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Schwanger, seine Eltern verstoßen ihn

ElGatoRojo

ElGatoRojo


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Zitat von HerrZ:
Sag das mal der Tochter eines Dax-Vorstandes,

Du weißt schon, was germeint ist. Dass es auch hier Idioten gibt, ist eine andere Sache.

21.06.2022 14:35 • x 1 #46


Jullia


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Vielen lieben Dank erstmal für all eure Antworten, für all eure Meinungen und Worte!

Es sind keine Juden, seine Familie ist muslimisch. Er allerdings hat sich davon schon vor Jahren abgewendet, er ist nicht religiös, nicht gläubig.
Bei seiner Familie sieht es anders aus, der größte Teil lebt streng religiös, bis auf wenige Ausnahmen.

Wir dachten eigentlich, dass es keine großen Probleme geben wird, wenn wir ihnen sagen, dass wir vorher heiraten werden, allerdings stellten sich seine Eltern dagegen, selbst dann, wenn wir jetzt heiraten, würden sie das Kind nicht akzeptieren, das hätten wir nicht gedacht. Das verstehe ich leider auch nicht so ganz, zuerst drehte sich alles um die Ehe, nun wären wir bereit gewesen, noch vor der Geburt zu heiraten, aber das ist auch nicht ok, weil das Kind eher gezeugt wurde. Für mich ist es nicht zu begreifen.
Gegen mich haben sie angeblich nie etwas gehabt, ich weiß nicht, ob ich das noch glauben soll.

Ich weiß, dass seine Cousine mit einem deutschen Mann verheiratet ist, sie haben drei Kinder, aber auch bei ihnen war es so, dass diese erst während der Ehe erlaubt wurden.

Die Schwangerschaft war nicht geplant, ich habe 5 Jahre die Pille genommen, ich weiß bis heute nicht, wie das passieren konnte, wirklich nicht. Er dagegen hat nie zusätzlich verhütet. Wir wussten schon immer, dass ein Kind vor der Ehe nicht gut ausgehen würde, aber nun ist es passiert. Meine Absicht war es definitiv nicht, ich war zuerst genauso geschockt.
Dennoch steht für mich fest, dass es ich behalten möchte, wie gesagt, ich könnte dieses Kind nicht abtreiben, ich würde mein Leben lang daran leiden.
Ich bin auch der Meinung, dass wir es schaffen würden, eigentlich schätze ich unsere Liebe und Beziehung als stark genug ein, umso trauriger bin ich gerade, dass er Zweifel bekommt, wo auch er zuvor noch überzeugt war, dass wir es hinkriegen, sich sogar total freute.

Natürlich ist es schwierig für ihn, wäre ich er, dann würde es mir auch nicht besser gehen. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich mich für uns entscheiden würde. Was er nun tun wird, das weiß ich nicht, ich kann nur hoffen, dass er sich für uns entscheidet, aber ich kann ihn nicht zwingen, nicht überreden, das werde und möchte ich auch nicht.
Im Moment kann ich ihn überhaupt nicht einschätzen, er redet nicht davon, dass er mich verlassen wird, ich habe ihn gestern noch darauf angesprochen, weil ich große Angst bekam, er fing sofort damit an, dass ich solche Fragen unterlassen soll, dass ich überhaupt nicht auf solche Gedanken kommen soll. Gleichzeitig fing er aber immer wieder damit an, das er nicht wüsste, was nun das Beste sei, das er nicht wüsste, was er tun soll.
Ich merke, dass er große Zweifel an dem Baby hat, würde ich nun sagen, dass ich es abtreibe, dann wäre er wahrscheinlich sofort einverstanden.
Mich gibt es nun aber nurnoch mit Baby, mich gibt es nicht ohne, meine Entscheidung steht fest, so sehr ich auch darunter leiden würde, wenn ich ihn deshalb verliere, also bleibt auch nicht mehr viel, eigentlich bleibt nurnoch die Entscheidung: Seine Familie oder wir!
Irgendwie fühle ich mich wahnsinnig schlecht, dass ich ihm dies zumute, ich weiß, dass seine Familie ihm viel bedeutet, ich weiß, wie wichtig sie für ihn ist.
Bloß wäre eine Abtreibung für mich nicht zumutbar, ich würde es mir nie verzeihen, ich weiß auch nicht, ob ich zu seiner Familie jemals wieder Kontakt haben könnte, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.
Den würde ich auch jetzt nicht mehr wollen, zu sehr bin ich enttäuscht und wütend darüber, was sie uns antun.

