Tiefes-Meer
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wovon sprichst Du jetzt ? Von dem , was ich als Ideal bei einer Trennung beschrieben habe ? (Bereitschaft zu einem Abschluss-Gespräch). Oder davon , dass ghosten im Grunde doch egal ist .....
Falls es Dir um letzteres geht, hätte ich ein krasses Beispiel. In meinem erweiterten Bekanntenkreis ist vor einem Jahr ein Mann unvermittelt verschwunden. Spurlos. Man fand sein geparktes Auto, darin seine Börse, sein Handy. Seitdem - Nichts. Seine Frau quält sich mit der Frage - "Wurde ich verlassen ? Oder ist mein Mann tot ? Wurde er Opfer eines Verbrechens ? Irrt er womöglich mit einem Gedächtnisverlust durch die Welt ? ". Wie will man da abschließen ?
Der Fall ist krass und es gibt sicher eine Menge Graustufen. Wo nach ein paar Tagen klar wird, dass der kommentarlose Verlasser immerhin noch lebt. Diese paar Tage aber, wenn die Dir ein Mensch, den Du liebst, billigend zumutet. Nur um es selber bequem und konfliktfrei zu haben. Die sind heftig. Und diese Erfahrung, dass Dir jemand das billigend zugemutet hat, die kriegst Du nicht einfach mit dem Kopf weg. Von wegen - "der ist ein Idiot". Die steckt erstmal in den Knochen.