Schlurfi2020
Gast
Zitat von Nachtlicht:Ich finde es lieb gemeint wie die User dich trösten möchten Cärry aber ich fürchte einige Ratschläge hier werden dich eher in einem Verhalten bestärken, das dir selbst schadet.
Es geht hier ja nicht darum sich für einen anderen zu verbiegen, sondern sich in mehr Selbstbewusstein und im Aushalten von kleinen Unsicherheiten zu üben, anstatt sich mit seinen Ängsten an einen fast fremden Menschen zu wenden in der Erwartung, dass dieser einem die eigenen Sorgen nun nehmen möge. Mit deiner Unsicherheit umzugehen, ist aber zuallererst mal dein Job und nicht der eines anderen Menschen.
Der Kandidat hier jedoch ist nicht ihr Partner.
Sondern jemand, der gerade angefangen hat sie überhaupt mal ein bisschen näher kennenlernen zu wollen.
Den dann direkt so zu überfrachten mit den eigenen Ängsten und der geringen Impulskontrolle geht in der Regel nach hinten los, insbesondere wenn das Gegenüber jemand ist der vor allzu engen und eifersüchtigen Beziehungsformen zurückschreckt.
Was du dir aber jetzt klar machen solltest, liebe Cärry, ist dass du nichts wirklich falsch gemacht hast - denn wenn der Mann sich jetzt deswegen zurückzieht, hätte er dies früher oder später ohnehin getan, wenn sich auf andere Weise herausgestellt hätte, dass ihr halt nicht gut zusammenpasst wenn einer eifersüchtig und unsicher ist und der andere sich davon gestresst fühlt, weil er die Dinge lockerer sieht. In dem Fall wärst du besser dran, wenn es jetzt vorbei ist, als wenn du nach ein paar Wochen noch mehr Gefühle entwickelt hättest.
Wie gesagt, ein Kennenlernen beinhaltet IMMER auch die Option herauszufinden, dass man nicht zusammenpasst, und das ist auch völlig okay. Also gräm dich nicht zu sehr, eventuell etwas verbockt zu haben, schau ob und was sich mit dem Herrn noch ergibt und nimm das als Gelegenheit, an deinen Ängsten und Unsicherheiten zu arbeiten. Lohnt sich, versprochen.
@Nachtlicht
Hallo.
Entgegen dem, wie ich sonst hier Beiträge zitiere, habe ich mich entschlossen ,hier alles zu zitieren, weil da auch eine Menge Zündstoff steht und manche Aussage nicht so stehenbleiben sollte.
Du reagierst auf die Aussage von FrauDrachin damit, dass es sich nicht um einen Partner handelt. Ja, momentan noch nicht, aber er sollte ja der Partner werden. Und mit einem Menschen den ich kennenlerne zwecks Aufbau einer Partnerschaft,da denke ich mal,redet und denkt man anders als mit einem Arbeitskollegen oder,wie Du sagst,völlig fremden Menschen.Dieser Mensch soll ja nicht fremd bleiben,der soll in das eigene Leben einziehen. Und da ist es auch eine Frage, wie ich mich präsentiere und was ich für Erwartungen habe. Und vor allem, wie ich das zum Ausdruck bringe. Und da meint ja selbst die TE,dass sie den potentiell möglichen Partner wohl geschockt hat.
Wo ich mit Dir übereinstimme ist, dass ein Kennenlernen auch das Recht beinhaltet, einen Menschen auch als nicht gut zusammenpassbar einzustufen und sich zurückzuziehen.Da haben beide ein Recht drauf, dass könnte der betreffende Mann in der Geschichte ja auch wahrgenommen haben.Aber soweit ist es doch noch gar nicht, auch immer diese Tipps mal soll der sich melden, mal sie und überhaupt, wenn nicht das und das passiert,ist der raus, weil ja das eigene Selbstbewusstsein wichtiger ist als erwachsenes Verhalten. Wie oft liest man das hier und auch das ist einer der Gründe,warum ich nie wieder auf Partnersuche gehen werde.Dieses Verhalten ist geradezu kindisch und lächerlich.Man kann doch ehrlichen erhobenen Hauptes sagen: Sorr, das passt nicht und ich wünsche Dir weiterhin alles Gute. Was ist daran so schwer? Räume ich damit eine Niederlage ein? Mindert es meinen Wert?
Aber die letzte Aussage in diesen Beitrag oben, der könnte missverstanden werden: Man soll Gelegenheiten wie Kennenlernen nutzen, an seinen Ängsten und Unsicherheiten diese abzuarbeiten. Habe ich das so richtig verstanden? Wenn ja, dann aber Hallo! Ein Mensch, den ich kennenlerne, ist kein Therapeut für mich. Das soll doch in ihrem Fall ein gleichwertiger, auf Augenhöhe stehender Mann sein oder habe ich das falsch verstanden, dass die TE einen Therapeuten sucht? Das ist nämlich nicht die Aufgabe eines potentiellen Partners und wenn mir so eine Frau in der Theorie begegnen würde, die sich an mir daran austobt, ihre Eifersucht, Ängste und Unsicherheiten auszutoben, dann wäre aber ganz schön was los. Sie beziehungsweise jede Frau erwartet doch bei einem Kennenlernen,dass der Mann in sich gefestigt ist. Zumindest würde ich das mal voraussetzen, zumal das hier auch in den Foren in etlichen Themen ja immer wieder groß- und vollmundig betont wird,was natürlich für beide Bewerber gilt.
Einem Menschen zu raten,sich in Kennenlerndates aber die eigenen Ängste etc. abzuarbeiten,das finde ich sehr bedenklich. Machst Du sowas auch bei Deinen Dates? Ich denke und hoffe, ich habe es falsch verstanden. Trotzdem sollte sich auch die TE Gedanken machen dürfen, was sie vielleicht nicht gut gemacht hat. Wenn sie selbst sagt und betont, den Mann damit konfrontiert zu haben, dann war es ein Fehler,da ist nichts dran schönzureden. Das gehört sicherlich mal auf dem Tisch,aber nicht bei den ersten Dates,wenn man sich noch völlig fremd ist. Das kann ich später einfordern,wenn ich mag und muss.
Aber wer sagt denn,dass er, der Mann, vielleicht von ihr gar nicht so positiv angetan war? Da kann man bis ins Hunderste spekulieren und kommt nicht weiter. Die einfachste Lösung ist: Nimm das Telefon,ruf ihn an oder sende eine Nachricht und warte die Reaktion ab. Aber aus Trotz und Ego nichts machen, gleichzeitig aber rumjammern und hoffen, er möge sich doch melden: Sorry, das ist kindisch und würde bei mir,nachdem, was die TE verbockt haben "könnte", genau das Gegenteil auslösen. Nämlich sich zu verabschieden und viel Distanz zwischen ihr und mich bringen.
Habe noch einen schönen Restsonntag.
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