Zitat von Puppenmama5269:Ich habe damals ( ich bin mir nicht mehr sicher wie alt ich war) 15-17 Jahre. Da habe ich ein Typ kennen gelernt.
Der war
DEUTLICH älter, ich glaube er war Anfang 30. Albaner!
Mit dem ist nie was gelaufen ( Gott sei dank). Aber ein Mittag hat er mich heim gefahren und meine Geschwister kamen raus und haben ihn.... Ich sag mal... vom Hof gejagt.
Fand ich doof damals.
Heute weiß ich, das war richtig so.

Meine SIS ist mit 18 ausgezogen und weggezogen (meine Eltern waren in ihren Ansichten verkrustet...). Sie lernte dann parallel zur Uni mit 18 einen Mann kennen der auch mitte 40 war. Sie hatten viele gemeinsame und schöne Jahre.
Letztlich hat hier der Altersunterschied den Ausschlag gegeben, denn er war voll im Leben und sesshaft und sie wollte einfach mehr, sich verändern etc.
Sie haben sich sogar verlobt, die Verlobung dann aber wieder gelöst. Keiner von beiden hat das bereut und sie sind noch viele Jahre gute Freunde geblieben.
Meine SIS war nur so reif, dass sie mit Gleichaltrigen nix anfangen konnte. Ihre Freunde waren meistens ü40. Und ihre Versuche mit 30 oder mitte Dreißigjährigen gingen richtig daneben, weil diese Männer für sie einfach nicht reif genug waren, im Kopf noch Kind waren, mental nicht gefestigt waren (obwohl sie selbst auch schon teilw. Kinder hatten).
Jetzt ist sie selbst ü40, ihr Mann mitte/ende 40 mit Haus und Kind und super glücklich. Aber ihr Leben heute beruht auf den Erfahrungen vom Alter 18-35.
Meine Eltern haben damals auch geschluckt, mussten aber letztendlich damit leben und haben niemanden vom Hof gejagd. Als sie den Versuch unternahmen, ihr da Vorschriften zu machen, ist sie 200 km weit weg gezogen.
Das gab viel Ärger innerhalb der Familie. Aber der war auch wichtig für unser aller Entwicklung. Sie hat mir die Tür geöffnet, sonst wäre ich nicht da wo ich heute bin. Meine Eltern haben sich so weiter entwickelt und gelernt, dass man seine Kinder auch mal ziehen lassen muss (denn sie sind erwachsen), auch wenn man mit den Entscheidungen, die sie getroffen haben, selbst nicht einverstanden ist.
Jetzt nach 22 Jahren nach dieser Sache haben sie eine Tochter mit Ehemann in einem schönen Haus und einen Enkel, sie ist voll verbeamtet als Lehrerin. Und sie hben einen Sohn mit 2 Kindern, zwar geschieden aber auch soweit gut versorgt mit Job etc.
Und all das ohne das sie jemanden vom Hof jagten und vor allem trotz, dass sie mit vielen unserer Entscheidungen nicht einverstanden waren.
So schlecht können die Entscheidungen also nicht gewesen sein!
Man kann es eben nicht pauschalisieren und Erfahrungen kann man nur machen und nicht von Anderen erlernen.