1098

Ich bin von meiner Frau betrogen worden

S
Zitat von merretich:
Ich kann mich immer nur wieder wundern wie unglaublich findig Männer im mittleren Alter werden wenn es darum geht in Krisensituationen gratis ...

Ich verstehe dein Problem nicht. Es ist doch besser, wenn Männer über ihre Probleme reden, anstatt zu glauben, sie müssten alles mit sich selbst auszumachen, weil immer noch das uralte Denken in den Köpfen rumschwirrt, sich als Mann Hilfe oder Rat von außen zu suchen, wäre angeblich irgendwie "unmännlich".

Und das Gegenüber, bei dem Rat oder emotionale Unterstützung gesucht wird, kann und sollte ja durchaus Grenzen setzen, wenn es ihm wirklich zuviel werden sollte, und dann freundlich, aber bestimmt an professionelle Hilfsangebote verweisen. Das sollte natürlich dann immer akzeptiert werden.

Aber das bloße Gesprächsuchen im vertrauten Familienkreis an sich sehe ich nicht als Problem an. Und die Brüder der Ex werden ja wohl auch erwachsene, selbstbestimmte Menschen mit eigener Meinung sein und werden sich wohl keineswegs "instrumentalisieren lassen". Auch innerhalb der Kernfamilie darf es durchaus Kritik und Meinungsverschiedenheiten über bestimmtes Verhalten geben und man muss nicht "um jeden Preis zusammenhalten", nur weil es die Kernfamilie ist. Wäre es den Brüdern unangenehm gewesen und sie hätten zu ihrer Schwester halten wollen, hätten sie ja ebenfalls freundlich, aber bestimmt Grenzen setzen können. Haben sie aber nicht. Ihre freie Entscheidung. Es sind erwachsene Menschen mit eigenem Kopf und Selbstverantwortung.

Sicherlich kommt das von dir beschriebene Phänomen durchaus manchmal vor. Ich habe letztes Jahr auch schon mal erlebt, dass ich einem Mann im erweiterten Bekanntenkreis zunächst verständnisvoll zugehört hatte, nachdem er kurz zuvor "urplötzlich" von seiner angeblich psychisch kranken Ex mit zwei gemeinsamen Kindern verlassen wurde, kurz nachdem das zweite Kind auf die Welt gekommen war. Er interpretierte dieses einmalige Zuhören dann aber direkt als Interesse an ihm und als es mir zuviel wurde und von ihm daraufhin der Vorwurf kam, ich wäre nun unempathischer geworden und er "schämst du dich nicht?" fragte, musste ich ihn ziemlich schroff zurückweisen, damit endlich Ruhe war. Aber ich finde nicht, dass man solche vereinzelten Fälle gleich aufs ganze männliche Geschlecht projizieren und verallgemeinern sollte. Lediglich das Gespräch zu suchen ist definitiv kein Problem, solange der Mann generell Grenzen akzeptieren kann und auch Hilfe zur Selbsthilfe annehmen möchte.

• x 4 #136


A


Ich bin von meiner Frau betrogen worden

x 3


M
Zitat von Blindfisch:
Das würdest du auch deinen Bruder so sagen, wenn er Rat und Trost bei dir als Schwester sucht, nachdem seine Ehefrau ihn betrogen hat? 😳

Käme auf mein Verhältnis zu meinem Bruder an.

Tatsächlich hat mein Bruder das vor 12 Jahren auch mal gemacht, als er von seiner Verlobten betrogen wurde.
Ich habe ihm damals geraten, er soll die Verlobung mit ihr auflösen und sich umorientieren.
(weil ich tatsächlich sein Bestes möchte obwohl unser Verhältnis nie gut war)

Nachdem er sich bei mir ausgeheult hat, ist er zurück zu ihr. Weil sie schlank und blond ist.

Sie sind jetzt geschieden und es gibt zwei kleine Scheidungskinder.

Therapie hat er bis heute nicht gemacht. Er ist zu beschäftigt mit Kohle scheffeln und Status polieren.
Die kleinen Scheidungskids haben maximal 4 Tage die Woche n Vater. Er macht sein Ding.
Weil schuld sind eh immer die anderen. Meistens die Frauen.

Was willste machen. Und das ist leider so ne häufige Denkweise bei der Generation.
Wie gesagt die Generation drunter wurde anders sozialisiert.
Und holen sich zumindest häufiger professionelle Hilfe.

• #137


M
Zitat von Sternenguckerin:
Ich verstehe dein Problem nicht. Es ist doch besser, wenn Männer über ihre Probleme reden, anstatt zu glauben, sie müssten alles mit sich selbst auszumachen, weil immer noch das uralte Denken in den Köpfen rumschwirrt, sich als Mann Hilfe oder Rat von außen zu suchen, wäre angeblich irgendwie ...

