linea8
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warum man denkt, dass man allein auf der Welt ist und nur einem selbst geht es so schlecht-
Ich denke, dieser massive emotionale Ausnahmezustand- Rationalität ist hier komplett ausgeschaltet- und die völlig zerstörte eigene Welt tun dazu ihren Teil.
Das ist in keinster Weise Egoismus.
Ich glaube, es ist sehr wichtig das alles zu durchleben und auszuhalten und stark zu trauern. Nur danach ist die Seele in der Lage, langsam zu verarbeiten und zu heilen.
Ich habe bei mir selber erlebt, dass das starke Trauern mir insofern geholfen hat, dass ich danach mal durchatmen und mich anderen Dingen öffnen konnte. Bis zum nächsten mal losheulen,usw. usw.....Ich habe das dann immer ausgelebt wenn die Situation gerade passte, weil ich wusste es hilft. Ein bisschen wie ein Überlauf-Ventil....
Übrigens konnte ich sogar in der ersten Zeit bestimmte Speisen nicht zu mir nehmen, weil ich irgendeine Erinnerung daran geknüpft habe. Dazu noch Orte, Musik, bestimmte Kleidung zu gemeinsamen Aktivitäten....Die Trauer geht manchmal abstrakte, seltsame Wege
Morgens beim Aufwachen, bzw. in der Aufwachphase waren die Gedanken und Emotionen in der ersten Zeit besonders stark.
Abends muss man irgendein Blödsinn im Fernsehen suchen, zur Ablenkung. Ich lese auch ganz viel - je fieser die Geschichte desto besser.Und Tiere helfen:-)
(Mein Wauzi ist ganz nah bei mir.)
Fühl dich mal unbekannterweise gedrückt.
LG