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Gefühle für zwei Personen - altes Thema

Andy17


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Zitat von Gemini:
Hier im Forum gibt es einige Moralapostel, die nur da sind um andere zu verurteilen

Wer sein Glück im Lügen und Betrügen finden will, soll doch so weitermachen
Zitat von Cinderella01:
Wir können nicht in der Umgebung gesunden, in der wir krank geworden sind.

Aber die Umgebung war jahrelang gut genung eine Familie zu gründen. Und plötzlich kommt eine andere Umgebung, vielleicht mit strammen Körper, und schon macht die alte Umgebung krank.

03.11.2019 19:41 • #166


Solskinn2015

Solskinn2015


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Nein das ist es bestimmt nicht. Und wenn es doch so wäre, dann wäre es auch egal. Schau mal in die Weltgeschichte und die Weltliteratur. Die Liebe ist ein volatiles Geschöpf. Auch wenn ich glaube, dass es sich nicht unbedingt um Liebe handelt um die es hier geht. Weil diese Schmetterlingsliebe gibt es hat in längeren Ehen vermutlich eher selten. Auch ist der andere Partner nicht unbedingt als Schuldiger zu bezeichnen. Es geht einfach darum, dass es halt Menschen gibt, die haben Löcher. Und ihnen reicht das dann irgendwann emotional nicht mehr. Nicht mehr für sich selbst. Wenn das halt so ist, was soll ich dann diese Person noch versuchen zu halten? Lass sie doch gehen. Schützt die gemeinsamen Kinder soweit es geht. Bekämpft Euch nicht finanziell bis aufs Blut. Nehmt Euch nicht die gemeinsamen Kinder weg.

Ja es tut weh, gestrandet zu sein. Als Familie, als Partnerschaft. Die lange anhielt. Die gut aussah. Die sich auch gut anfühlte. Warum sie sich nicht mehr gut anfühlt, dafür muss jeder für sich Rechenschaft ablegen.

Ich finde dieses Trennungsjahr Gedöns im übrigen SCH...
Geht zum Notar. Legt fest wir leben seit XYZ getrennt. Dieses keine gemeinsamen Dinge mehr. Diese nicht mehr gemeinsam Essen. Vor den Kindern. Lasst es.

03.11.2019 19:50 • x 1 #167


Cinderella01


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Löcher stopfen kann sein, jeder entwickelt sich weiter, im besten Fall gemeinsam und manchmal passt es auch nicht mehr, wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein.

03.11.2019 19:59 • x 1 #168


Solskinn2015

Solskinn2015


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Ja mag so sein oder so. Mir ist es zu müssig zu überlegen, ob meine EXE sich weiterentwickelt hat. Sie hat sich verändert. So dass es nicht mehr passte. Und zwar nicht von heute auf morgen, sondern schon lange. Es ist nur eine Frage sich das selber einzugestehen. Offen zu sagen. Ich will etwas anderes. Lass uns das bewahren was war. Meistens wird doch so viel Schuld gesucht bei dem anderen, dass alles zusammenbrechen muss. Das tragen dann keine Familienstrukturen mehr.

03.11.2019 20:10 • x 1 #169


Cinderella01


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So einfach ist es auch wieder nicht, glaubst du nicht, das auch die Verlasser die Schuldgefühle plagen? Sie fragen sich sicherlich, welchen Anteil sie dazu beigetragen haben.
Siehe doch die Zerrissenheit der TE. Und genau um diese Familienstruktur zu erhalten, setzt sie sich doch damit auseinander.

03.11.2019 20:15 • x 2 #170


trixi-77

trixi-77


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@Gemini

Danke! Das spricht mir sehr aus dem Herzen. Mein Mann und ich wissen das beide. Wir sind aber wohl auch beide extrem schlecht im Loslassen und haben beide Angst vor der Endgültigkeit.
Ich glaube auch, da müssen wir einfach durch bzw. einen Schritt MACHEN.

Zitat von Cinderella01:
Wir können nicht in der Umgebung gesunden, in der wir krank geworden sind.


