Ich verstehe schon, dass Du die gestellten Fragen nicht hören willst. Mir musst und sollst Du sie auch nicht beantworten, nur Dir selber.
Was ich aber gelernt habe, bin ich unzufrieden muss ich den Auslöser nicht nur bei anderen suchen. Meine ehemalige Ehe betreffend habe ich Entscheidungen getroffen, die hätte ich nicht treffen müssen, habe ich aber zu Gunsten anderer, war nicht immer zu meinen Gunsten, das habe ich geändert und mir verziehen. Ich habe so agiert, niemand anders. Es war meine Entscheidung.
Dein Geliebter macht genau das, sein Leben nach seinen Vorstellungen ausrichten. Er ist ja auch völlig frei.
Und vielleicht war das auch zusätzlich seine Intention, Du bist gebunden hast ihn dadurch niemals einschränken können. Jetzt sehnt er sich nach einem anderen Lebensmodell, in dass Du nicht passt.
Selbst wenn Du wolltest, bis Du geschieden bist dauert es. Im günstigsten Fall 1,5 Jahre, Härtefall fällt bei Dir nicht an. Da wird es dann auch schon dünn mit Kindern. Trennungsunterhalt wird schwierig, da eine neue Beziehung, voll arbeiten geht u.U. auch nicht da sind ja Kinder. Also auch finanziell dünneres Eis. Und jetzt noch die herrschende Doppelmoral. Für eine Affäre reicht es, aber für die Beziehung bitte eine "anständige" Frau. Und die Freundschaftsnummer, sorry, dass ist nur um Dramen abzuwenden.
Letztlich ist es schmerzhaft, Du wolltest Dein Leben jetzt genießen, nachholen, er hat das längst gemacht und schwenkt jetzt um. Und selbst wenn Du sagst, Du hast es nicht kommuniziert, dass Du eine Trennung vom Ehemann in Erwägung ziehst, wird Dein Affärenmann die Änderung gespürt haben. Und eine Frau mit Kindern passt halt nicht ins Konzept. Sie ist nur praktisch, weil gebunden. Grob gesagt bist Du keine gut Partie, sondern eine Last. Will man das mit 30+? Es tut mir leid, aber wach auf.
Ich bin sogar Männern über Ü40 begegnet, die zwar Freundschaft + wollten, aber bloß keine Beziehung, weil sie keinen Kontakt mit den Kindern haben wollten. Nur ich halt kein F+.
Und ja ich weiß was es heißt sich für die Familie aufzureiben, war meine Entscheidung, genauso wie ich es kenne lange Zeit keinen S. mit den Partner zu haben, mein Exmann war jahrelang im Ausland. Da werden sämtliche Zuwendungen schwierig, incl. geteilte Sorgen und Arbeit. Lag alles bei mir, mit Stiefkinder 5, drei davon zuhause und klein, Hausbau, Arbeit, alltägliches Leben. War für mich kein Grund mein Glück auswärts zu suchen, sondern im Innenverhältnis zu arbeiten. Hat dann zwar nicht funktioniert, die Konsequenz wurde dann gezogen.
Hat Dich jemand gezwungen Dein Leben nicht nach Deinen Vorstellungen zu leben? Hat Dein Mann verlangt überall zu verzichten? Und wenn ja, warum hast Du es gemacht? Wenn nein, warum soll er jetzt schuldig sein? Solltest Du still eingewilligt haben, suche den Part nicht bei anderen. Eine freie Entscheidung hat man immer.
Das ist kein Vorwurf, aber Du bist der Schmied für Dein Glück.
Und jetzt frage Dich, wie war der S. früher, war Dein Mann schon immer so, oder ist das eine Entwicklung auf Grund von gegenseitigen Versäumnissen? Kann man das beiderseitig ändern, oder ist der Zug abgefahren?
Dann handel danach, aber verharre nicht. Du hast nur das Leben, aber Dein Mann auch.