Zitat @Kylie
Zitat:Gestern hat auch der Bekannte sich gemeldet. Er hat eine lange Nachricht geschickt. Es tut ihm alles sehr leid und er weiß wie schlimm alles sein muss für mich. Er vermisst mich sehr und unsere Treffen. Er versteht aber, das das nicht mehr für mich geht. Er hat auch gefragt ob er nochmal meinen Mann besuchen darf aber das habe ich ihm direkt verboten. Schon wegen Corona. Er hat Verständnis aber wenn alles vorbei ist will er mit mir nochmal reden. Ich möchte ihm nicht weh tun aber ich denke das hat keinen Sinn. Für mich war es nicht so wie er das vielleicht hofft. Ich glaub auch ich brauche erstmal Zeit für mich und die Kinder wenn es vorbei ist. Vielleicht später man wir sehen. Was soll ich ihm da jetzt antworten? Was denkt ihr?
Anteilnahme des Mannes hin oder her - aber...auch Absichten des Mannes hin oder her.
Zitat:
Zitat:Für mich war es nicht so wie er das vielleicht hofft.
Der Satz fiel mir auf. Und ggf. hat sich der Mann mehr erhofft, OHNE darauf zu achten, wie es um deine Gedanken WIRKLICH steht.
Wie damit umgehen - ehrlich zu DIR sein. Du, deine Kinder, deine Familie - ihr seid jetzt wichtig. Sonst niemand.
Und was sollte "vorbei" sein!? Die gesamte Situation wird etwas mit euch allen machen - schließlich wird einer der Mittelpunkte der Familie bald nicht mehr da sein. Erneut zusammenfinden - es wird ein anderes zusammenfinden sein. Euch gerade DANN gegenseitig zu unterstützen...das kommt auf euch alle zu.
Und was dann sein wird - wer will/soll das jetzt schon wissen!? Es wird vieles anders werden/sein. Was das genau sein wird... du kann niemand wissen. Menschen verändern sich nach solch heftigen Ereignissen...und das alles braucht seine Zeit. "Erleichterung", dass es "vorbei" ist? Erleichterung ggf., dass dein Mann erlöst ist!
Als mein Schwager mit 52 verstarb - palliativ bestens versorgt und betreut - da kam dann der Gedanke: "Jetzt ist er von seinen Qualen erlöst!" Ob das "Erleichterung" war - ich weiß es nicht.
Ja...jeder geht mit gleichen/ähnlichen Situationen anders um. Es gibt nie probate Wege aus solch schwierigen Situationen. Sich abzuschotten ist möglich. Sich zu positionieren ist möglich. Allerdings - Körper, Geist und Seele holen sich ungefragt das, was sie brauchen - nach solch extremen Situationen.