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Hass oder Liebe

MissLilly
Zitat von Kadi:
Man kann auch funktional und freundlich vor den Kindern sein und sein eigenes Ding machen.

Klar geht das, allerdings nur dann wenn Mama und Papa sich grundsätzlich wohl gesonnen sind und auch "gönnen" können.
Ich frage mich allerdings wie man "sein eigenes Ding" machen will, wenn der Ehe"Partner" mitten in ein berufliches Meeting platzt und einem das 1 Jährige Kind (quasi als Waffe) in den Arm drückt, nur um seine "Macht" zu demonstrieren oder Telefonterror veranstaltet, nur um sicherzustellen zu können, dass diese "Macht" auch weiterhin Bestand hat?

x 3 #106


MissLilly
Zitat von Kadi:
Ja, ich weiß, das hört sich moralisch verwerflich an, aber was ist die Alternative?


Schei...mal auf die Moral, denn die ist offenbar das kleinste deiner ganzen Probleme....


Zitat von Kadi:
Das gab mir so viel Sicherheit und ein so gutes selbstwertgefühl dass ich das Gefühl hatte, alles viel klarer zu sehen.


Zitat von Kadi:
Nein, ich fragte nicht nach Ihrer Nummer,


Wenn du absolut sicher stellen möchtest, vom Regen in die Traufe zu kommen dann solltest du- wenn du das nächste Mal auf eine solche Frau triffst- auf jeden Fall nach der Nummer fragen.

#107


A


Hass oder Liebe

x 3


GreenTara
@Kadi
Zitat von Kadi:
Sie will weiterhin, dass ich für die Kinder und Sie da bin, nur ohne Intimitäten. Sie brauch zurzeit Abstand und kann mir aktuell nichts geben. Aber ich könnte mir doch eine Geliebte zulegen, war Ihrer Aussage. Die sie danach wieder revidierte.

Das Revidieren bestand doch darin, dass die dir Gnaden6 angeboten hat, oder?
Das ist ja jetzt kein Situation, unter der eine Nachverhandlung ihrerseits Berechtigung hätte.

#108


Malatesta
Zitat:
Gleichzeitig erlebe ich, dass Kinder vor allem dann stabil bleiben, wenn die Erwachsenen innerlich klar, emotional erreichbar und in sich stimmig sind, unabhängig davon, ob sie zusammenleben oder getrennt.

Die differenzierten Betrachtungen von QueenA zum Kindeswohl sind überaus einsichtig, beschreiben ein Erziehungsideal.
Es geht demnach darum, als Elternteil wahrhaftig zu sein und das sensible Gespür der Kinder für Unstimmigkeiten im Verhältnis der Eltern untereinander zu berücksichtigen. Das feinfühlige Sensorium der Kinder ernst genommen, verlangt es Einfühlsamkeit, den empfindsamen Kinderseelen unangenehme Wahrheiten schonend beizubringen, bevor die Leugnung einer Zerrüttung destruktiv wirksam ist und das Eltern/Kind-Vertrauen nachhaltig beeinträchtigt. Die Abwägung zwischen Schonung und Zumutung liegt in der Verantwortung der Eltern und in diesem Fall hauptsächlich beim Vater.

Seine Handlungsmöglichkeiten sind im Spannungsfeld zwischen seinen eigenen Bedürfnissen, der Verantwortung für das Seelenheil der Kinder und im Umgag mit dem wankelmütigen, unberechenbaren Verhalten der Mutter arg eingeschränkt. Ihre sprunghaften Stimmungsschwankungen sind wahrscheinlich eine ständige Quelle von emotionaler Verunsicherung im Familienleben (gewesen), ganz gleich wie geschickt, besonnen und schützend der Mann ihre Launen und Eskapaden auszugleichen vermag bzw. bis dato vermochte.

Die Rolle der Mutter ist im Spannungsfeld der Motive und Handlungen in der Erörterung bisher unterbelichtet geblieben. Sollte bei ihr tatsächlich eine ausgewachsene Borderline-Störung vorliegen (Wenn 8 von 10 Kriterien für eine erste diagnostische Anschätzung erfüllt sind, kann davon ausgegangen werden!), kann im vorliegenden Fall schlechterdings der Anspruch von idealerweise einsichtigen Eltern eingelöst werden, die das Beste für ihre Kinder auch im Trennungskonflikt wollen.
Borderliner walten unbewußt tyrannisch, das plötzliche Umkippen von Nähe in Distanz, von Zuwendung in Ablehnung, ist auch für den mental stabilsten Partner nur schwer zu händeln und eine Extrembelastung. Und nun stelle man sich die Verwirrung von unbedarften Kindern vor, die schutzlos der Launenhaftigkeit der Mutter ausgesetzt sind?

