Nalf
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Zitat von alleswirdbesser:Bedeutet commitment zwangsläufig dass man verheiratet sein muss?
Nein, absolut nicht. Aber dass man sich zu einander bekennt, Anteil am Leben des anderen nimmt, für einander einsteht, sich bespricht und berät und wohlwollend ist. Sonst ist es nur WG bzw. F+ mit Kindern.
Zitat von alleswirdbesser:Findest du, dass das Geld ein Paar zusammenhält
Nicht das Geld selbst. Aber wenn sich ein Paar als Einheit versteht, ist es, auch bei getrennten Konten, gemeinsames Geld. Hält man es strikt getrennt, hat man auch keine Meinung zu Jobwechsel, Hauskauf u.ä. zu haben. Solange er/sie ihre X Euro Miete und Kinderbudget beisteuert, ist er/sie dem anderen keine Rechenschaft schuldig. Wie soll man bei so viel Distanz denn jemals gemeinsam ein Haus kaufen oder Kinder gemeinsam erziehen oder mitbekommen, wann es dem anderen endgültig zu wenig ist?
Zitat von Heliflieger:Bei allem Respekt, in der heutigen Zeit macht der Vater auch viele Dinge
"Viele Dinge", ja mei. Sie hat 80 Wochen bzw. anderthalb Jahre ihren Körper für die Herstellung gemeinsamer Kinder hergegeben. Nebenher vermutlich gearbeitet. Und Du hast in der Zeit? Ein gemeinsames Haus für euch gebaut? Überstunden gemacht, um ihr Teilzeit zu ermöglichen? Sie in irgend einer anderen Form dafür entschädigt, eure Kinder geboren zu haben? Und wie war das mit dem Stillen? Waren eure Leistungen da auch ausgeglichen und Du nachts genauso oft wach? Oder hast Du ihr während den Schwangerschaften und Stillzeiten nur Miete und Stromkosten erlassen?
In einem anderen Thread hat ein Mann eine Wohnung renoviert und dafür einen Kredit auf seinen Namen aufgenommen, obwohl das Haus nur auf den Namen seiner Frau läuft. Jetzt sieht es so aus, als wäre kein Zugewinn da. Finden alle unfair und möchten, dass die Frau ihm die Kreditsumme und/oder seine Arbeitsleistung ausbezahlt. Aber wenn es nicht um die Sanierung einer Immobilie, sondern um das Erschaffen von zwei Menschen geht, und die Frau nicht einen Kredit aufgenommen, sondern ihr eigenes Leben riskiert und ihren Körper 6 Mal umgebaut hat, dann kommt niemand auf die Idee, dass der Mann, der sich jetzt Vater nennen darf, ihr was schuldet.
Zitat von Heliflieger:Ich behandle Sie mit Respekt und erwarte es aber auch
Aber Du bist halt nicht mehr ihr Maßstab. Als ihr noch zusammen wart, durftest Du Deine Erwartungen an sie äußern und konntest sie mit Trennung bedrohen, wenn sie sich nicht so verhalten hat, wie Du es für richtig und respektvoll gehalten hast. Jetzt kann sie sich Dir gegenüber benehmen, wie es ihr passt. Sie hat Dein Trennungsangebot angenommen und möchte Dich aus der Wohnung haben. Da wäre sie ja blöd, wenn sie nicht extra eklig und herablassend zu Dir wäre. Damit Du gehst. Einziger Haken: Die Kinder bekommen das voll mit und bekommen das als die Art, wie man mit einander umgeht, vorgelebt. Ich sehe Dich hier aber nicht primär in der Opferrolle. Das meine ich mit "ihr gebt euch nichts und gönnt euch nichts". Nicht mal eine schmerzarme, für die Kinder friedliche Trennung. Deine Ex scheint ja zu selbstlosen Taten fähig gewesen zu sein und hatte offenbar auch den Bedarf zu reden und sich zu kümmern und gemeinsame Projekte anzugehen. Nur hat sie das eher bei den Kindern, ihrer Mutter und dem Nachbarn ausgelebt als bei Dir. Da wird also schon ganz lange die Luft raus und das Vertrauen in eine gemeinsame Zukunft weg gewesen sein und die Beziehungsarbeit, das zu klären und zu verbessern, wurde nicht geleistet. Wie häufig jemand die Spülmaschine ausgeräumt oder auch mal gestaubsaugt hat, ist da nur Nebenkriegsschauplatz. Dass Deine Ex ein ganzes Haus kauft, ohne sich mit Dir zu koordinieren, spricht gegen die Tiefe eurer Beziehung. Ihr wart halt lange zusammen aber nicht sehr eng. Entsprechend wenig Substanz für wohlwollendes Handeln ist jetzt da.
Ihr habt in einer WG gelebt und streitet euch jetzt darum, wer zum Hauptmieter aufsteigen darf und wer gehen muss. Jetzt geht's nur noch ums Gewinnen.