Für mich persönlich liegt die Grenze genau dort, wo die Familie der Partnerin anfängt.

Kann man anders sehen, aber ich finde sowas macht man einfach nicht.

Und was Du erzählst, ist ja GENAU das Phänomen was ich meine.
Vielleicht bin ich hier auch nicht ganz unbefangen, weil ich selbst therapeutisch arbeite und x mal in meinem Leben die Erfahrung gemacht hab, dass Typen der Generation (sei es beim Wandern, früher beim online dating oder bei sonstigen Gelegenheiten) in der Midlife Crisis gratis Rat, Mitgefühl, Coaching etc abgreifen wollen.
Und sich selbst nach Trennungen oft Jahre lang leid tun und teilweise ihre neue Frau oder Tochter oder eben Schwester zur Geisel ihres Problems machen. Oft ohne EINMAL einen Therapeuten aufgesucht zu haben.
Ist einfach meine Erfahrung.

• #138


A
@merretich.

Geht es dir gerade noch um den TE oder darum mit deiner Meinung recht haben zu wollen?

Mit persönlich ist es völlig egal, ob die im therapeutischen Bereich unterwegs bist oder nicht. Das gibt dir trotzdem kein Recht dermaßen gegen ein Geschlecht zu schießen.

Btw.... es gibt, denke ich, einige Männer, die die Meinung vertreten, dass Frauen nicht mehr oder weniger selbstreflektiert sind als Männer. Und auch diese werden diese Meinung aufgrund eigenen Erfahrungen haben.

• #139


Mariaa89
@merretich
Zitat von merretich:
Für mich persönlich liegt die Grenze genau dort, wo die Familie der Partnerin anfängt.

Was man aber nicht außer Acht lassen darf, ist das Familien in über 20 Jahren auch zusammen wachsen.

Die Geschwister meines Mannes sind wie meine, ich war Trauzeugin, bin Patentante etc. Als wir uns kennenlernen waren die Beiden jüngsten grade 10 und 11.
Vllt ist es beim TE mit den Brüdern ähnlich.

• x 5 #140


alleswirdbesser
Zitat von merretich:
Ich kann mich immer nur wieder wundern wie unglaublich findig Männer im mittleren Alter werden wenn es darum geht in Krisensituationen gratis ...

Das alles wirfst du dem TE vor oder wie ist es zu verstehen?

• #141


A
Zitat von Rheinländer:
Überlege dir vielmehr, welche Grenzen du selbst hast und was du tun möchtest, wenn diese Grenzen überschritten werden. Und dann solltest du dich auch an deine eigenen Entscheidungen halten.
Denn letztendlich ist die entscheidende Frage für mich nicht nur, hat sie mich betrogen?
Sondern auch, ist das, was gerade in meiner Beziehung passiert, noch das, was ich von einer Partnerschaft möchte und akzeptieren kann?
Und vielleicht ist eine noch wichtigere Frage:
Was würde ich tun, wenn ich keine Angst davor hätte, alleine zu sein?


Danke für deine tollen Worte.

Ich glaube, wenn ich keine Angst hätte, alleine zu sein, wäre ich schon weg.
Ich hätte mir vermutlich schon eine Wohnung gesucht.

Ich weiß gerade auch nicht, was mit der Beziehung passiert.
Ich habe mir da am Wochenende einfach was auch immer erhofft, dass ich ein bisschen klarer werde.
Ich merke aber von Tag zu Tag, dass mein Kopf ein bisschen ruhiger wird und ich rationaler über die Sache denken kann.
Nichtsdestotrotz habe ich einfach noch ein paar Fragen an Sie, wo ich geklärt haben möchte.

Ich weiß, dass das nichts bringen wird aber ich habe das Gefühl, ich brauche das.

Ich werde nächste Woche wieder arbeiten gehen und dann auch die Situation meiner Schwester erklären.
Ich hoffe, dass das Arbeiten und mit meiner Schwester reden, noch mal einen Schub nach vorne bringt.

Diesen Plan habe ich seit gestern im Kopf und das tut mir irgendwie gut, einen Weg zu sehen. Ist zwar keine Lösung, aber ein Anfang.

Ich hoffe die nächsten Tage werden besser als die letzten Wochen.

Grüße Alex

• x 13 #142


R
Dabei hat der TE doch gar nix von Brüdern der Ex geschrieben oder habe ich da etwas überlesen? Das war doch ein anderer Beitrag?