Der Vater wird ernsthaft über die Frage des Sorgerechts nachdenken müssen, wenn er die Verantwortung für das Wohlbefinden seiner Kinder dauerhaft tragen will, wovon aufgrund seiner bisherigen glaubwürdigen Bekenntnisse auszugehen ist, trotz nachrangig widersprüchlicher Aussagen, die in die ungewisse Zukunft spekulieren.

Er sollte sich professionellen Beistand suchen, wäre mein gutgemeinter Rat.

x 2 #109


QueenA
@Malatesta Hallo

Ich verstehe, dass du dich auf die beschriebene Borderline-Vermutung beziehst. Trotzdem finde ich es wichtig, damit vorsichtig zu bleiben. Zwischen einzelnen passenden Merkmalen und einer wirklichen Diagnose liegt ein großer Unterschied, das lässt sich aus der Distanz und über ein Forum nicht seriös klären.

Unabhängig davon hilft es aus meiner Sicht mehr, den Blick auf die gesamte Familiendynamik zu richten als auf Schuld. Kinder erleben die Atmosphäre, Spannungen und emotionale Verfügbarkeit beider Eltern, nicht nur das Verhalten eines Einzelnen.

Auch ein sehr bemühter Elternteil kann nicht alles auffangen, wenn das System insgesamt dauerhaft belastet ist. Deshalb kann professionelle Unterstützung absolut sinnvoll sein, nicht um jemanden zu bewerten, sondern um Klarheit und tragfähige Lösungen im Sinne der Kinder zu finden.
VG

x 1 #110


Malatesta
@QueenA
Was die Vorsicht bei Ferndiagnosen angeht, gebe ich dir absolut recht.
Der TE selbst hat die Vermutung durch eine eigene Checkliste der Syndromanzeichen in das Forum gestellt, ich habe zuvor starke Anzeichen aufgrund der Gesamtdarstellung im Konjunktiv aufgegriffen.

Um ,,Schuld" geht es allerdings dabei überhaupt nicht, sondern nur um die Option einer professionellen Abklärung.
Träfe die Diagnose im klinischen Verständnis zu, müßte eine Beratung, wie auch immer, die schwerwiegende Selbst-Fragmentierung berücksichtigen. Die Störung bewirkt psychologisch eine erheblich andere Dynamik im Vergleich zu einem intakten Paar, das sich getrennt hat. Nach allem was der TE bisher dargestellt hat - vorausgesetzt es stimmt - deutet vieles auf ein Borderline-Verhaltenssyndrom bei seiner Ehefrau hin. Es wäre sicherlich hilfreich zum Verständnis der Problematik, das in einer psychologischen Begutachtung abzuklären, um es auszuschließen oder einbeziehen zu können.

Das geschieht ja schließlich auch bei Depressionen und Psychosen.

Ich habe im Bekanntenkreis selbst einen Freund, der in ein unheilvolles Abhängigkeits-Verhängnis mit einer Borderlinerin geraten ist und mächtig mit der Belastung zu kämpfen hat.
Während meines Studiums habe ich mich sehr viel mit Psychoanalyse befaßt, vor allem mit dem Spektrum der narzißtischen Persönlichkeitsstörungen und den Borderline-Theorien von Heinz Kohut und Otto Kernberg.

Auf dieser Wissensbasis und der Rezeption der vorliegenden Fallgeschichte erlaube ich mir den Hinweis auf die Prüfung der möglichen Selbst-Störung - insofern nicht nur aus dem hohlen Bauch vermutet.

x 1 #111


MissLilly
Zitat von Malatesta:
sondern nur um die Option einer professionellen Abklärung.

Ja, allerdings kann sie (leider) niemand dazu zwingen diese Option in die Tat umzusetzen und das entsprechend abklären zu lassen.
Darüber hinaus zählt Borderline zu einer der zahlreichen Formen narzisstischer Persönlichkeits“Störungen“. Selbst versierte Psychologen haben Schwierigkeiten dabei eine solche Persönlichkeit zu erkennen und das nicht selten aus gutem Grund;-)

x 1 #112


Malatesta
@QueenA
Zitat:
Kinder erleben die Atmosphäre, Spannungen und emotionale Verfügbarkeit beider Eltern, nicht nur das Verhalten eines Einzelnen.

Damit sprichst du den Punkt an, um den es mir auch geht, nämlich, wie die Kinder die Eltern erleben.

