Stella31
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Zitat von Heffalump:Mir scheint, du bist eine warmherzige, leidenschaftliche und zugewandte Frau, die in einer Partnerschaft 110% gibt, ist das so? Es gibt Männer, muss bei dem jetzt nicht so sein, aber die glauben, die Art. wie Sie lieben, wäre das Maximum, aber um deine 110% zu erreichen, fehlen noch 80 - 90%.
Danke, ja das stimmt sicher ungefähr so.
Ich gebe immer unglaublich viel und das auch gerne. Merke aber nun wieder, wie es mich aufgefressen hat.
Auch er hat auf seine Weise viel gegeben, aber konnte seine leeren Akkus mit mir nicht genug füllen, um unsere m.M.normalen Konflikte auszuhalten.
Da kamen zu viele Dinge zusammen: seine alten Themen, seine Konfliktscheu und meine anstrengende Fortbildung mit folgender Schichtarbeit und das dadurch entstandene zu schnelle Zusammenziehen, was eigentlich nicht so stattfinden sollte und meine Art der Konfliktstrategie.
Gestern Abend haben wir, weil er mich anrief, noch sehr lange geredet.
Er weiß, wie sehr er mir wehtut. Und das ist überhaupt nicht sein Wunsch. Das tut ihm unendlich leid. Er hat sich in den Monaten vorher zum Teil nicht getraut, seine Themen anzusprechen, weil ich überfordert war, weil er mit unserer Art zu diskutieren nicht klar kam, weil er auch nicht ehrlich war.
Ich hab ihm gesagt, dass ich doch offen bin für seine Nöte und mir es wichtig gewesen wäre, frühzeitig davon zu wissen. Wo man es noch hätte retten können.
Und ich hab auf meine Erschöpfung reagiert und diesen Job wieder jetzt gerade aufgegeben. Nun passiert das und er gibt auf, bevor ich eine Chance habe, zu zeigen, dass ich wieder viele schöne Dinge angreifen kann.
Ich hab gesagt, ich bewunderte ihn, damals als wir uns kennengelernt haben dafür, wie er eine Frau, die er zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose 3 Monate kannte, bis zu deren Tod aufopferungsvoll noch 3 1/2 Jahre begleitet hatte.
Und mit mir hat er es nicht ausgehalten, ein halbes Jahr Überforderung durch meine Arbeit zu durchstehen.
Das macht mich so traurig. Es enttäuscht mich, weil ich von ihm ein anderes Bild hatte, auf einen tollen Mann gesetzt habe, der offensichtlich, wie die Männer davor, für mich nicht so viel tun würde.
Da kommt mein alter, mieser Glaubenssatz wieder hoch:
Ich bin nicht gut genug!