persephone
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Zitat von Krebsmann045:@Denpo
Ich weis wie du dich gerade fühlst und sah in der Zukunft keinen Sinn mehr - null koma null. Mich hat das Unheil am 23.02.2014 morgens um 10 Uhr getroffen. Erst 4-5 Stunden später hatte ich erst richtig realisiert was passiert war weil ich offensichtlich unter Schock stand. Was dann kam war die Hölle auf Erden, und ich dachte ich kann nicht mehr. Hätte mich am liebsten mit dem Auto um den Brückenpfeiler gewickelt. Die ersten 4-6 Wochen lebte ich emotional in der tiefsten Hölle auf Erden. Irgendwann habe ich dann gewusst das ich das nicht mehr durchhalten kann, sonst bin ich "weg". Ich musste etwas tun. Angefangen habe ich damit, das ich alles von ihr löschte (Nachrichten, Telefonnummern, "Netzwerk", etc.) und alles was mich an sie erinnerte weggeworfen habe. Das war der erste Weg zu meiner Besserung. Bei kam noch hinzu das ich keine Freunde oder Bekannte habe wo ich hätte ab und an mal reden können. Also habe ich angefangen Sachen zu machen die ich die ganze Zeit nicht machen konnte. Ich habe mir gesagt das es kein Mensch auf dieser Welt wert ist das ich mein Leben wegwerfe. Heute nach jetzt 10-11 Wochen bin ich zumindest so weit, das ich sie etwas hinter mir lassen kann. Natürlich vergeht kein Tag wo ich nicht x-mal an sie denke, aber es macht mir weniger aus und ich es zieht mich nicht mehr so oft runter. Klar kommen immer wieder mal Schübe oder Phasen, die Zeitabstände dazwischen aber werden länger.
Hello Krebsmann,
verfolge deine Geschichte schon eine Weile & finde es super, wie du dich entwickelst - du kommst wirklich schnell voran.
Das lustige ist, dass bei uns beiden am selben Tag Schluß war - bei mir sind es jetzt auch 11 Wochen. Es ist irgendwie cool zu sehen, wie sich das bei jemand anderes im selben Zeitraum entwickelt
Bei mir war die Geschichte noch nicht so lange - wir haben auch noch nicht zusammen gewohnt, aber es hat mich erwischt wie "Liebe auf den ersten Blick" - die ersten Monate waren der Traum auf Erden - doch dann fing es an aufgrund diverser Mißverständnisse & Fehlverhaltens ein grauenhaftes auf & ab zu werden. Mit tollen Höhen, aber genauso mit Tiefs, die dann letztlich zur Trennung führten. Auch wenn ich die Trennung dann Aussprach - ich habe gelitten wie ein Hund, denn ich war schon soweit, ihm meine Liebe mitzuteilen, weil ich einfach schon so starke Gefühle hatte - und dass ICH mich trennte, war im Prinzip nur eine Reaktion auf seinen Rückzug - ich kam damit nicht klar, dass ich mit ihm nicht offen reden konnte - das machte mich FERTIG.
Naja - wie dem auch sei - ich finde es bemerkenswert, wie schnell du voran kommst. Du machst vieles richtig - vor allem hast du auch keine Möglichkeit der Aussprache gehabt - das macht es mE nochmal schwieriger, damit klar zu kommen.
Aber es ist nunmal so - die Vergangenheit ist vergangen - das ärgern, grübeln und "hätte/wäre" bzw "wie konnte er/sie nur" bringt nun nichts mehr - es ist aus und vorbei und niemand kann es wieder zurück holen. Und wir werden erst in einiger Zeit gemäß Steve Job's Zitat "Connecting the Dots" - die Geschehnisse so interpretieren können, dass sie für uns letztlich Sinn machen.
Ich habe für mich schonmal gelernt, dass diese Erfahrung für mich nun notwendig war, um besser im Kommunizieren zu werden - habe mir das Buch "Gewaltfreie Kommunikation" zugelegt und übe mich nun jeden Tag im Aufbau meines eigenen Selbstwertgefühls sowie meiner Kommunikations/Konfliktfähigkeit. Diese ist essentiell um eine beständige Beziehung führen zu können.
Wie man bei mir sieht:
Seien die Gefühle auch noch so stark, hast du auch noch so stark das Gefühl, es ist die Liebe auf den ersten Blick, die Liebe deines Lebens - es bringt dir alles nichts, wenn du im Augenblick des Konflikts nicht fähig bist, vernünftig das Gespräch zu führen und zu gestalten.
GLG und weiterhin alles Gute