Nik92
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Jene Beobachtung erinnerte mich an die eine oder andere Begebenheit, welche ich mit meiner Kurzzeitbeziehung erlebte. Auch ich hielt ihr stets unauffällig etwaige Fahrzeug- und Haustüren auf, sobald wir gemeinsam das Haus verließen. Ich lieh mir sogar im Sommer für einen Ausflug ein altes, gepflegtes Cabrio von einem Geschäftspartner, um das sonnige Wetter bei offenem Verdeck mit meiner damaligen Freundin genießen zu können. An manchen Tagen reagierte meine Kurzzeitbeziehung jedoch abwertend und verbot mir mitunter mein zuvorkommendes Verhalten, da wir mit diesem in der Öffentlichkeit hätten auffallen können. Das war damals äußerst verletzend, schließlich habe ich durch mein Handeln lediglich aufmerksam sein wollen.
Nichtsdestotrotz musste ich heute Abend schmunzeln, als der Herr seiner Partnerin auf dem Parkplatz des Lebensmittelgeschäftes die Tür mit einem breiten Grinsen aufhielt. Sie nahm seine Geste lächelnd und ohne Widerstand an. Scheinbar existieren auf dieser Erde doch noch Frauen, die traditionelles Verhalten von Männern wohlwollend entgegennehmen. Ich denke, ich werde mir mittelfristig ein eigenes Cabrio für die Sommermonate zulegen.
Zitat von Lillilli:Der Therapeut hat eine falsche Prognose gestellt, was passieren kann, offensichtlich geht es dir wieder schlechter. In welche Therapierichtung war er ausgebildet?
Mein Therapeut, den ich bis Dezember 2023 aufsuchte, ist Psychotherapeut. Die Fachrichtung ist mir nicht bekannt und wohl leider auch nicht online recherchierbar.
Eine Fehldiagnose möchte ich nicht unterstellen. Die endgültige Entscheidung, die Therapie nicht zu verlängern und somit zu beenden, traf letztendlich ich.
Zitat von Lillilli:Nachdem es bei dir ja nicht nur um Trennungsschmerz geht, sondern um Einsamkeit generell, wundert es mich nicht, wenn du noch mehr an Unterstützung brauchst.
Ich benötige, so meine ich, keinen Therapeuten, um soziale Kontakte aufzubauen, sondern einen Freund, der mich an schlechten Tagen unterstützt, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Doch in diesem Punkt offenbart sich die Problematik: ohne (privates) soziales Umfeld, keine Freunde - ein klassisches Henne-Ei-Problem.
Zitat von Bücherfreundin:Was meinst du mit "seit jeher"?
In dem konkreten Fall seit meiner Kurzzeitbeziehung, unterbewusst jedoch wohl für die gesamten Abweisungen, welche ich in meinem Leben erfahren habe.
Zitat von Bücherfreundin:Das Thema hatten wir hier vor 8 Monaten doch auch schon. Hast du denn vor dahingehend etwas zu ändern?]
Ich evaluiere derzeit meine Optionen und habe auch bereits erste Versuche in diese Richtung aktiv unternommen. Bisher war ich allerdings noch nicht abschließend erfolgreich. Ich habe zwar 20 Jahre Mannschaftssport betrieben, doch dieses Kapitel ist, trotz weiterhin guter Kontakte, für mich beendet, weshalb ich weiterhin auf der Suche bin.