Zu seiner Familie hatte ich nie viel Kontakt, wir telefonierten mal gemeinsam, ich war bei Videoanrufen häufig mal dabei, man schrieb mal zusammen, das war es dann auch.
Er hatte zuvor täglich Kontakt zu ihnen, jeden Tag telefonierte er mit seinen Eltern, gesehen hat er diese allerdings seit 2 Jahren nicht mehr, sie sind bisher nicht ein einziges Mal nach Deutschland gekommen, er war zuletzt vor 2 Jahren in Israel und hatte sie für einen Monat besucht.

Meine Familie würde Gott sei Dank hinter uns stehen, sie freut sich bereits sehr doll.
Meine Eltern verstehen sich toll mit ihm, ich weiß, dass wir uns immer auf sie verlassen könnten, dass wir keinesfalls alleine und ohne Hilfe wären, aber das ist für ihn kein Trost, denn es ist nicht seine Familie, es wäre kein Ersatz. Er hat mir schon gesagt, dass er sich nun alleine fühlt.

Ich weiß es nicht, ich bin total durcheinander. Ich hoffe, dass er heute zu mir kommt, wir reden können, auch wenn ich ahne, dass es gerade gar keinen Sinn hat.
Ich habe Angst, dass es in Diskussionen ausarten wird, dass wieder die Fragen kommen werden, weshalb ich ihn nicht verstehen kann, weshalb ich mich nicht für später entscheiden kann. Ich habe das Gefühl, dass er meine Gefühle überhaupt nicht verstehen kann.
Ich habe auch Angst davor, dass er irgendwann noch mit Vorwürfen kommt, mir all die Schuld gibt, die ich mir eh schon vorwerfe.

21.06.2022 14:37 • x 4 #47



Schwanger, seine Eltern verstoßen ihn

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ElGatoRojo

ElGatoRojo


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Zitat von unfassbar:
Aber ich kann diese Statdarts und Werte nicht für alle Menschen als allgemeingültig erklären.

Aber z.B. für en Partner meiner Tochter würde ich da schon drauf sehen.

21.06.2022 14:38 • x 2 #48


unfassbar


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Zitat von ElGatoRojo:
Aber z.B. für en Partner meiner Tochter würde ich da schon drauf sehen.

Ja klar, aber sie hat sich ihn nunmal ausgesucht.

21.06.2022 14:40 • #49


DieSeherin

DieSeherin


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Zitat von Jullia:
Gleichzeitig fing er aber immer wieder damit an, das er nicht wüsste, was nun das Beste sei, das er nicht wüsste, was er tun soll.

Zitat von Jullia:
Mich gibt es nun aber nurnoch mit Baby, mich gibt es nicht ohne, meine Entscheidung steht fest

im grunde kannst du ganz ruhig werden, weil du deine entscheidung getroffen hast und punkt! der kommt schon an, wenn er da mal in sich reingefühlt hat!

21.06.2022 14:56 • #50


Brightness2


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Liebe @Jullia,

vielleicht magst du hier im Faden mal nachlesen:
ich-bin-schwanger-wie-sage-ich-es-ihm-t67945.html

Ähnliches Thema in Bezug auf die Reaktion des Freundes, ist aber nachdem sich das Thema etwas gesetzt hatte, schön ausgegangen. Auch an dich dich Empfehlung:

Zitat:
Im Moment ist er schockiert und hat ziemlich doof und kopflos aber doch nicht überraschend oder unerwartet reagiert. Deshalb würde ich ihm nun auch erstmal Zeit geben zu verdauen, bevor ein weiteres Gespräch stattfindet.

Lass du dich von Familie und Freunden lieb umsorgen, schau, dass es dir und dem kleinen Wesen gut geht und lass deinem Freund ein wenig Zeit, zu verdauen und begreifen. Vielleicht auch der Familie in der Ferne. Lass es dir gut gehen!

21.06.2022 14:59 • x 4 #51


Sonnenblume53


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Liebe Jullia,

Dein Beitrag hatte mich wirklich fassungslos gemacht, weil er eben hier lebt, Ihr Euch liebt, die Hochzeit ohnehin geplant war und die Wohnung bereits vorhanden ist.

