Stella31
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mein Partner und ich sind seit 4 Tagen getrennt. Wir waren knapp 15 Monate zusammen.
Wir haben uns beide gesagt, dass wir uns noch sehr lieben, jedoch gab es in der Vergangenheit Probleme in der Kommunikation, die wir bisher nicht richtig lösen konnten.
Er ist der Meinung, er will nie streiten, sondern Konflikte nur rein sachlich besprechen.
Ich möchte lieber offen über Ängste, Wünsche und Probleme reden.
Hierdurch sind mit der Zeit viele Kleinigkeiten zu einer großen Sache geworden, die für ihn nun nicht mehr aushaltbar war.
Er hat vor mir viel Schlimmes durchstehen müssen (wurde von seiner Ex-Frau 2x betrogen, seine eine Ex hat er bis zu deren Krebstod intensiv begleitet und die letzte vor mir hat ihn Knall auf Fall verlassen)
Nun habe ich ihm zwar eine neue Sicherheit gegeben, weil ich ehrlich, treu, verlässlich bin, aber meine Streitkultur ist eben anders.
Und so kannte er das nicht.
Wo bei ihm eine imaginäre Strichliste für jede Kleinigkeit gefüllt wird und zb 50 Striche sind, sind im gleichen Zeitraum bei mir vielleicht 3 Striche drauf.
Und die Bewertung ist eben auch sehr unterschiedlich:
Ich denke: Ah, da ist ein Problem, lass es uns lösen
Er denkt: Oh, schon wieder was. Da kann was nicht stimmen.
Obwohl wir in so vielen anderen Dingen sehr gut passen, hat uns das nun zu einem von mir nicht gewollten Ende geführt.
Ich habe bereits vor Monaten vorgeschlagen, wir könnten ja mal ein Paargespräch machen, damit eine neutrale Person sich mit uns daran macht. Er war deshalb nicht begeistert, hatte aber sein Okay gegeben.
Ausgerechnet einen halben Tag nach unserem Aus bekam ich einen Termin.
Er meinte aber, dass es nach unserem Gespräch wohl nicht mehr in Frage kommt.
Nun sitze ich in meiner Wohnung, habe extremen Liebeskummer und widerstehe seit über 3 Tagen ihm nicht zu schreiben, obwohl ich sonst schon längst so reagiert hätte.
Aber ich weiß auch, dass es nichts bringt, durch immer wieder anschreiben noch mehr Druck aufzubauen.
Dennoch ist in meinem Kopf, wenn ich mich nicht melde, löst er sich einfach von mir? Hat er sich damit abgefunden?
Ich denke, es ist lösbar für uns, wenn wir beide an unseren alten Mustern arbeiten und gemeinsam was Neues entwickeln.
Dafür müsste er aber eine Bereitschaft haben, aber ich befürchte, er denkt, dass es hoffnungslos ist.
Er meinte, er sehnt sich seit Jahren so nach Ruhe und Stabilität, die er mit mir nur zeitweise hatte.
Ich hab ihm gesagt, wenn er denkt, dass immer alles nur schön sein soll, dann müsste er sich jeweils nach der ersten Verliebtheitsphase von den Frauen trennen. Das ist utopisch für mich, so zu denken.
Zumal er nicht nur in Beziehung, sondern auch sonst immer sehr nachgiebig und fast schon harmoniesüchtig ist, was sehr oft zum Nachteil für ihn wird.
Was soll ich tun? Ihn in Ruhe lassen? Wenn ja, wie lange? Wir haben noch viele Dinge, die getauscht werden müssten, obwohl ich das natürlich auch nicht will.
Ich weiß nicht weiter 😪