Dass ich darüber krank geworden bin, kann ich nicht behaupten. Aber ich glaube ich weiß, was Du meinst. Und die Ehe ist definitiv krank!

03.11.2019 20:35 • #171


Cinderella01


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Krank nicht, eher destruktiv.

03.11.2019 20:37 • x 1 #172


Solskinn2015

Solskinn2015


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Das sehe ich ja auch bei der TE. Sie bemüht sich den Schaden für alle gering zu halten. Finde ich gut. Sehr reflektiert.

Deshalb finde ich ja auch ein Trennungsjahr im Haus durchzuziehen vor den Kindern total kontraproduktiv.

Beide legen fest: Trennungsjahr beginnt. Notariel beglaubigt. Gleich noch eine notarielle Trennungs - und Scheidungsfolgevereinbarung abgeschlossen. Es muss sich dann noch nicht einmal einer scheiden lassen. Man kann sich alles überlegen.

03.11.2019 20:42 • x 1 #173


trixi-77

trixi-77


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Zitat von Solskinn2015:
Bekämpft Euch nicht finanziell bis aufs Blut. Nehmt Euch nicht die gemeinsamen Kinder weg. Davon ist ja gar nicht (mehr) die Rede.

Ja es tut weh, gestrandet zu sein. Als Familie, als Partnerschaft. Die lange anhielt. Die gut aussah. Die sich auch gut anfühlte. Warum sie sich nicht mehr gut anfühlt, dafür muss jeder für sich Rechenschaft ablegen.

Ich finde dieses Trennungsjahr Gedöns im übrigen SCH...
Geht zum Notar. Legt fest wir leben seit XYZ getrennt. Dieses keine gemeinsamen Dinge mehr. Diese nicht mehr gemeinsam Essen. Vor den Kindern. vielleicht hast Du das falsch verstanden: wir machen ja noch fast alles wie früher. Grillen im Sommer, Sonntagsfrühstück, Spieleabende am Wochenende....jeden Tag gemeinsame Mahlzeiten... DAS ist es ja! Das ist keine Trennung. Dafür wäre es eben notwendig, auch getrennt zu essen etc. Und das finde ich auch "albern", wenn man unter einem Dach wohnt und die Kinder eben diese Zeit auch einfordern.Lasst es.



Zitat von Andy17:
Aber die Umgebung war jahrelang gut genung eine Familie zu gründen. Und plötzlich kommt eine andere Umgebung, vielleicht mit strammen Körper, und schon macht die alte Umgebung krank.

Ach Gottchen...

Zitat:
Beide legen fest: Trennungsjahr beginnt. Notariel beglaubigt. Gleich noch eine notarielle Trennungs - und Scheidungsfolgevereinbarung abgeschlossen. Es muss sich dann noch nicht einmal einer scheiden lassen. Man kann sich alles überlegen

Nur zum Verständnis: das meinst Du jetzt nicht Ernst? Oder doch? Ist ja im www manchmal nicht so leicht zu erkennen.

03.11.2019 20:44 • #174


Andy17


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@trixi-77
Was willst du eigentlich hören? Dass jemand eine beschis... Ehe hatte, fremdgegangen ist, jahrelang gelitten hat (einschließlich Partner und Kinder) und dann kommt das große Happy End. So etwas wird es sehr, sehr selten geben.

03.11.2019 21:08 • x 1 #175


trixi-77

trixi-77


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Es geht mir nicht um möglichst viele Happy Ends oder Absolution.
Wobei ich sicher bin, dass das Leben für jeden ein Happy End bereithält.

Es geht mir um Entscheidungshilfen durch die Erfahrung anderer, die ähnliches gefühlt haben und denen es heute gut geht. Oder die sagen können, dass ihr Weg falsch/ richtig war.

03.11.2019 21:12 • #176


Solskinn2015

Solskinn2015


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Wie meinst Du das?

Das Trennungsjahr würde ich mir dokumentieren lassen. Es sei denn ihr seid Euch sehr einig.
Ihr könnt jetzt mit dem Notar schon vieles regeln und es bedarf dann nicht soviel Aufwand bei der Scheidung.

