Zitat von KBR:Das ist allerdings für mich so ein bisschen wie mit meinem Mathedefizit. Ich weiß, dass ich es habe, also muss ich darauf besonders achten.
ja, so in etwa. Aber so einfach ist das nicht. Ein Mathedefizit erkennt man recht schnell, aber ein Defizit seiner eigenen Persönlichkeit, z.B. sein eigenes Unwissen darüber, was einem im Leben wirklich fehlt, muss man erst mal finden. Wenn man zum Beispiel nicht weiß, dass man solch ein Defizit hat, weil im eigenem Leben eigentlich alles gut lief, dann bekommt man durch eine Affäre erstmal richtig einen auf den Deckel und erst dann ist man bereit auch mal darauf zu achten, warum man sich eigentlich in solch eine destruktive Beziehung verstrickt hat ( nicht alle)
Für Dich ist ganz klar, dass Du auf dich acht gibst, und dich auf solche Lappen nicht einlassen würdest. Aber es gibt Menschen, die haben nie gelernt, wie man auf sich selbst aufpasst. Oder es sogar wieder verlernt. Dachten aber, sie wüssten es. Weil das Leben ja gut lief. Vorallem wenn man Jahrzehnte in einer destruktiven Ehe "gefangen" war, kennt man nichts anderes. Und in solch einem Fall kommen die Lappen in Spiel. Die zeigen einem eine ganz wundervolle Welt. Mit Glitzer und Einhörnern
Diese Lappen sind ganz groß im manipulieren und wenn eine Frau oder auch ein Mann, seine eigene Bedürftigkeit/Mängel seines Selbstbewusstseins nicht spürt,ist der/die ganz schnell darin gefangen. Und ich komme gerne wieder auf die Sucht zurück.
Rauchen macht sich nicht direkt bemerkbar. Man weiß, dass es Mist ist ständig zum Glimmstängel zu greifen, tut es aber trotzdem. Somit achtet man auch nicht auf sich selbst. Denn man nimmt die Gefahr nicht ernst, dass es zu Lungenkrebs führen kann.
Du gehst in eine Affäre ohne von deinem Defizit zu wissen oder verdrängst es, ( Verallgemeinerung) und lernst Dich aber nach dem ganzen Drama erstmal wirklich kennen. D.H. Wenn du klug bist, spürst Du dann auch deine Defizite.Aber das ist kein schönes Gefühl, also verdrängt man es wieder und gibt sich dem destruktivem Spiel einer Affäre weiter hin.
Zitat:Was macht die TE? Sie geht eine auf S. angelegte Beziehung ein. Dabei bleibt wiederum das sich ihrer selbst bewusst Werden auf der Strecke, denn wo sollte es auch herkommen, wenn sich wieder alles nur um einen Mann dreht?. Man muss kein Atomphysiker sein, damit m an hätte erkennen können, dass sie sich übernimmt. Auch sie hätte das erkennen können, wenn sie sich die Zeit und Muße genommen hätte, sich ihrer selbst bewusst zu werden.
Das ist das was ich sagte, die TE kennt eine Ehe die von Gewalt gekennzeichnet war. Und dann kommt ein Mann, der ihr eine ganz andere Welt zeigt. Sie ist in einem emotionalem Hoch. Er zeigt ihr, dass es möglich ist, auch etwas schönes zu erleben. Sie gibt sich dem absolut hin, weil sie sowas zuvor noch nie ( oder ewig lange her ) gespürt hat. Also ist es was total positives für sie. Warum sollte sie, weil sie ja offensichtlich ihre Mängel nicht kennt und auch nicht erkennt, dass sie im gleichen Muster gefangen ist, das aufgeben?
Aber Du hast Recht, spätestens nach dem Ende der Ehe, hätte ihr bewusst werden sollen, was schief läuft in ihrem Leben und anfangen sollen, auf sich selbst zu achten. Tut sie aber nicht, weil sie sehr gut im Verdrängen ist. Das zeigt die vielen Jahre neben einem gewalttätigen Mann.
Zitat:Sorry, aber der Theorie des "schwereren Lebens" als Begründung dafür, weniger den Verstand einsetzen und Verantwortung für sich übernehmen zu können, kann ich nur sehr begrenzt akzeptieren.
Es geht nicht um das schwere Leben, sondern das was man daraus mitgenommen hat. Was man beigebracht bekommen hat und wie man selbst tickt. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Und es macht nichts, dass Du das nur begrenzt nachvollziehen kannst. Ich kann dafür andere Dinge eher begrenzt oder gar nicht nachvollziehen. Was wären wir denn für eine kuschelige Gemeinschaft, wenn jeder jeden verstehen würde.
und bevor wieder gejammert wird, dass ich pauschalisiere, das tue ich nicht
