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Ich bin von meiner Frau betrogen worden

S
Zitat von merretich:
Ich kann mich immer nur wieder wundern wie unglaublich findig Männer im mittleren Alter werden wenn es darum geht in Krisensituationen gratis ...

Ich verstehe dein Problem nicht. Es ist doch besser, wenn Männer über ihre Probleme reden, anstatt zu glauben, sie müssten alles mit sich selbst auszumachen, weil immer noch das uralte Denken in den Köpfen rumschwirrt, sich als Mann Hilfe oder Rat von außen zu suchen, wäre angeblich irgendwie "unmännlich".

Und das Gegenüber, bei dem Rat oder emotionale Unterstützung gesucht wird, kann und sollte ja durchaus Grenzen setzen, wenn es ihm wirklich zuviel werden sollte, und dann freundlich, aber bestimmt an professionelle Hilfsangebote verweisen. Das sollte natürlich dann immer akzeptiert werden.

Aber das bloße Gesprächsuchen im vertrauten Familienkreis an sich sehe ich nicht als Problem an. Und die Brüder der Ex werden ja wohl auch erwachsene, selbstbestimmte Menschen mit eigener Meinung sein und werden sich wohl keineswegs "instrumentalisieren lassen". Auch innerhalb der Kernfamilie darf es durchaus Kritik und Meinungsverschiedenheiten über bestimmtes Verhalten geben und man muss nicht "um jeden Preis zusammenhalten", nur weil es die Kernfamilie ist. Wäre es den Brüdern unangenehm gewesen und sie hätten zu ihrer Schwester halten wollen, hätten sie ja ebenfalls freundlich, aber bestimmt Grenzen setzen können. Haben sie aber nicht. Ihre freie Entscheidung. Es sind erwachsene Menschen mit eigenem Kopf und Selbstverantwortung.

Sicherlich kommt das von dir beschriebene Phänomen durchaus manchmal vor. Ich habe letztes Jahr auch schon mal erlebt, dass ich einem Mann im erweiterten Bekanntenkreis zunächst verständnisvoll zugehört hatte, nachdem er kurz zuvor "urplötzlich" von seiner angeblich psychisch kranken Ex mit zwei gemeinsamen Kindern verlassen wurde, kurz nachdem das zweite Kind auf die Welt gekommen war. Er interpretierte dieses einmalige Zuhören dann aber direkt als Interesse an ihm und als es mir zuviel wurde und von ihm daraufhin der Vorwurf kam, ich wäre nun unempathischer geworden und er "schämst du dich nicht?" fragte, musste ich ihn ziemlich schroff zurückweisen, damit endlich Ruhe war. Aber ich finde nicht, dass man solche vereinzelten Fälle gleich aufs ganze männliche Geschlecht projizieren und verallgemeinern sollte. Lediglich das Gespräch zu suchen ist definitiv kein Problem, solange der Mann generell Grenzen akzeptieren kann und auch Hilfe zur Selbsthilfe annehmen möchte.

#136


M
Zitat von Blindfisch:
Das würdest du auch deinen Bruder so sagen, wenn er Rat und Trost bei dir als Schwester sucht, nachdem seine Ehefrau ihn betrogen hat? 😳

Käme auf mein Verhältnis zu meinem Bruder an.

Tatsächlich hat mein Bruder das vor 12 Jahren auch mal gemacht, als er von seiner Verlobten betrogen wurde.
Ich habe ihm damals geraten, er soll die Verlobung mit ihr auflösen und sich umorientieren.
(weil ich tatsächlich sein Bestes möchte obwohl unser Verhältnis nie gut war)

Nachdem er sich bei mir ausgeheult hat, ist er zurück zu ihr. Weil sie schlank und blond ist.

Sie sind jetzt geschieden und es gibt zwei kleine Scheidungskinder.

Therapie hat er bis heute nicht gemacht. Er ist zu beschäftigt mit Kohle scheffeln und Status polieren.
Die kleinen Scheidungskids haben maximal 4 Tage die Woche n Vater. Er macht sein Ding.
Weil schuld sind eh immer die anderen. Meistens die Frauen.

