jaqen_h_ghar
Gast
Bis 10/12 Jahre war alles paletti - oder gab's davor auch schon irgendwelche schwerwiegenden Probleme?
Du erwähntest den Stiefvater, vor dem Du geflüchtet bist?
Danach exzessives Zocken über mehrere Jahre. Wie lange hast Du so im Schnitt gespielt - wie viele Stunden am Stück?
Adipositas, Scham, verstärktes Zocken, sozialer Rückzug - angenehmer, muss man nicht rausgehen und kann sich trotzdem mit den Mitspielern unterhalten.
Mit 15/16 ist es besser geworden und Du bist wieder mehr rausgegangen - aber die soziale Ängstlichkeit ist geblieben.
Das hast sich auch nicht wesentlich geändert, als Du in die WG umgezogen bist und dort auch so gut wie keinen Anschluss gefunden hast. Folge: Zunehmende Depressivität, Schulschwänzen und Trinken.
Dann zurück in die Heimat, was die Situation auch nicht wirklich verbessert hat. Nach einem Jahr wegen der Ausbildung wieder ausgezogen - keine Verbesserung. Weiterhin Depression, Trinken, soziale Ängstlichkeit - Teufelskreis. Dass dann irgendwann auch noch Suizidgedanken kommen, wundert mich ehrlich gesagt nicht besonders.
Ansonsten: Halbes Jahr Therapie - dann Abbruch und Medikation mit Antidepressiva.
Was hat man Dir verordnet und warum hat es nichts gebracht?
Momentan lese ich da ganz viel Hoffnungslosigkeit, Resignation, Angst und Vermeidung.
Ist da evtl. noch was anderes? Schuld, Scham, Wut?
Soziale Angst, Depression und Substanzmissbrauch haben evtl. noch eine gemeinsame, tieferliegende Ursache. Daher meine Frage nach dem, was vor dem Alter von 10 / 12 Jahren passiert ist und warum das Verhältnis zum Stiefvater nicht besonders gewesen ist. Auch die familiäre Vorbelastung mit Depression ist auffällig.