Wenn die Mutter körperlich erkrankt ist und im Bett liegt, ist es das Normalste von der Welt, die Kinder zu informieren, daß die Mama sich nicht wie gewohnt um sie kümmern kann. Die gleiche Selbstverständlichkeit sollte auch im psychischen Ausnahmezustand gelten, der auf Kinder verstörend wirken kann. Auf gleiche Weise wie bspw. bei einer akuten Multiple Sklerose kann den Kindern erklärt werden, daß die Mama sich leider aufgrund einer "unsichtbaren Erkrankung" eigenartig verhält. Dazu sollte sichergestellt sein, ob eine schwerwiegende Störung des Selbst vorliegt oder nur ein launenhaftes Verhalten, welches die Frau bei guten Willen reflektieren und abstellen könnte.

Liegt eine pschyische Erkrankung zugrunde, die der Betroffenen selbst nicht bewußt ist, verändert die Diagnose die Beratungssituation sowie Hilfestellung - ähnlich schwierig wie bei Suchterkrankungen und letztlich geht es um das Kindeswohl.

x 1 #113


Malatesta
@MissLilly
Die Untersuchungsrenitenz verstärkt in vielen Fällen genau die Tragödie.
Das ist ähnlich gelagert wie bei Suchtkranken, die ihre Abhängigkeit leugnen.
Bei Borderlinern kommt erschwerend hinzu, daß sie unauffällige Phasen haben, sozial integriert leben, bis sie wieder einen der berüchtigten Spannungs-Kippunkte erreichen und die eingelebten zwischenmenschliche Verhältnisse ins Chaos stürzen.
Dem besagten Freund hat eine Attacke von seiner Borderline-Freundin der halbe Daumen gekostet, den sie wie von Sinnen in dem Wutanfall abgebissen hat. Zwei Wochen später wollte sie wieder bei ihm einziehen als wäre nichts gewesen.
Er ist nicht zu beneiden.
Es gibt in solchen krassen Fällen nur den Eigenschutz und keine empathischen Gespräche mehr, mehr denn je, wenn Kinder der unberechenbaren Gewalt eines Elternteils ausgesetzt sein könnten.

x 1 #114


K
Zitat:
Seine Handlungsmöglichkeiten sind im Spannungsfeld zwischen seinen eigenen Bedürfnissen, der Verantwortung für das Seelenheil der Kinder und im Umgag mit dem wankelmütigen, unberechenbaren Verhalten der Mutter arg eingeschränkt. Ihre sprunghaften Stimmungsschwankungen sind wahrscheinlich eine ständige Quelle von emotionaler Verunsicherung im Familienleben (gewesen), ganz gleich wie geschickt, besonnen und schützend der Mann ihre Launen und Eskapaden auszugleichen vermag bzw. bis dato vermochte.

Danke, das trifft den Nagel auf den Kopf.

Das mit der Borderline-Störung nehme ich ernst, dennoch gehe ich nicht davon aus, dass sie unbedingt eine haben muss. Würde aber einiges in ihrem Verhalten erklären.
Ich habe mich auch bei ihr in Vergangenheit immer wieder darüber beschwert, dass die gesamte Last ihrer Launen auf meinem Rücken ausgetragen wird. Und wenn ich mal einen schlechten Tag habe, dann fällt das ganze Kartenhaus in sich zusammen und sofort eskaliert es. Sie ist noch nie, und das meine ich so, noch nie einem Streit aus dem Weg gegangen. Zum Glück sind wir viel beschäftigt und die Kinder tun ihr Übriges, sodass wir uns sehr einfach aus dem Weg gehen können.
Trennen geht nicht. Zusammenbleiben geht nicht. Hinzukommt, dass ich ihr nicht zutraue, den Haushalt bzw. die Finanzen alleine zu führen. Da bleiben nicht mehr viele Optionen.

#115


Malatesta
Zitat:
Das mit der Borderline-Störung nehme ich ernst, dennoch gehe ich nicht davon aus, dass sie unbedingt eine haben muss. Würde aber einiges in ihrem Verhalten erklären.

Genauso war es meinerseits auch nur gemeint, als eine Ergänzung deiner Überlegungen, die du zusätzlich in Betracht ziehen kannst. Zu der Borderline-Mutmaßung hat auch QueenA einen bedenkenswerten Einwand hinterlassen, überdies hat sie deine Haltung und Einschätzung hinterfragt, verschiedene familiäre und elterliche Einflußfaktoren beleuchtet, die eine schädliche emotionale Wirkung auf die Kinderpsyche haben können.

Du hast lange genug mit deiner Frau zusammengelebt, um ihre Verhaltensmuster treffend beschreiben zu können und hast das jetzt ansatzweise auch getan. Das sind nützliche Hinweise für das Verständnis deines Ansinnens im Thread. Je genauer die familiäre Konflikt-Situation dargelegt ist, auch selbskritisch der eigene Anteil, desto präziser können die Stellungnahmen derjenigen ausfallen, die hier Anteil nehmen an deiner Lage.