Was willste machen. Und das ist leider so ne häufige Denkweise bei der Generation.
Wie gesagt die Generation drunter wurde anders sozialisiert.
Und holen sich zumindest häufiger professionelle Hilfe.

#137


A


Ich bin von meiner Frau betrogen worden

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M
Zitat von Sternenguckerin:
Ich verstehe dein Problem nicht. Es ist doch besser, wenn Männer über ihre Probleme reden, anstatt zu glauben, sie müssten alles mit sich selbst auszumachen, weil immer noch das uralte Denken in den Köpfen rumschwirrt, sich als Mann Hilfe oder Rat von außen zu suchen, wäre angeblich irgendwie ...

Für mich persönlich liegt die Grenze genau dort, wo die Familie der Partnerin anfängt.

Kann man anders sehen, aber ich finde sowas macht man einfach nicht.

Und was Du erzählst, ist ja GENAU das Phänomen was ich meine.
Vielleicht bin ich hier auch nicht ganz unbefangen, weil ich selbst therapeutisch arbeite und x mal in meinem Leben die Erfahrung gemacht hab, dass Typen der Generation (sei es beim Wandern, früher beim online dating oder bei sonstigen Gelegenheiten) in der Midlife Crisis gratis Rat, Mitgefühl, Coaching etc abgreifen wollen.
Und sich selbst nach Trennungen oft Jahre lang leid tun und teilweise ihre neue Frau oder Tochter oder eben Schwester zur Geisel ihres Problems machen. Oft ohne EINMAL einen Therapeuten aufgesucht zu haben.
Ist einfach meine Erfahrung.

#138


A
@merretich.

Geht es dir gerade noch um den TE oder darum mit deiner Meinung recht haben zu wollen?

Mit persönlich ist es völlig egal, ob die im therapeutischen Bereich unterwegs bist oder nicht. Das gibt dir trotzdem kein Recht dermaßen gegen ein Geschlecht zu schießen.

Btw.... es gibt, denke ich, einige Männer, die die Meinung vertreten, dass Frauen nicht mehr oder weniger selbstreflektiert sind als Männer. Und auch diese werden diese Meinung aufgrund eigenen Erfahrungen haben.

#139


Mariaa89
@merretich
Zitat von merretich:
Für mich persönlich liegt die Grenze genau dort, wo die Familie der Partnerin anfängt.

Was man aber nicht außer Acht lassen darf, ist das Familien in über 20 Jahren auch zusammen wachsen.

Die Geschwister meines Mannes sind wie meine, ich war Trauzeugin, bin Patentante etc. Als wir uns kennenlernen waren die Beiden jüngsten grade 10 und 11.
Vllt ist es beim TE mit den Brüdern ähnlich.

x 3 #140


alleswirdbesser
Zitat von merretich:
Ich kann mich immer nur wieder wundern wie unglaublich findig Männer im mittleren Alter werden wenn es darum geht in Krisensituationen gratis ...

Das alles wirfst du dem TE vor oder wie ist es zu verstehen?

#141


A
Zitat von Rheinländer:
Überlege dir vielmehr, welche Grenzen du selbst hast und was du tun möchtest, wenn diese Grenzen überschritten werden. Und dann solltest du dich auch an deine eigenen Entscheidungen halten.
Denn letztendlich ist die entscheidende Frage für mich nicht nur, hat sie mich betrogen?
Sondern auch, ist das, was gerade in meiner Beziehung passiert, noch das, was ich von einer Partnerschaft möchte und akzeptieren kann?
Und vielleicht ist eine noch wichtigere Frage:
Was würde ich tun, wenn ich keine Angst davor hätte, alleine zu sein?


Danke für deine tollen Worte.

Ich glaube, wenn ich keine Angst hätte, alleine zu sein, wäre ich schon weg.
Ich hätte mir vermutlich schon eine Wohnung gesucht.

Ich weiß gerade auch nicht, was mit der Beziehung passiert.
Ich habe mir da am Wochenende einfach was auch immer erhofft, dass ich ein bisschen klarer werde.
Ich merke aber von Tag zu Tag, dass mein Kopf ein bisschen ruhiger wird und ich rationaler über die Sache denken kann.
Nichtsdestotrotz habe ich einfach noch ein paar Fragen an Sie, wo ich geklärt haben möchte.

