Zitat von sinatralala:Ich habe das Gefühl, dass seine Mutter ihm vor finanzielle Dinge gewarnt hat. Denn wenn er gegen ein Kind spricht, dann ist sein Argument nur das Finanzielle.
Ach komm... Wirtschaftlich betrachtet ist ein Kind immer eine Katastrophe. Er braucht doch überhaupt einen Grund, den er dir nennen kann, damit er es ablehnen/aufschieben kann. Das Finanzielle ist immer das Totschlagargument, wenn es um die Ablehnung des Kinderwunsches geht.
Zitat von sinatralala:Durchschnitt und ins Ausland möchte er nicht - er hätte allein auch viel zu viel Angst davor.
Eher, weil Mama ihn so hinkonditioniert hat, dass er niemals aus ihrem Dunstkreis abziehen wird. Sie wird ihn so indoktriniert haben (vermutlich durch emotionalen Missbrauch - dazu unten mehr), dass er selbst vor einem Regenwurm auf der Straße Angst hat, wenn Mama ihm das erzählt hat.
Zitat von sinatralala:Nun frage ich mich, ob ich ihm weiterhin vertrauen soll, wenn er von 5-10 Jahren spricht. Kann ja sein, dass er seine Meinung wieder ändert, ohne es mir mitzuteilen.
Willst du dich und deinen Kinderwunsch von einem Typen abhängig machen, der sich nicht wirklich bekennen kann? In 5-10 Jahren ist es für dich rein biologisch gesehen eine endgültige (und dann eben fremdbestimmte) Entscheidung. Die trifft noch nicht mal er, sondern (und nun Lauscher ganz weit auf) es ist eine Entscheidung SEINER MUTTER über DEIN LEBEN! mach dir das mal ganz deutlich bewusst.
Zitat von Malina84:Das seine Mutter ihn als Partner Ersatz sieht, geht ja auch nur wenn er das zulässt.
Falsch. Es gibt emotionalen Missbrauch und der ist pure Manipulation - und der wird nicht selten von Müttern (oft auch unbewusst) ausgeübt.
Zitat von Annika82:Vielleicht sind die Eltern getrennt oder der Vater war nie im Bild
Der Vater ist seit seiner Teenager-Zeit tot.
Zitat von Annika82:Es gibt auch verwitwete Eltern, die sich nie wieder gefangen haben und die Kinder zu Partnerersätzen heranziehen.
Japp, und genau das sehe ich hier.
Zitat von Zweizelgänger:Eigentlich braucht sie eine Therapie, um dieses Märchen in ihrem Kopf auflösen zu können und in der Realität anzukommen.
Ich denke nicht, dass sie eine Therapie braucht. Ihr Sohn bräuchte eine. Ich habe es auch in der Therapie gelernt, was meine Mom mit mir getrieben hat - ein krasser Augenöffner.
Zitat von Zweizelgänger:Das kann er nicht sehen, denn er kennt nur diese missbräuchliche Beziehung zu ihr und ist dementsprechend so konditioniert.
Eine der tollsten und für mich wahrsten Aussagen in diesem Thread! Applaus dafür, denn das trifft es genau. Im Endeffekt ist er genauso Opfer wie die TE.
Zitat von Zweizelgänger:Denn man muss das mal ganz klar sagen, was da abläuft ist nichts witziges oder etwas was man banalisieren sollte - es ist Missbrauch.
Absolut. Leider wird genau so eine Mutter-Kind Beziehung eher banalisiert, statt die traurigen Fakten nüchtern zu betrachten.
Zitat von Baumo:Ein Muttersöhnchen Verhältnis besteht meistens bis zum Tod der Mutter.
Ist das eine Suggestion?! xD
Selbst dann ist es nicht selten so, dass diese Kinder in ihrem Partner einen Ersatz für die Mutter suchen. Sie lernen ja durch diese Beziehung, was "Liebe" ist. Anders kennen sie es nicht. Hier braucht es professionell Hilfe. Norman Bates wurde hier erwähnt. Natürlich mit humoristischem Unterton. Aber das beschreibt es sehr überzeichnet sehr genau. Solche gestörten Mutter-Kind Beziehungen gehen auch über den Tod hinaus.
Zitat von Baumo:Das Problem ist nicht dass du der Mutter nicht passt im Gegenteil ich wette sie mag dich sogar und gibt überall an mit deinem Master.
Sehe ich anders. Die Mutter wird die Denke haben: "wenn Mal eine ordentliche Frau kommt, dann lasse ich ihn ziehen". Problem ist, dass sie sich damit ihr Verhalten legalisiert und dass es NIE eine Frau geben wird, die ihren Ansprüchen gerecht wird.
Liebe TE,
auch mein Verhältnis zu meiner Mutter war lange Zeit gestört, wie ich aber erst spät selbst lernen musste. Sie hat gerne ihre Bedürfnisse mit Tränen durchgesetzt (mein Wunder Punkt), hat sich in Dinge eingemischt, die nicht ihre Baustelle waren. Damit du mich nicht missverstehst: ich hatte eine perfekte Kindheit und sie ist die beste Mutter, die man sich wünschen kann. Allerdings hat sie es nicht geschafft, sich von mir wirklich zu entkoppeln. Das habe ich (unbewusst) getan, weil ich begann, mein Leben 150 km weit weg aufzubauen. Ich liebe meine Mom! Aber seit einer ganzen Weile habe ich gelernt, ihr ihre Grenzen im Bezug auf mich aufzuzeigen. All das habe ich erst in therapeutischer Behandlung bemerkt und gesehen. Vorher empfand ich es als "normal". Vielleicht triggert mich dieses Thema deshalb so.
Heute haben wir ein tolles freundschaftliches Verhältnis und ich frage sie in vielen Dingen des Lebens um Rat - den ich dann bewerte und schaue, ob ich ihm folge oder nicht.
Im Endeffekt habe ich gelernt, SIE zu konditionieren und seit einer ganzen Weile hat da wohl auch eine innere Akzeptanz eingesetzt.