Dein Dilemma ist mir zwischenzeitlich einsichtiger geworden. Was mir noch nicht aufgangen ist, sind deine Motive für den Erhalt des äußerlichen Familienensembles angesichts deiner Zwiespältigkeit und des Spagats, den du gerade vollführst.

Worum geht es dir? Tatsächlich um die Einheit der Familie, der Kinder wegen, um die vermeintlich heile Welt aufrecht erhalten? Oder sind es nicht eher weltanschauliche, kulturelle Zwänge, die dich abhalten, einen klaren proaktiven Kurs einzuschlagen und notwendige Entscheidungen zu fällen? Bringst du es moralisch nicht über`s Herz, deine Frau im Stich zu lassen, die ökonomisch und sozial allein nicht klar käme? Scheust du dich vor einem offenen Konflikt, in der Befürchtung, daß dann alles außer Kontrolle geraten könnte, den Zusammenbruch des fragilen Kartenhauses, das du mit enormen Einsatz stabil halten mußt? Wie lange reicht die Kraft noch?

Irgendetwas fehlt aber auch noch im Gesamtbild, für das Verständnis deiner Blockade, wichtige Puzzlestücke, die deine Zwangslage erklären.

Hast du mal eine Scheidung erwogen?

#116


K
@Malatesta
Zitat:
Tatsächlich um die Einheit der Familie, der Kinder wegen, um die b´vermeintlich heile Welt aufrecht erhalten? Oder sind es nicht eher weltanschauliche, kulturelle Zwänge, die dich abhalten, einen klaren proaktiven Kurs einzuschlagen und notwendige Entscheidungen zu fällen? Bringst du es nicht über`s Herz, deine Frau im Stich zu lassen, die ökonomisch und sozial allein nicht klar käme? Scheust du dich vor einem offenen Konflikt, in der Befürchtung, daß dann alles außer Kontrolle geraten könnte, den Zusammenbruch des fragilen Kartenhauses, daß du mit enormen Einsatz stabil halten mußt?

Das spiegelt meine Gedanken wider. Es ist von allem etwas.
Wir haben oft darüber gesprochen, uns scheiden zu lassen, aber nie wirklich erwogen, es durchzuziehen. Ich merke, ihr geht es nicht gut. Seit dem Tod Ihres Bruders, der mehr ein Vaterersatz war und selbst auch wirklich schwere psychologische Probleme hatte, ist es deutlich schlimmer geworden.
Sie selbst merkt auch, dass etwas mit ihr nicht stimmt, weshalb sie zu einem Psychologen wollte. Aber dann fehlt ihr wieder der Antrieb, es auch wirklich durchzuziehen. Seit zwei Tagen zieht sie sich wieder zurück und ich merke, wie viel Kraft es sie kostet, mir gegenüber freundlich zu bleiben. Sie ist allgemein schlecht gelaunt, wenn sie zu Hause ist. Ja, ich sehe ein, dass eine Trennung besser wäre. Aber in erster Linie nur für mich. Nicht für die Kinder.

#117


F
Zitat von Kadi:
Aber in erster Linie nur für mich. Nicht für die Kinder.

Wieso wäre es für eure Kinder schlecht, wenn du sie aus dem Einflussbereich einer - aus deiner Sicht - psychisch instabilen und möglicherweise psychisch kranken Mutter etwas weiter entfernst und z.B. mit den Kindern eine eigene Wohnung beziehst?
Wenn sie alleine mit den Kindern - aus deiner Sicht - nicht zurecht kommt und euer Zusammenleben einem Pulverfass gleicht, dann wäre es wohl vernünftig, wenn die Kinder mehrheitlich bei dir wären, oder nicht?

Oder möchtest du dir die Kinder nicht "an den Hals binden"?

Zitat von Kadi:
Wir sind mit über 40 alt genug um unsere Gefühle zu kontrollieren

Das konnte man wirklich wenigen deiner Beiträge entnehmen.

Zitat von Kadi:
während einer immer abwesend ist, und Sie sich auch denken können, was in der Zeit passiert,

What?!
Was passiert denn in der Zeit wenn einer abwesend ist?
Bzw. Was meinst du denn, was die Kinder dann denken?

Zitat von Kadi:
Wir reden oder streiten wenn überhaupt nur abends, wenn die Kinder schlafen

Ähm...du bist mehrmals ins Büro geflüchtet, hast dir dort ein Zimmer eingerichtet und da übernachtet.
Das dürfte den Kindern nicht entgangen sein.

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A


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