stabilo88
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Ich befinde mich seit etwa 3 Jahren in einer nicht ganz einfachen Beziehung. Ich, 50, Sie 44 mit zwei Kindern (10 und 12) von ihrem geschiedenen Ehemann. Beide sind wir Selbständig, wohnen etwa 40km (30 min) auseinander. Seit Beginn an ist das "Zeit füreinander haben" schwierig. Aktuell sehen wir uns einmal die Woche (Donnerstags ab 21 Uhr) und jedes zweite Wochenende von Freitag Abend bis Sonntag mittag. Wenn sie die Kinder am Wochenende hat (Wechselmodell) dann bin ich vielleicht noch einmal kurz bei einem Ausflug oder beim Essen dabei.
Die Zeitfenster sind durch sie vorgegeben. Ich hätte sehr gerne mehr Zeit mit ihr und den Kindern, die Kinder kommen prima mit mir klar. Aber sie will das aktuell nicht. Sagt, der Stress ist zu groß, wenn ich dann auch noch da bin. Sie will auch nicht, das ich übernachte, wenn die Kinder da sind. Angeblich wäre das Haus zu klein, das Bad zu eng, die Aufstehzeiten zu früh (6.30) und die Hektik zu viel für mich und Abends braucht Sie Zeit mit den Kindern und da kann sie mich gar nicht haben.
Direkt darauf angesprochen meint sie jedoch - Patchwork das fände sie schon sehr gut. Und ja, sie sei ein Familienmensch.
Jetzt aktuell hat sie 2 Wochen Kinderfrei. Es ist ihr nicht einmal in den Sinn gekommen, diese Wochen mit mir zu planen. Die Tage sind mit allem ausgefüllt, nur keine Paarzeit. Auch wegfahren für ein paar Tage zusammen, kein Gedanke daran - es ist alles so stressig in ihrem Leben, da muss sie auch mal durchschnaufen. Wir werden uns die ganzen zwei Wochen nur einmal kurz zum Abendessen sehen. Diskussionen über das Theme Zeit arten regelmäßig in Streit aus - sie rückt keinen Milimeter vom Schema ab und verteidigt ihre Zeitaufteilung vehement. Ich wäre ja bedürftig und mir wäre nur Langweilig, ich "nerve" sie mit meinem Näheanspruch.
Wie seht ihr das?
Ich wäre halt gerne mehr integriert, würde auch Aufgaben in der Familie übernehmen, Alltag leben wollen - Sie meint dazu nur, "das würde unseren schönen Stunden kaputt machen, weil die sind doch sooo schön und unbelastet". Aber ich würde halt gerne weiter kommen und nicht nur eine Alltagsflucht sein.
Mich macht die Situation sehr unglücklich. Ich bin nicht sicher, ob sich das irgendwann ändern wird und ob eine Trennung nicht besser wäre. Obwohl ich diese Frau wirklich liebe.