uwe74
Gast
Zitat von Svenson83:Hallo zusammen. Danke für eure Antworten ich lese und schreibe hier so gerne. Hab heute nicht mehr den besten Tag. Hab heute wieder mit einer guten Freundin abgemacht. Waren spazieren und haben danach Mittag gegessen. Aber ich bin heute teils richtig abwesend und fühle mich wieder traurig bis in die Fussspitzen. Ich versuche mich zu beschäftigen wos nur geht aber die Tage dauern im Moment gefühlt eine Woche. Ich würde doch so gerne von Herzen lachen können. Aber zur Zeit spüre ich nix ausser Trauer. Bin total emotionslos. Die Hälfte des Tages ist rum. Bin jetzt noch eingeladen zu einem Geburtstag und danach freue ich mich wieder wenn die Sonne untergeht und ich schlafen kann
Ich bin so müde im Kopf. Meine Anstrengungen mich zu beschäftigen und mich zu bewegen sind so energie raubend. Bei diesem Wetter sollte man Frühlingsgefühle haben und happy sein. Viel zeit draussen verbringen mit Freunden. Aber ich zähle die Stunden bis die Sonne untergeht. Hoffe morgen wird es besser.
Hi Svensson!
Das war damals nach der Trennung auch so bei mir, hat aber nicht lange angehalten. Ich durfte eine, nennen wir es mal, fundamentalistische Erziehung genießen, das Wort "Aufgeben" oder "Niederlage" kannten meine Eltern, besonders mein Vater nicht. Wir wurden immer wieder als Kinder getrieben, motiviert, bekamen aber auch den Ar.. voll, wenn wir nicht gespurt haben. Kein Vergleich zur heutigen Kindererziehung.
Es hat mich aber geprägt. Ich hab´ schon den einen oder anderen Nackenschlag hinter mir und der Kollaps letztes Jahr war der vorerst und hoffentlich letzte Tiefpunkt.
Ich habe mir danach gesagt, als klar war, dass eigentlich alles nicht mehr schlimmer kommen konnte, egal, wie ich mich dagegen stemme: Fu..k you all, jetzt erst recht.
Als erstes habe ich Ziele aufgeschrieben, Kurzzeit und Langzeit. Dann einen Plan für mich aufgestellt, was sind die Prioritäten, was ist sekundär, was völlig unwichtig.
Dann habe ich mir Hilfen gesucht und genutzt. War mir auch nicht zu schade, da mal zu übertreiben, manchmal muss man ungewöhnliche Wege gehen, um ans Ziel zu kommen. Es führen oft mehrere Wege zum Ziel, man sollte den nehmen, der am einfachsten und/oder sinnvollsten ist.
Das war das Fundament für die anstehende Basis: Der Umzug in eine komplett andere Stadt. Ich wäre liebend gerne in meine Geburtsstadt gezogen, aber das ließ sich nicht realisieren (keine bezahlbaren Wohnungen im ALG II-Bereich gefunden, zudem musste ich aus meiner letzte Behausung sehr schnell raus).
So fiel meine Wahl auf Bremerhaven, eine Stadt im Aufwind mit guter Infrastruktur, einem verhältnismäßig gut ausgebautem öffentlichen Verkehrsnetz, bezahlbaren Wohnraum und ich kannte die Stadt ein wenig.
Dann kam der Umzug (wo ich immer noch am werkeln bin in meinem kleinen "Königreich"
Mein Refugium für meine beiden Puschels und mich und es wird großartig und toll. Auch wenn es im 5.Stock ist ohne Lift - sch..ß drauf.
In dieser ganzen Zeit habe ich immer versucht, meinen Hintern auch aus dem Haus zu bewegen, und wenn es nur eine Parkbank vor der Tür war, wo ich mal eine gewisse Zeit verweilte.
Ich war heute auch viel draußen und unterwegs, u.a. im Gym zum Training, außerdem in der City (ei leckeres Eis geschlabbert) und dann noch an der Hafenpromenade "langschwalinert". Und natürlich seeeeeeeeeehr viel geflirtet!
Also, lieber Svensson, mein Leitspruch ist ja "Get These Hands", Deiner sollte sein "Move you Ar.", im positiven Sinne natürlich. Nutz das Wetter, die Sonne, das gibt Kraft und hilft Dir, glaube es einem ehemaligen Leidensgenossen. Ich bin zwar immer noch solo, aber verdammt gut drauf.!
Liebe Grüße
Uwe aka Udi