• x 3 #143


alleswirdbesser
Zitat von Mariaa89:
@merretich Was man aber nicht außer Acht lassen darf, ist das Familien in über 20 Jahren auch zusammen wachsen. Die Geschwister meines Mannes sind ...

War bei uns auch sehr eng verbunden, ich war bis zu meinem Auszug quasi mitten in seinem Familiennest. Das war heftig, aber gerade am Anfang hielt ich meinen Mund leider leider nicht, ich litt, weinte, schimpfte, fluchte und das nicht nur in mein Kopfkissen. Ein Stein wäre sicher viel cooler unterwegs.

• x 2 #144


Waris07
Zitat von merretich:
Der TE hat selbst eine Mann versus Frau Front aufgebaut indem er die Brüder seiner Partnerin in der Trennungssituation gegen diese selbst instrumentalisiert hat

Bei deinen Aussagen stolpere ich ehrlich gesagt schon über die Zuordnung. Am Kopf kratzender Smiley

Der TE ist @alex_84. @Rheinländer ist ein Mituser, der von seinen eigenen Erfahrungen erzählt hat.
Wenn du also schreibst, der TE habe die Brüder seiner Partnerin instrumentalisiert und gegen sie aufgebracht, vermischst du hier offenbar zwei Personen und zwei unterschiedliche Beiträge. Unwissender Smiley

Und wo liest du in Rheinländers Beitrag eigentlich "Hetze" oder "Instrumentalisierung"?
Er schreibt lediglich, dass er mit den Brüdern seiner Exfrau gesprochen hat und dass diese Verständnis für seine Situation hatten.

Ich lese dort weder, dass sie anschließend schnurstracks zur Schwester gegangen sind, sie ausgeschimpft oder gar aus der Familie verstoßen haben, noch dass er sie gegen sie aufgehetzt hätte.
Nur weil man eine Handlung so empfindet oder interpretiert, wird diese Interpretation ja nicht automatisch zur Tatsache.

Zitat von merretich:
Unter reflektiert verstehe ich was anderes.
Aber wir dürfen unterschiedlicher Meinung sein.

Dann sind wir uns ja einig. ☺

Zitat von merretich:
Und ja, es ist ne Binse und und auch statistisch belegt, dass Männer in dem Alter deutlich seltener in Therapie gehen wenn sie es bräuchten. Weil das bedeutet ja Arbeit an sich selbst und kostet Geld.

Dass es statistische Unterschiede bei der Inanspruchnahme von Therapie geben kann, ist das eine. Daraus aber abzuleiten, Männer würden sich deshalb lieber vor der Arbeit an sich selbst drücken, weil Therapie Geld kostet, ist bereits deine Interpretation und ehrlich gesagt ziemlich viel Klischee in einem Satz. Wir schreiben immerhin 2026. 😉

Zitat von merretich:
Da spaltet man mal lieber die Kernfamilie der Partnerin und hetzt sie gegen sie auf.

Nochmal mir geht es darum, zwischen dem zu unterscheiden, was jemand tatsächlich geschrieben hat, und dem, was wir daraus machen.

Denn aus "Ich habe mit ihren Brüdern gesprochen und sie hatten Verständnis für mich" wird bei dir plötzlich "Er habe ihre Familie gegen sie aufgehetzt".

Das ist für mich schon ein ziemlich großer Schritt und ein bisschen wie stille Post - Am Ende steht etwas da, was am Anfang so gar nicht gesagt/ geschrieben wurde.

• x 15 #145


Rheinländer
Hallo @merretich,
Zitat von merretich:
Stattdessen wird eine imaginäre Schwester herbeifantasiert, die einen therapeutisch auffangen könne während man selbst offensichtlich NULL Hemmungen hat, gegen die Partnerin/Exparternin DIE EIGENEN BRÜDER zu instrumentalisieren, aufzuhetzen und deren Kernfamilie zu spalten. Sowas tut man einfach nicht!
Betrug hin oder her!