Ich bin alt und kenne aus meiner Kindheit noch die Muss-Ehen und die Angst der jungen Frauen, dass der Mann sich lieber aus dem Staub macht, als zu seiner Verantwortung zu stehen.
Wie gut, dass Deine Familie hinter Dir steht!

Jullia, ich hoffe von ganzem Herzen, dass alles gut wird für Euch und es nur der erste Schock war, der die Familie so hat reagieren lassen! Möge der Spruch Keine Suppe wird so heiß gegessen, wie sie gekocht wird
stimmen.

21.06.2022 15:00 • x 4 #52


Thina


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Ich bin entsetzt, es tut mir so leid und zwar für alle drei, für dich, für ihn und für das Kind.
Warum muss es heutzutage noch solche Konflikte geben? Ich war so sprachlos, als ich diesen Post gelesen habe.
Da sind zwei Menschen, die sich lieben, zwei Menschen, die einfach nur glücklich miteinander sein wollen, dann die Familie, die alles zerstören möchte.
Ich verstehe deinen Freund, ich kann seine Verzweiflung gut nachvollziehen, genauso gut verstehe ich dich, liebe Jullia.
Wie schlimm, den Sohn als Schande zu beschimpfen, das Kind als Skandal, bei diesen Worten wurde mir ganz anders.
Religion hin oder her, ich kann es nicht verstehen und nachvollziehen, es ist unmöglich, ich möchte es auch nicht verstehen.

Ich hoffe, dass er erkennt, dass er mit dir etwas besonderes hat, eine eigene Familie, ein Kind, was ihn lieben wird, was ihn brauchen wird. Eine Frau, die ihn liebt, die zu ihm steht.
Natürlich sind Eltern wichtig, aber es ist sein Leben, seine Eltern werden ihm das, was er mit dir hat, niemals schenken können.
Traurig ist es, dem Sohn nicht einfach zu wünschen, dass er glücklich wird, stattdessen wird es kaputt gemacht.

21.06.2022 15:18 • x 1 #53


DonaAmiga

DonaAmiga


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Zitat von Jullia:
seine Familie ist muslimisch. Er allerdings hat sich davon schon vor Jahren abgewendet, er ist nicht religiös, nicht gläubig.
Bei seiner Familie sieht es anders aus, der größte Teil lebt streng religiös, bis auf wenige Ausnahmen.

Wir dachten eigentlich, dass es keine großen Probleme geben wird,

Ziemlich naiv von euch, aber das weiß man mitunter wirklich erst hinterher.

Zitat von Jullia:
Die Schwangerschaft war nicht geplant, ich habe 5 Jahre die Pille genommen, ich weiß bis heute nicht, wie das passieren konnte, wirklich nicht.

Du, das passiert öfter als einem lieb ist. Die Pille ist zwar so ziemlich das sicherste Verhütungsmittel, aber 'ne kleine Trefferquote gibt's auch hier.

Auf jeden Fall mach dich schon mal mit dem Gedanken vertraut, dass dein Schwangerschafts-Mitverursacher nur ein Zahlvater sein wird. Denn du siehst ja, dass er allenfalls zum F*cken taugt, als ernstzunehmender Partner, wenn's drauf ankommt, jedoch ein Versager ist.
Denn dieses hier
Zitat von Jullia:
Er allerdings hat sich davon schon vor Jahren abgewendet

ist, wie sich gerade zeigt, doch nur ein Lippenbekenntnis. Im Zweifelsfall ist die streng religiöse Familie irgendwo dort hinterm Mond doch wieder wichtiger als die eigene Partnerin und das selbstgezeugte Kind.
So ein Daumenlutscher, der Typ, und das mit 28 Jahren.

Falls du noch mal vorhast, ein Kind zu zeugen, dann mach das vielleicht lieber mit 'nem richtigen Mann.
Aber vielleicht schafft's ja sogar dein Bubi, bis dahin einer zu werden.

21.06.2022 15:29 • x 4 #54


einfachsimpel


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Die Eltern sind streng religiöse Muslime in Israel und befürworten eine Abtreibung?
Er darf mit dir zusammen ziehen, obwohl nicht verheiratet?

wenn das der Wahrheit entspricht - dann aua.