Ich weiß, dass das nichts bringen wird aber ich habe das Gefühl, ich brauche das.

Ich werde nächste Woche wieder arbeiten gehen und dann auch die Situation meiner Schwester erklären.
Ich hoffe, dass das Arbeiten und mit meiner Schwester reden, noch mal einen Schub nach vorne bringt.

Diesen Plan habe ich seit gestern im Kopf und das tut mir irgendwie gut, einen Weg zu sehen. Ist zwar keine Lösung, aber ein Anfang.

Ich hoffe die nächsten Tage werden besser als die letzten Wochen.

Grüße Alex

#142


ruhe
Dabei hat der TE doch gar nix von Brüdern der Ex geschrieben oder habe ich da etwas überlesen? Das war doch ein anderer Beitrag?

#143


alleswirdbesser
Zitat von Mariaa89:
@merretich Was man aber nicht außer Acht lassen darf, ist das Familien in über 20 Jahren auch zusammen wachsen. Die Geschwister meines Mannes sind ...

War bei uns auch sehr eng verbunden, ich war bis zu meinem Auszug quasi mitten in seinem Familiennest. Das war heftig, aber gerade am Anfang hielt ich meinen Mund leider leider nicht, ich litt, weinte, schimpfte, fluchte und das nicht nur in mein Kopfkissen. Ein Stein wäre sicher viel cooler unterwegs.

#144


Waris07
Zitat von merretich:
Der TE hat selbst eine Mann versus Frau Front aufgebaut indem er die Brüder seiner Partnerin in der Trennungssituation gegen diese selbst instrumentalisiert hat

Bei deinen Aussagen stolpere ich ehrlich gesagt schon über die Zuordnung. Am Kopf kratzender Smiley

Der TE ist @alex_84. @Rheinländer ist ein Mituser, der von seinen eigenen Erfahrungen erzählt hat.
Wenn du also schreibst, der TE habe die Brüder seiner Partnerin instrumentalisiert und gegen sie aufgebracht, vermischst du hier offenbar zwei Personen und zwei unterschiedliche Beiträge. Unwissender Smiley

Und wo liest du in Rheinländers Beitrag eigentlich "Hetze" oder "Instrumentalisierung"?
Er schreibt lediglich, dass er mit den Brüdern seiner Exfrau gesprochen hat und dass diese Verständnis für seine Situation hatten.

Ich lese dort weder, dass sie anschließend schnurstracks zur Schwester gegangen sind, sie ausgeschimpft oder gar aus der Familie verstoßen haben, noch dass er sie gegen sie aufgehetzt hätte.
Nur weil man eine Handlung so empfindet oder interpretiert, wird diese Interpretation ja nicht automatisch zur Tatsache.

Zitat von merretich:
Unter reflektiert verstehe ich was anderes.
Aber wir dürfen unterschiedlicher Meinung sein.

Dann sind wir uns ja einig.

Zitat von merretich:
Und ja, es ist ne Binse und und auch statistisch belegt, dass Männer in dem Alter deutlich seltener in Therapie gehen wenn sie es bräuchten. Weil das bedeutet ja Arbeit an sich selbst und kostet Geld.

Dass es statistische Unterschiede bei der Inanspruchnahme von Therapie geben kann, ist das eine. Daraus aber abzuleiten, Männer würden sich deshalb lieber vor der Arbeit an sich selbst drücken, weil Therapie Geld kostet, ist bereits deine Interpretation und ehrlich gesagt ziemlich viel Klischee in einem Satz. Wir schreiben immerhin 2026. 😉

Zitat von merretich:
Da spaltet man mal lieber die Kernfamilie der Partnerin und hetzt sie gegen sie auf.

Nochmal mir geht es darum, zwischen dem zu unterscheiden, was jemand tatsächlich geschrieben hat, und dem, was wir daraus machen.

Denn aus "Ich habe mit ihren Brüdern gesprochen und sie hatten Verständnis für mich" wird bei dir plötzlich "Er habe ihre Familie gegen sie aufgehetzt".

Das ist für mich schon ein ziemlich großer Schritt und ein bisschen wie stille Post - Am Ende steht etwas da, was am Anfang so gar nicht gesagt/ geschrieben wurde.

#145


A


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