Gut, ich habe den Eindruck ihr lebt wirklich wie gehabt. Da kann man schwer jetzt anfangen Dinge aufzuteilen im Vertrag. Macht Euch Gedanken über die Hütte. Entweder einer bezahlt den anderen aus. Zinsen sind niedrig oder ihr verkauft. Dann müsstet ihr evtl. an die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Da können schon fünfstellige Summen zusammenkommen.

Berechnen kann Euch das die Bank oder vielleicht besser die Verbraucherzentrale. Zur Bank würde ich jetzt vielleicht nicht gerade gehen und denen nen Floh ins Ohr setzen.

03.11.2019 21:17 • #177


Gemini

Gemini


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Zitat:
Wir sind aber wohl auch beide extrem schlecht im Loslassen und haben beide Angst vor der Endgültigkeit.
Ich glaube auch, da müssen wir einfach durch bzw. einen Schritt MACHEN.

Ja genau, man muss es machen und Mut haben. Im gemeinsamen Haus getrennt essen und alles getrennt machen, obwohl man gemeinsame Kinder hat ist unmöglich. Aber alles gemeinsam machen, so wie immer, führt dazu, dass man nie wirklich getrennt ist. Neue Partner hätten in solch einer Konstellation niemals Platz und vermutlich hätten die Meisten auch wenig Lust dazu. Und dir ging es doch unter anderem darum, dass dir genau das fehlt. Romantik, Nähe, Leidenschaft.
Trennungen sind niemals leicht und manchmal muss man auch mal hart sein. Tun was getan werden muss. Sich für einen Weg entscheiden. Dieser Schwebezustand wird auf Dauer alle mürbe machen und in die Beziehung zurück, macht vermutlich nicht allzu glücklich, obwohl dir dieser Weg momentan ja noch offen steht.

03.11.2019 21:59 • x 3 #178


trixi-77

trixi-77


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Danke @Gemini

Das sind sehr Weise Worte.
Und eigentlich... weiß ich das auch. Und auch mein Mann (wir reden gerade darüber).

03.11.2019 22:04 • x 1 #179


6rama9

6rama9


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Zitat von Gemini:
Ja genau, man muss es machen und Mut haben. Im gemeinsamen Haus getrennt essen und alles getrennt machen, obwohl man gemeinsame Kinder hat ist unmöglich. Aber alles gemeinsam machen, so wie immer, führt dazu, dass man nie wirklich getrennt ist. Neue Partner hätten in solch einer Konstellation niemals Platz und vermutlich hätten die Meisten auch wenig Lust dazu. Und dir ging es doch unter anderem darum, dass dir genau das fehlt. Romantik, Nähe, Leidenschaft.
Trennungen sind niemals leicht und manchmal muss man auch mal hart sein. Tun was getan werden muss. Sich für einen Weg entscheiden. Dieser Schwebezustand wird auf Dauer alle mürbe machen und in die Beziehung zurück, macht vermutlich nicht allzu glücklich, obwohl dir dieser Weg momentan ja noch offen steht.

So was funktioniert als Trennungsschritt niemals. Halte ich für absolut unmöglich. Wenn man es aber als ergebnisoffene WG sieht, könnte es durchaus klappen. Dann aber ohne Trennungszwang mit klaren Regeln.

Das Hauptproblem sehe ich hier darin, dass die Trennungsvereinbarung und das Trennungsjahr absolut nichtig ist, wenn einer der beiden die Trennung einfach verhindern und sich verweigern will. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sich der EM in einer WG einrichten würde. Er scheint mit einer WG-Partnerin und WG-Mutter einverstandn zu sein, solange diese sich nicht aushäusig holt, was sie ihm nicht zugesteht. Und daher würde es mich nicht wunden, wenn er die Trennung unterminiert und keinerlei Anstalten macht, diese zu akzeptieren, also im Endeffekt auch das Trennungsjahr anficht (was ja auch korrekt ist, die Trennung ist ja nicht wirklich vollzogen, wenn man gemeinsam isst, spielt und Ausflüge macht).

03.11.2019 22:51 • x 1 #180




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