Cupido
Gast
weil ich mich in all den Monaten sehr intensiv damit befasst habe, was einen so sehr zu diesen Menschen hinzieht, wo sie einem doch wahrlich alles andere als gut tun, noch ein paar Gedanken dazu...
Nun zunächst natürlich die gemeinsame Geschichte, der Liebeskummer...
Aber ich glaube heute dass es eine unbewusste Selbstbehinderung ist.
Auch wenn mal nur noch mal eine Mail abschickt und dem Ex ordentlich die Meinung geigt. Wenn ich das tat, dann weil ich noch immer an all dem Negativen was mein Ex verkörperte und was du auch aufgelistet hast, festhielt. Ich konnte nicht loslassen, da Gerechtigkeit, Liebe what ever einzufordern, wo weit und breit nichts davon vorhanden ist.
Das ist so als wenn man sich anstatt eines frischen Satals eine Zig. reinpfeift oder sich besäuft. Selbstbehinderung. Eine Art Nein zum Leben und zur Liebe.
Man schreit zwar innerlich nach Liebe und Gerechtigkeit...aber man lässt sie selbst nicht zu weil man immer wieder dahin zurück geht, wo sie nicht zu finden sind.
Das versuchte ich in einem anderen Beitrag schon mal zu beschreiben. das Leben blüht und boomt...überall freundliche Leute, sicherlich auch fähige potentielle Partner aber ich sitze da und blicke in ein dunkles Loch, in dem mein Ex sitzt
Warum tue ich das? Wahrscheinlich weil ich selbst Schiss vorm Leben und vor der Liebe habe. Anders lann ich es mir nicht erklären.
Darum ringe ich nicht mehr mit meinem Ex, sondern mache mir immer wieder klar, wo das Problem liegt. Er ist nicht das Problem, er ist nur jemand, der meine Probleme verkörpert. Solange ich ihm noch antworte, ihn nur von irgend etwas zu überzeugen versuche, habe ich mich noch immer nicht für das Leben entschieden.
Sehr oft bin ich inzwischen bei mir und in mir sagt es Ja zum Leben aber hin und wieder switche ich ins alte Muster zurück.
Darum schrieb ich Soul, dass an dieser Trennung im Grunde auch was gutes dran ist. Er ist gezwungen, dieses destruktive Spiel aufzugeben. Ein eniziger Selbstboykott.