Guten Morgen allerseits!
Ich möchte mal etwas Input nachgeben und würde mich über Eure Meinungen und Einschätzungen sehr freuen.
Was mich an meiner Trennung durch meine Exfrau auch ziemlich gefrustet und enttäuscht hat war, dass ihrerseits null Interesse an einer Rettung der Ehe bestand.
Sie ging fremd, verliebte sich in einen 30 Jahre älteren Mann und war mit ihm intim, während ich mit ihr noch beep hatte!
Was mich hier im Forum immer wieder fasziniert (ganz besonders von den Damen, nicht böse sein, es fällt aber immens auf!):
Viele Frauen versuchen auf Gedeih und Verderb, ihre Beziehung zu retten. Egal, ob der Mann sie betrog, belog oder was auch immer anstellte, die Frauen laufen hinterher!
Wieso hatte ich nicht "dieses Glück"? Dann wäre die Ehe vielleicht zu retten gewesen. .
Von meiner Ex kam - gar nichts. Die schloss mit einem mal von hier auf jetzt ab. Verließ mich, die Tiere, den gekauften Resthof -einfach alles. Da frage ich mich schon oft: Hat sie mich jemals richtig geliebt oder war ich einfach nur zum passenden Zeitpunkt der zeitweilige Versorger, bis sie jemanden "besseres" fand wie Geld-Opi? Warum hat sie nicht gekämpft?
Wenn ich hier in den Foren lese, was manche Foris veranstalten, um ihre jeweilige Beziehung zu retten, weiß ich um meine geringe Wertschätzung bei meiner Ex. "Wieso kämpft nicht mal eine Frau für mich?", hatte ich mal meine Psychologin gefragt.
Meine 1.Freundin verlor ich an meinem besten Freund, meine 2.Freundin an einem sehr guten Freund und Bekannten und meine Exfrau verliere ich an einem alten "Sack", der ihr Klient war!

Man glaubt es kaum.
Die Psychologin hatte auch keinen Rat parat, meinte nur den typischen Satz: Da steckt man nicht drin, manche sind so. Nur, warum sind meine Exen so gewesen? Hätten die das nicht anderswo sein können? Habe ich nicht auch mal eine treue, ehrliche, aufrichtige Frau verdient? Wahrscheinlich nicht. Warum auch immer. .
Deshalb bin ich wohl auch sehr vorsichtig bei etwaigen neuen Bekanntschaften, die sich aber auch in der Zahl sehr überschaubar halten seit meiner Trennung. Für einige Menschen ist bei der Partnerwahl oft schon ein kleines Detail ein Grund, nicht mit jemandem zusammen zu kommen. Mal ist es das Aussehen, mal das Vermögen, mal die unterschiedlichen Interessen und und und.
Bei mir ist es vor allem eines: Ich muss das "absolute" Gefühl haben, dass diese betreffende Frau in keinster Weise mein Vertrauen missbraucht und ich ihr vollends vertrauen kann. Klar, es muss sich aufbauen beim Kennenlernen. Aber bisher habe ich immer schon im Anfang gespürt, dass eine Frau nicht astrein zu sein scheint. Bisher hat es sich immer bestätigt, meistens in der Gestalt, dass diese Damen entweder schon vergeben sind (suchten also eine Affäre und "Nebenbeschäftigung") oder parallel weitersuchen (ein absolutes No Go für mich als alleinlebender Single, wenn ich jemanden kennenlerne).
Daher könnte ich niemals eine Beziehung mit einer Frau anfangen, die von sich aus aktiv eine Affäre betrieb. Solche Menschen sind in meinen Augen weder vertrauens-, noch beziehungswürdig. Sorry an etwaige betreffende Frauen. Aber was ich als liebender Mann in einer Beziehung erwarte, ist Anstand und Respekt. Das muss auch mein Massstab an mir sein. Wenn es in einer Beziehung nicht mehr läuft, geht man
anständig auseinander und betrügt nicht!
Meine Ex hat diese Regel gebrochen - leider. Somit auch in meinen Augen eine unwürdige Person.
Der "Hammer" war ja noch, als sie beim Next schon eingezogen war, kam sie nach kurzer Zeit abends bei mir an, in einem Mantel bekleidet, darunter sie in Dess. und Reizwäsche. Wollte mit mir beep machen, weil es ihr neuer Mann nicht bringen würde im Bett (!)

. Sie würde ihn lieben (oder wohl eher sein Vermögen

), aber sie brauche einen "Kerl", einen Mann, der sie richtig "rannimmt" (so ihr Wortlaut) und sie meinte, wir könnten ja dann eine Affäre haben, aber sie bleibe bei ihm und würde ihn ehelichen.