21.06.2022 15:35 • x 1 #55


Fina


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Gibt es da Beratungsstellen, an die man sich in solch einem Fall wenden kann? Beratungsstellen, die extra für solche Fälle da sind? Kann man sich da nicht irgendwo Hilfe und Unterstützung holen? Ich denke, dass so etwas gut tun und helfen würde.

21.06.2022 16:15 • x 2 #56


Ema

Ema


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Zitat von einfachsimpel:
Die Eltern sind streng religiöse Muslime in Israel und befürworten eine Abtreibung? Er darf mit dir zusammen ziehen, obwohl nicht verheiratet? wenn das der Wahrheit entspricht - dann aua.

Ich habe eine sehr gute Freundin, die vor vielen Jahren ebenfalls einen Palästinenser geheiratet hat, dessen Familie in Israel lebt.

Sie hat ihn hier in Deutschland kennengelernt, auch er interessiert sich nicht für Religion und solange die beiden hier gewohnt haben (sie lebten ebenfalls unverheiratet zusammen), fernab von der Verwandtschaft und solange dort im Dorf niemand etwas wusste, hatten die Eltern auch kein Problem damit.
Insofern halte ich das überhaupt nicht für unwahrscheinlich.
Diese Freundin hat ihn später geheiratet, sie leben immer noch hier und haben inzwischen zwei Kinder - die allerdings erst während der Ehe gezeugt wurden.

Liebe @Jullia , was ich dir dazu sagen möchte, weil ich es hier hautnah mitbekomme:

Dass dein Freund jetzt einknickt, halte ich nicht für so ungewöhnlich. Er selbst hat vielleicht kein Interesse an Religion, aber es ist kulturell sehr tief verankert, dass die Famile einen großen Einfluss besitzt, dem man sich nur sehr schwer entziehen kann.
Damit will ich sein Handeln keineswegs rechtfertigen. Dass er es jetzt bereut, dass du schwanger bist und er dir sogar nahelegt, das Kind aufgrund des Drucks der Famiie in Israel abzutreiben, ist eine ganz schwache Nummer und wäre für mich ein gewaltiger Vertrauensbruch.
In meinen Augen geht das gar nicht.
Zumal ich weiß, dass es oft gar nicht um die religiösen Gefühle der Familie an sich geht. Es geht vielmehr um Traditionen und kulturelle Gepflogenheiten. Man möchte vor der Verwandtschaft und dem ganzen Dorf nicht schlecht dastehen. Deswegen dürft ihr hier auch unverheiratet zusammenleben. Ein uneheliches Kind zeugen, geht hingegen wieder nicht, denn das wäre ja eine öffentliche Schande, die sich nicht mehr verbergen lässt.

Wie ich das finde, behalte ich jetzt mal lieber für mich. Was die Großeltern väterlicherseits dir da jedoch vorschlagen, ist für mich eine Barbarei und Unmenschlichkeit unter dem Deckmäntelchen des Glaubens. Wenn es einen Gott geben sollte, der so etwas verlangt, könnte er mir jedenfalls gestohlen bleiben. Egal, welchen Namen er trägt.

Was ich dir noch sagen will:
Wenn ihr beiden das jetzt irgendwie wieder hinbekommen solltet, dann mach dich schon einmal darauf gefasst, dass dies nicht das letztemal sein wird, dass er vor seiner Familie einknickt und sich ihr beugt. Da werden noch viele andere Dinge kommen, an die du jetzt vielleicht noch nicht denkst.
Bei der Beschneidung der Kinder (sollten Söhne darunter sein) geht das jedenfalls schon los. Auch das ist etwas, wo du nicht drum herum kommen wirst. Das ist dort nämlich ein wichtiges Ritual, zu dem das halbe Dorf (oder ersatzweise die gesamte Verwandt- und Bekanntschaft) eingeladen wird und das unbedingt verlangt werden wird. Auch dem wird dein Freund sich nicht entziehen können, ohne wieder mit der Drohung der Verstoßung konfrontiert zu sein.
Und es gibt da noch so einiges mehr. Und das solltest du wissen.