Zwei Dinge möchte ich doch einmal sehr deutlich klarstellen.
Zum einen ist die Schwester des Themenerstellers nicht imaginär. Sie existiert. Alex hat selbst von ihr geschrieben. Ich habe lediglich aus meiner eigenen Erfahrung heraus gesagt, dass ich in einer solchen Situation froh gewesen wäre, eine Schwester zu haben, mit der ich hätte reden können. Daraus eine therapeutische Funktion zu konstruieren, ist nicht nur falsch, sondern schon eine ziemlich kreative Interpretation dessen, was ich tatsächlich geschrieben habe.
Noch erstaunlicher ist allerdings die Behauptung, ich hätte die Familie meiner Ex Partnerin instrumentalisiert, gegen sie aufgehetzt und deren Kernfamilie gespalten. Dafür gibt es in meinem Beitrag keinerlei Grundlage.
Wir sind nach wie vor eine Familie. Meine Schwiegereltern, Schwägerin, meine Schwager, meine Nichten und meine Neffen gehören weiterhin zu meinem Leben. Ich bin bei Familienfeiern dabei und meine Ex Partnerin ebenfalls, wenn es für beide zeitlich und persönlich passt. Wenn das für dich nach einer gespaltenen Familie aussieht, dann haben wir offensichtlich sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was eine Familie ist.
Für mich ist Familie gerade in einer Krise der erste Ort, an den ich mich wende. Nach 30 Jahren gemeinsamer Geschichte habe ich nie zwischen der Familie meiner Ex Partnerin und meiner eigenen Familie unterschieden. Es war unsere Familie und das ist sie für mich bis heute.
Und nein, Familie ist für mich auch kein billiger Ersatz für Therapie. Ich war selbst in Therapie und in Paartherapie und habe dafür selbstverständlich Geld bezahlt. Ich weiß den Wert professioneller Hilfe sehr wohl zu schätzen. Trotzdem gehe ich nicht mit jedem persönlichen Problem zuerst zum Therapeuten. Für mich haben Familie, Freunde und professionelle Hilfe jeweils ihren eigenen Platz.
Ich habe damals auf Fragen aus der Familie geantwortet und meine damalige Sicht der Dinge geschildert. Ich habe niemanden aufgehetzt, niemanden instrumentalisiert und niemanden dazu aufgefordert, sich von meiner Ex Partnerin abzuwenden. Ich habe das schlicht nie verlangt.
Aus einer persönlichen Schilderung meiner Erfahrung eine Kampagne gegen meine Ex Partnerin und eine Spaltung ihrer Familie zu konstruieren, ist daher keine sachliche Kritik an meinem Beitrag, sondern eine Unterstellung.
Damit ist für mich dieses Thema erledigt. Auf weitere Unterstellungen zu meiner damaligen Trennung werde ich nicht eingehen. Sie sind für mich Off Topic und nehmen genau den Raum ein, der hier eigentlich dem Themenersteller gehören sollte.
Ich habe hier geschrieben, um Alex meine persönliche Erfahrung mitzugeben. Nicht, um meine Vergangenheit mit dir zu diskutieren.
Also lass uns bitte wieder über und vor allem mit Alex sprechen.
Gruss aus dem Rheinland

• x 17 #146


E
Zitat von merretich:
Er hat die Familie der EX gegen diese gehetzt und instrumentalisiert, nicht die eigene. Das ist ne ganz andere Nummer. Die Brüder der Partnerin ...

Da hast in jedem deiner letzten Beiträgen das Wort "instrumentalisiert" verwendet, vermutlich liegt da der Hund begraben.

Nur weil er mit den Brüdern seiner Ex - mit denen er generell ein freundschaftliches Verhältnis hatte - geredet hat? Ist die Familie des anderes tabu? So, per se? Wenn ja, warum? Ich will keine Vermutungen anstellen darüber, warum dich das zu triggern scheint, aber dass es dies tut, scheint mir der Fall zu sein.

Wenn du magst, können wir uns das gerne anschauen, aber diesen Thread finde ich den falschen Ort dafür. Gerne per PN.

• x 4 #147


Winza
Zitat von merretich:
Ich kann mich immer nur wieder wundern wie unglaublich findig Männer im mittleren Alter werden wenn es darum geht in Krisensituationen gratis ...

👎👎👎

• #148


M
Zitat von FoolishHeart:
@merretich Ist aber bei den Damen nicht anders. Vielleicht andere Methoden, aber das selbe Ziel

Denkst Du?
Ich hatte auch schon unschöne Trennungen. Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, mich mit den Geschwistern des Mannes gegen ihn zu verbünden.

• #149


M
Zitat von Ahornbaum:
@merretich. Geht es dir gerade noch um den TE oder darum mit deiner Meinung recht haben zu wollen? Mit persönlich ist es völlig egal, ob die im therapeutischen Bereich unterwegs bist oder nicht. Das gibt dir trotzdem kein Recht dermaßen gegen ein Geschlecht zu schießen. Btw.... es gibt, denke ich, einige Männer, ...

Doch doch tatsächlich habe ich das Recht hier meine Meinung und Erfahrung zu teilen 😘
Heisst nicht dass DU sie teilen musst. Nennt sich einfach unterschiedliche Meinung/unterschiedliche
Perspektiven haben.
Stimmt, egal welchen Beruf ich hab. Das ist dafür irrelevant.

• #150


A


x 4




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag