Zitat von Mel76: Er kennt die seit Ende September. War eine Bauherrin von ihm. Hat sich dann im Oktober entwickelt. Als es Ende November raus kam, unser Sohn hat es aufgedeckt, lief es laut seiner Aussage 2 Wochen. Es tat ihm alles so leid. Er wollte es ungeschehen machen. Zog nach anfänglicher räumlicher Trennung wieder ein. Er meinte Anfang Dezember, er hat noch Gefühle für mich, aber die nicht mehr so stark seien und sei noch nicht 100 % wieder da. Er ist unzufrieden.
Ist mit den Wochen immer distanzierter geworden. Hat Anfang Januar gesagt, er habe momentan keine Gefühle mehr.
Oh, was für ein Auf und Ab – hin und her zwischen Nähe und Distanz. Das muss unglaublich kräftezehrend für dich gewesen sein.
Wie geht es deinem Sohn damit, dass er es aufgedeckt hat? Darf ich fragen, wie er es herausgefunden hat und wie es dann ans Licht kam?
Hast du selbst nichts gemerkt, oder hat dein Bauchgefühl etwas angezeigt, aber du konntest es nicht richtig greifen?
Zitat von Mel76: Er weiß nicht, was er möchte. Er sagte zu mir, dass ich mir doch eigentlich einen anderen Mann wünsche.
Oh, wie "nett" von ihm, dass er denkt, du hättest eigentlich einen anderen (besseren?) Mann verdient.
Da fragt man sich doch fast: Wenn er wirklich davon überzeugt war, warum hat er nicht vorher mit dir gesprochen, bevor er in die Affäre ging? Ist dir mit Offenheit, Klarheit und Respekt begegnet wo es wirklich nötig gewesen wäre.
Und warum musste es überhaupt über euren Sohn ans Licht kommen, statt dass er selbst Verantwortung übernommen hätte?
Zitat von Mel76: Habe dann in sein Handy geschaut Anfang Januar, gesehen das er sie Mitte Dezember angeklingelt hat und ihre Nummer noch abgespeichert hat.
Und während er vorgibt, nicht zu wissen, was er will, und fest davon überzeugt ist, dass du dir ja einen „besseren“ Mann wünschst, handelt er hinter deinem Rücken weiter und schürt das Feuer schon weiter . Das ist wirklich verletzend und zeigt, dass er wenig Verantwortung für seine eigenen Entscheidungen übernimmt.
Zitat von Mel76: Wir wollten am 22.01. in den Urlaub zusammen mit unserer Tochter fliegen. Habe dann überreagiert und bin alleine mit meiner Tochter und meinte er soll ausziehen. Das habe ich bereut. Ihm auch geschrieben, er muss nicht ausziehen.
Da hast du kurzzeitig Kante gezeigt – und bist dann doch wieder eingeknickt. Das ist völlig verständlich und soll kein Vorwurf sein, sondern nur eine sanfte Feststellung.
Und was macht er....er nutz die gebotene Möglichkeit und tut das hier
👇 Zitat von Mel76: Er muss sich gleich mit ihr getroffen haben. Hatte ihn gefragt, ob er zu ihr zieht, er meinte, weiß er noch nicht.
Mein großer Sohn hat mir vor 2 Tagen erzählt, dass er sich klar entschieden hat, dass er das mit uns nicht mehr möchte. Er sagte, die Affäre ist nicht der Trennungsgrund. Er möchte in die Zukunft schauen, Fitness machen und das machen, was ihn glücklich macht.
Anstatt sich einmal in Ruhe mit sich selbst auseinanderzusetzen, zu reflektieren und in sich zu gehen, handelt er sofort weiter – trifft sich gleich wieder mit ihr. Es ist, als würde er gleichzeitig Schadensbegrenzung betreiben, Nebelkerzen zünden und sein Selbstbild möglichst sauber halten. Das zeigt sehr deutlich, dass er gerade vor allem auf sich selbst fokussiert ist, nicht auf Verantwortung oder Rücksichtnahme.
Zitat von Mel76: Ich bin der Meinung ist voll die midlife Crisis. Er ist attraktiv und sieht 10 Jahre jünger aus. Sie ist 18 Jahre jünger als er.
Ich komme am Freitag aus dem Urlaub zurück, dann möchte er mit mir reden. Ich will es gar nicht hören. Habe Angst das er gleich zu der zieht, da er ja so schnell keine Wohnung findet. Ich kann nicht verstehen, dass man 30 Jahre aufgibt. Es gibt doch in einer Ehe immer mal Höhen und Tiefen. Er ist auch sehr egoistisch, das weiß er auch, dass er nicht einfach ist.
Es kann gut sein, dass es eine Art Midlife-Crisis ist. Statt sich seinen Gefühlen und Entscheidungen wirklich zu stellen, scheint er gerade den leichteren Weg zu wählen – fast so, als könnte man bei Schimmel einfach eine neue Tapete drüberkleben und alles sei wieder wie neu.
Dabei übersieht er vielleicht, dass er sich selbst und sein ganzes Gepäck mit ins neue Nest nimmt. Auf Dauer wird das nicht spurlos bleiben.
Aber das Wichtige dabei ist: Das ist sein Weg, sein „Päckchen“ – nicht deins.Was das bevorstehende Gespräch angeht: Ich kann gut verstehen, dass du ihm im Moment aus dem Weg gehen möchtest. Du musst dich nicht sofort stellen, und du kannst jederzeit das Gespräch abbrechen, wenn es dir zu viel wird. Es liegt bei dir, wie viel du zulässt und wie du dich schützt.
Ach, ich drück dich jetzt einfach nochmal ganz lieb.
🤗 Ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie überwältigend und schmerzhaft das gerade für dich ist – dieser Gefühlssturm, die Verwirrung und die Wut. Manche meiner Formulierungen waren bewusst etwas bissig – nicht, um dich zu treffen, sondern um dir klar zu spiegeln, was er gerade tut und wie er handelt. Ich wollte dir damit helfen zu sehen, dass sein Verhalten nichts über deinen Wert aussagt.
Du darfst gerade ganz bei dir sein, deine Gefühle spüren und dir erlauben, dass es schwer ist. Es ist völlig in Ordnung, dass dich dieser Gefühls-Tsunami überrollt.