Wie gesagt, ich bekomme das seit Jahren mit und höre von meiner Freundin (die inzwischen natürlich tiefen Einblick in die Kultur dort hat), eine Menge Dinge und ihr war das am Anfang auch alles nicht so klar. Im Gegenteil.
Ihr Ehemann ist weltoffen, sehr gebildet, außerordentlich freundlich und käme von sich aus nie auf solche Ideen. Aber der Macht seiner Familie und seines Clans kann er sich nicht entziehen.
Und meine Freundin steckt seit Jahren immer wieder zurück. In sehr wichtigen Lebensbereichen. Ich weiß, dass sie sich das alles nicht so vorgestellt hat. Und sie leidet unter so manchem.

Das heißt nicht, dass du das nicht eventuell hinbekommen kannst. Aber denk vielleicht dran, dass es schwieriger werden kann, als du jetzt vermutest. Selbst wenn ihr das mit dem Kind noch hinbekommt und demnächst heiratet, ist es damit nicht getan.
Denk da bitte sehr gut drüber nach, ob du dich dein ganzes Leben lang Werten beugen möchtest, die nicht deine eigenen sind und nicht einmal die deines Partners.

21.06.2022 16:55 • x 13 #57


Annalene


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Ganz toll, wie immer. Frau verhütet, der Mann kümmert sich aber nicht ebenfalls um die Verhütung. Hätte er ebenfalls verhütet, wäre es wahrscheinlich nicht dazu gekommen.
Frau darf nun dafür bezahlen, indem sie abtreiben soll, wenn sie das nicht tut, steht sie wahrscheinlich noch alleine da, ohne Partner.
Ihr seid beide daran beteiligt gewesen, er hätte ebenfalls vorsichtig sein und aufpassen können. Dich jetzt damit alleine zu lassen, das wäre sehr gemein und übel, unverzeihlich. Alleine die Entscheidung für seine Eltern, sollte es so kommen, wäre für mich niemals zu verzeihen, dann könnte er mir gestohlen bleiben, aber zahlen müsste er und dafür würde ich sorgen.

Ich wäre schon jetzt verletzt, alleine seine Überlegungen, du oder die Eltern (mit 28!), wo er dich doch angeblich so sehr liebt, die würden mich zutiefst enttäuschen, das ist kein Zusammenhalt, der in einer Beziehung und gar in einer Ehe enorm wichtig ist, eine Grundvoraussetzung ist.
Ich befürchte, selbst wenn er sich für euch entscheidet und alles gut ausgeht, dass seine Eltern sich immer wieder einmischen werden, es würde immer wieder zu Konflikten und Diskussionen kommen.

21.06.2022 17:11 • x 5 #58


alleswirdbesser

alleswirdbesser


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Zitat von Jullia:
Seine Eltern fingen an herumzuschreien, sie sagten sofort, dass wir das Kind abtreiben sollen. Sie machten ihm Vorwürfe, sie drohten ihm damit, dass sie nie wieder etwas von ihm hören oder sehen wollen, wenn wir diese Abtreibung nicht durchziehen. Sie sagten, dass er nie wieder ihr Sohn sei, dass er eine große Schande für die ganze Familie sei. Das unser Kind ein Skandal sei.
Sie fingen auch damit an, mich schlecht zu machen, ich hätte die Schwangerschaft sicher beabsichtigt, ich sei Schuld daran, dass sie nun keinen Sohn mehr hätten, ich wäre nichts mehr wert.

Einfach nur schrecklich!

Ich hoffe dein Partner ist so vernünftig, dass er zu dir und eurem Baby hält. Ganz egal was seine Eltern sagen oder tun. Ich finde zwar auch, dass man seine Eltern lieben, ehren und respektieren soll, aber in so einem Fall hört es auf.

21.06.2022 17:27 • x 1 #59


alleswirdbesser

alleswirdbesser


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Zitat von Jullia:
dass er seine Eltern und seine Familie nicht verlieren kann, dass wir uns erst später für ein Kind entscheiden sollten, wenn auch seine Eltern keinen Stress mehr machen.
Natürlich verstehe ich ihn, natürlich weiß ich, dass es gerade sehr schwer für ihn ist, aber mein Kind abtreiben, ewig mit diesem Gewissen leben, darunter leiden? Nein!

Also ehrlich, sogar meine Gedanken stottern vor Empörung.

Sorry, habe den Rest noch nicht gelesen, finde keine passenden Worte.

21.06.2022 17:32 • x 2 #60



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