Dann ließ sie ihren Mantel fallen und forderte mich auf, über sie herzufallen. .
Das war genug der Ansage ihrerseits, dann kam "meine" Reaktion: Wortlos, aber deutlich:
Ich hob den Mantel auf, legt ihn ihr um, packte sie am Arm und warf sie raus!
Mein letzter Satz damals: "Das war´s!" Und Tür zu und Ende Gelände.
Ich denke, jetzt versteht ihr, warum ich mich in Affärenthreads nicht mehr groß äußere, es hat mich schon ziemlich getriggert und ruft alte, längst vergessene Erinnerungen wach, die ich nicht wieder haben möchte. Schade, dass der Schlaganfall diese nicht auch gelöscht hat. Andererseits, so ist es mir stets eine Warnung und Mahnung, eine etwaige neue Frau/Partnerin erst einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Und wie gesagt, ich nehme da andere Massstäbe als der Rest der Männerwelt. Das Optische ist da eher sekundär, sofern die betreffende Dame nicht rumläuft wie sonst etwas (so ein Mann hätte ja auch bei keiner Frau eine Chance

).
Darum gehe ich auch anders vor beim Kennenlernen: Die Frau muss mir beweisen, dass sie an mir Interesse hat. Darum suche ich auch aus, nicht die Frau. Und dieses antiquierte "Mann muss Frau erobern" gibt´s bei mir nicht (mehr). Das ist eh überholt, es gibt genug Alternativen auf dem Singlemarkt. Sorry, soll nicht despektierlich wirken, aber ich mache dieses "evolutionäre Fehlspiel" nicht mit. Und es ist auch eine völlig falsche Einschätzung, eine Frau wirke uninteressant, wenn sie dem Mann nachjagt. Ganz im Gegenteil. Ich erwarte da einen ausgeglichenen "Wettbewerb" und kein einseitiges, von Mann hervorgeführtes Werben. Wenn eine Frau das von mir erwartet, ist sie falsch bei mir. Diesen "Fehler" habe ich in der Vergangenheit gemacht und was hat es mir gebracht?
Zwei Freundinnen, mit denen ich lange zusammen war und die mich mit guten/besten Freunden betrogen sowie eine Ehefrau, die mich nach getaner "Versorgungsarbeit" (als das letzte Kind ausgezogen war) wegwarf. Das wird mir nie wieder passieren!
Darum, die Spielregel in Sachen Frauen kennenlernen bei mir läuft jetzt so:
Sie werben und müssen die ersten glaubwürdigen Schritte machen, ich selektiere und binde. Nicht umgekehrt. Und ich lasse mir Zeit, 3,5 Jahre sind ja eh schon um, was soll´s?
Und wenn da keine passende Frau gefunden wird, dann lass´ ich es eben bleiben. Ich muss keine Frau haben, um glücklich zu sein, ich bin mit mir soweit sehr zufrieden. Eine Freundin/Partnerin wäre das "Sahnehäubchen", die sich meiner aufrichtigen Liebe und Zuneigung sicher sein kann. Aber sie muss es wert sein und es beweisen. Ansonsten - GAME OVER!
Auch wenn ich lange keinen beep, kein Kuscheln, kein Küssen etc. mehr hatte, so kann ich aber auch sagen:
Ich hatte seither auch keine Bauchklatscher mehr. Und das ist mir mittlerweile sehr wichtig geworden.
Vielleicht fühlt sich jetzt die eine oder andere Frau angegriffen oder in ihrer "geschlechtlichen Rolle" deplatziert, aber es sollte auch mal anregen, das eigene Tun und Treiben zu hinterfragen und sich selbst mal zu prüfen, ob sie nach außen hin zu einem Mann auch das Gefühl vermitteln: Den will ich, den liebe ich, der kann mir vertrauen.
Denn das habe ich bisher nicht vorgefunden und kommt auch selten rüber. Leider. Daher bin ich alleine und ich vermute, dass ich es noch lange bleiben werde, weil ich (leider) auch den Eindruck habe, dass Frauen trotz Emanzipation etc. es immer noch nicht gelernt haben, dass die antiquierten Werbestrategien heutzutage bei den Männern nicht mehr so ziehen wie gewünscht. Sind vielleicht auch deshalb viele Frauen alleine? Wer weiß, wer weiß. .
Neue Zeiten, neue Lebensweisen könnte man sagen. Das ist das Gute mit beim Neuanfang: Keine Enttäuschungen mehr!
Ich wünsche allen Foris ein schönes Wochenende!
L.G.
Euer Udi