser auch nicht in einer intakte Ehe nicht. Das könnte zu peinlichen berührten bis angewiederten Gesichtern bzw. Situationen auf beiden Seiten führen. Mir gings jedenfalls so
Nichtsdestotrotz vermisse ich einen konsequenteren und ehrlicherem Umgang mit der Lösungsfindung zu dem geschilderten Problem, habe aber auch ehrlich keine Erfahrung mit einer Ehe mit 19, 5 Kindern, Haus und arbeitslosem Mann etc.
Ich bedanke mich jedenfalls für den Mut und die Ehrlichkeit, solche Gedanken und Überlegungen nieder zuschreiben. Das die zwar völlig normal aber sowas von unpopulär sind, steht außer Frage, dass diese Gedanken, sollten sie Lösungen werden, nicht zu jeden passen, auch.