Miseler
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Wenn es erheblich verschiedene Werte und Moralvorstellungen gibt, der Blick auf die Vergangenheit sowie das ungesunde familiäre System des Partners oder wie in meinem Fall der Partnerin nicht mehr durch die rosarote Brille der anfänglichen Verliebtheitsphase betrachtet werden, kann dies bei aller Liebe zu einer unüberbrückbaren Hürde führen.
Ich habe mehrfach darauf hingewiesen und wurde immer verzweifelter, unzufriedener und somit zugegebenermaßen auch nörgelnder.
Habe nicht akzeptieren wollen, dass sich meine Partnerin von ihrer fast 30jährigen Tochter in einen fiesen, lügenbehafteten Loyalitätskonflikt und Kampf um Liebe hat ziehen lassen, genauso wenig, wie dass ihr 27 jähriger süchtiger Sohn trotz anders lautender Aussagen im ersten Halbjahr unserer Beziehung nun doch wieder öfter bei ihr daheim war.
Wahrscheinlich musste sie sich für ihre Kinder entscheiden. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass dem Alter dieser Rechnung getragen wird und ich eine reale Chance eingeräumt bekomme, bzw. dass zumindest versucht wird zu verstehen, wie ich mich bei all dem gefühlt habe.
Ich hätte gerne eine selbstbestimmtere Frau an meiner Seite gehabt, die nicht meine Hand von ihrem Bein wegdrückt, weil das der Tochter nicht passt.
Ich habe keine Lust wieder einmal schlimmsten Trennungsschmerz zu spüren, diese quälenden, zermürbenden Gedanken, diese tiefe Traurigkeit, die nun wieder wochenlang von mir Besitz ergreift, und mich zehnmal am Tag daran erinnert, dass ich wieder einmal gescheitert bin und eine Liebe verloren habe, die den Widrigkeiten und Umständen leider nicht standgehalten hat 😢