Ich habe heute mal versucht, ganz bewusst ein "guter Mitmensch" zu sein- zu den Menschen denen ich begegnet bin und auch im Straßenverkehr. Ich habe mich bewusst nicht geärgert, als ich eine gefühlte Ewigkeit warten musste bis ich in die Kreuzung einfahren konnte usw. ...und es ging mir sehr gut damit. Ich versuche es nun als eine Challenge zu sehen, mich bewusst nicht zu ärgern und den Menschen denen ich begegne offen und unvoreingenommen gegenüber zu treten. Vielleicht mit Belohnung wenn es mir immer öfters gelingt. Ich habe dazu gestern noch ein interessantes Zitat gefunden, das mich sehr inspiriert: "Versuche nicht die anderen umzuerziehen oder zu ändern, sondern werde zum Vorbild."
Aber bloß nicht den Frust in sich reinfressen und Gefühle unterdrücken. Schau lieber, warum Dich solche Kleinigkeiten aufregen. Ob Du nicht wegen anderen Dingen frustriert bist (Deine erwähnten Freundschaften beispielsweise). Vielleicht wirst Du von allein entspannter, wenn die Ursachen für Deinen Frust verschwunden sind.
Und vielleicht hilft zu überlegen, ob Du Situationen anders interpretierst. Wenn einer eine Ewigkeit brauchte, um in eine Richtung zu fahren, war er vielleicht ortsfremd. Passiert einem doch selbst, dass man überlegen muss. Oder die Situation war angebracht und er war vorsichtig. Ist doch besser als einen Unfall zu verursachen.
Der Misanthrop ist eher so ein Grantler. Jemand der nicht einen Hass gegenüber einzelnen Personen oder einer Gruppe von Personen empfindet. Und brummend durch die Gegend läuft und dabei den Beutelschneider nicht bemerkt.