kvn
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mein Name ist Kevin und ich bin 20 Jahre alt.
Nach dem Satz werden die Ersten vor dem Bildschirm vermutlich mit dem Kopf schütteln und sich denken: "20 Jahre und schon über sowas rumheulen." Aber gebt mir eine Chance meine Situation zu erklären. Ich versuche mich kurz zu fassen.
Früher war ich ein sehr aktiver Junge, mit dem Herz auf der Zunge. Das hat sich geändert, als mit 10-12 Jahren angefangen habe, exzessiv Videospiele zu spielen. Daraufhin wurde ich ziemlich dick und habe mich sozial abgegrenzt, um Nachmittags zu zocken. Später mit 15-16 wurde das dann wieder besser und ich bin auch mal raus gegangen.
Mit 16 bin ich dann das erste mal ausgezogen, in eine WG zu zweit, etwa eine Stunde Autofahrt von meiner Heimat entfernt. Ich denke, dass dort meine größten Probleme aufkamen. Ich habe dort gar keine Freunde gehabt, denn ich tue mich inzwischen wirklich schwer, mit Menschen zu reden die ich nicht kenne. Ich habe eigentlich jeden Nachmittag zu Hause verbracht und gezockt, war aber auch eine Weile im Fitnessstudio. Das Zocken kommt aber seitdem nur davon, dass ich dort ein paar Freunde habe, mit denen ich nebenbei quatschen kann. Das ist die einzige Konversation für mich gewesen.
Nach dem ersten halben Jahr habe ich angefangen 50% des Unterrichts meiner Schule zu schwänzen. Irgendwann begann ich mit 16/17 Jahren jeden Abend eine billige Flasche Wein zu trinken, um besser schlafen zu können. Zu der Zeit hatte ich starke Schlafprobleme.
Nach einem Jahr bin ich zurück in mein Elternhaus gezogen, zu meinem Stiefvater vor dem ich vorher eigentlich flüchten wollte. Dort ging es weiter mit häufigem B. trinken, eine Kiste war nach 2 Tagen leer (und ich war immernoch 17). Nach einem Jahr bin ich dann wieder etwa eine Stunde Autofahrt von meiner Heimat gezogen, da es der einzige Ausbildungsplatz war, den ich bekommen habe.
Hier wohne ich jetzt seit 2 Jahren, habe eine abgebrochene Therapie hinter mir und fast ein Jahr Antidepressiva Einnahme. Diagnose vom Arzt: Depressionen (liegt auch in der Familie).
Ich habe euch jetzt die letzten 5 Jahre meines Lebens zusammen gefasst. Der große Zusammenhang dahinter: Egal wo, ich war immer alleine in meiner Freizeit. Ich habe ein riesiges Problem neue Leute kennen zu lernen und ich fühle mich vereinsamt.
Jetzt kriege ich ständig von Leuten gesagt: "Du brauchst mal ne' Freundin!" (Übrigens sogar von Vorgesetzten auf Arbeit), das große Problem ist aber, dass ich keine finde. Ich habe über die letzten 5 Jahre eine kurze Beziehung über etwa 4 Wochen geführt, mehr nicht. Ich zermartere mir das Hirn darüber, warum Frauen mich nicht ansprechend finden. Ich bekomme ab und zu gesagt das ich hübsch wäre (allerdings ziemlich selten und ausschließlich von vergebenen Frauen), aber trotzdem blocken alle Frauen mit denen ich Versuche in Kontakt zu treten ab. Ich habe mir bereits einiges dazu durchgelesen und viele behaupten das gerade Selbstbewusstsein Männer attraktiv(er?) wirken lässt. Wenn das stimmt, und das der einzige Grund ist, dann kann ich ja eigentlich davon ausgehen für immer Single zu bleiben, denn wie will ich mit diesen Depressionen jemals selbstbewusst werden?
Ich bin echt am verzweifeln, ich möchte einfach nicht mehr die ganze Zeit alleine sein, vorallem weil sich dann mein Kopf austoben kann. Hat denn jemand Tipps, wie man besser auf Frauen wirkt? Alle meine Freunde sind vergeben, das ist Wahnsinn, überall sieht man Beziehungen und glückliche Paare, aber mit mir will man nicht mal einen Kaffee trinken gehen.
Tut mir leid für diesen langen Text voller Selbstmitleid, vielleicht könnt ihr mir ja irgendwie weiter helfen.
Gerne fragt, falls ich irgendwas weiter ausführen soll.
LG
Kevin