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Liebe und Panik

K
@Margerite
Ja war schon in Therapie. Und ich habe auch durchaus bessere Tage. Wir waren mehrere Tage beieinander und mit dem Abschied kam der Fall. Bei ihm war ich einfach ich. Ich war froh wenn mir danach war, ich war mal patzig wenn mir danach war. Ich fand ihn mal unwiderstehlich süß und mal ätzend ohne großen Grund. Glaube das war einfach normal und alltagsähnlich? Aber als ich dann zu Hause war bin ich mal wieder alle Situationen durchgegangen und hab meine Fehler gesucht. Nach dem Motto ich hätte dies machen sollen, ich hätte jenes nicht sagen sollen. Und das macht einen unglaublich kaputt. Weil das ist anstrengend und auf einmal sieht man nur noch seine eigenen schlechten Seiten. Verstehst du wie ich das meine ?

Aber wenn ich mal realistisch denke für 5 Minuten wird mir klar dass er auch Macken haben wird. Wenn ich ihm sage er ist super lieb, dann sagt er mir auch dass er auch andere Seiten hat so ganz allgemein. Nicht gegenüber mir. Und letztendlich hatte er auch noch nicht wer weiss wie gute Beziehungen und vor allem offensichtlich keine die wirklich hielt. So.. Da ist er vielleicht mindestens genauso voller Hoffnung und Mühe wie ich dass bei uns alles schön läuft oder? Er wird ja auch vielleicht seine Seiten haben wo er Ängste hat? Er will ja auch mal ankommen. Und neben all meinem Gedankenchaos und meinen zick Momenten bin ich auch ganz liebevoll und rücksichtsvoll und ich kann sehr locker und witzig sein. Aber leider habe ich einfach dicke Narben auf der Seele, die früh verursacht worden sind. Und ich habe ihm auch gesagt dass ich viele Trigger habe und auch Verlustangst aber man merkte direkt dass er da nicht so viel mit anfangen konnte, das ist auch ganz normal wenn man das selber nicht kennt.

Er ist ja auch etwas älter als ich. Damit steigt ja auch Lebenserfahrung und eigene Entwicklung. Ich entwickel mich ja auch weiter.. Ich bin zumindest so bemüht. Aber manchmal fühle ich mich dann auch wie ein Roboter der bloß keine Fehler machen will.

#16


Sonnenschein85
Zitat von Klaudin:
@Margerite Ja war schon in Therapie. Und ich habe auch durchaus bessere Tage. Wir waren mehrere Tage beieinander und mit dem Abschied kam der Fall. ...

Das klingt wirklich anstrengend für dich. Kommunizierst du das eigentlich alles so offen mit ihm wie hier? Oder hast du davor Angst? Vielleicht nimmt dir das ein bisschen den Druck, wenn dz deine Ängste benennen kannst

#17


A


Liebe und Panik

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M
Der innerpsychische Mechanismus für die Anfälligkeit der Panik ist bereits ausführlich und mehrfach von anderen Teilnehmerinnen treffend beschrieben worden, identifiziert als - womöglich nur temporär - schwach ausgeprägtes Selbstwertgefühl. Auch der Warnhinweis, daß die Verlustangst das emotionale Abhängigkeits-Verhängnis verstärkt, ist benannt worden.
Weil niemand mit Panikängsten geboren wird, scheinen traumatisierende Verlusterlebisse als Quelle deiner Verunsicherung sehr wahrscheinlich. Die Trauma-Diagnose hilft dir aber nur bedingt weiter.

Du schaffst es gerade, indem du dich zusammenreißt, deine Ängste zu händeln. Und die Panikfalle schnappt nicht zu, solange das Verhältnis stabil bleibt. Deswegen sei dir angeraten, nutze die intakte Beziehung, um dein Selbstwertgefühl zu stärken, um mehr emotionale Eigenständigkeit zu entwickeln - die Idealisierung deines Freundes wäre jedoch ein gänzlich falscher Ansatz. Das Ziel der psychischen Stabilisierung wirst du nur in Auflösung deines Klammerbedürfnis erreichen.

Was du beschreibst, habe ich nach einer grausamen Trennung ähnlich erlebt, nach einem Trennugsschock, der schlagartig mein Selbst komplett zerlegt hat, mir für viele Monate jeglichen Halt geommen hat. Das ging soweit, daß schon einige Meter mehr Abstand von einer vertrauten Person, die gerade in der Nähe war, Schwindelgefühle und Magenziehen ausgelöst hat, die körperlichen Begleiterscheinungen der panisch diffusen Furcht vor dem Verlassen werden. Es hat lange gebraucht, bis ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte und sich diese psychotischen Verlustangstzustände wieder gelegt haben.

Die gute Nachricht ist, daß die Auflösung der Verlustangst in eigener Anstrengung machbar ist. Im Thread wurde ein offenes Gespräch mit deinem Freund vorgeschlagen, womit du ihm deine Problematik erläuterst. Wenn er es versteht und empathisch ist, könnte er dabei eine große Hilfe sein. Den Komplex angehen mußt du aber allein.

#18


DieSeherin
Zitat von Klaudin:
Er ist ja auch etwas älter als ich.

wieviel älter ist er denn und was für beziehungserfahrungen hat er?

#19


M
Zitat von Klaudin:
Weil das ist anstrengend und auf einmal sieht man nur noch seine eigenen schlechten Seiten. Verstehst du wie ich das meine ?

Ja, verstehe ich. Es ist sehr schwierig, da eine Balance zu finden. Also zwischen "Patzigsein" und zu schweigen.

Das Patzige ist ein Akt der Aggression, weil Du Dich nicht richtig wahrgenommen fühlst. Es ist aber auch eine kindliche Reaktion wie bei einer Fünfjährigen, die aufbegehrt.
Manchmal ist es besser, das Patzige zu unterdrücken, denn es nützt sich auch ab und es ist nicht konstruktiv.
Besser wäre es zu sagen: Du, können wir mal kurz über das sprechen was mich stört.

Das ist erwachsener als eine Trotzreaktion. Das Patzige kommt dann, wenn man seine Emotionen nicht steuer kann.
Aber manchmal ist es einfach auch nicht angebracht, z.B. wenn der Partner eigentlich nichts falsch gemacht hat und er Dich doch stört.
Mit dauerndem Patzigsein stresst Du den Partner auch. Man kann auch ruhig über Dinge sprechen die einen bewegen.


Zitat von Klaudin:
Aber als ich dann zu Hause war bin ich mal wieder alle Situationen durchgegangen und hab meine Fehler gesucht. Nach dem Motto ich hätte dies machen sollen, ich hätte jenes nicht sagen sollen. Und das macht einen unglaublich kaputt. Weil das ist anstrengend und auf einmal sieht man nur noch seine eigenen schlechten Seiten. Verstehst du wie ich das meine ?

Ich fnde es gut, wenn Du die Situationen später nochmals wie durch eine Brille anschaust. Aber Du solltest den Fokus nicht nur auf das legen, was Dir negativ erscheint. Du hast doch auch gute Seiten und Eigenschaften und die schaust Du viel zu wenig an.

Stattdessen stellst Du Dich in Frage und geißelst Dich später damit. Das ist sehr anstrengend und stressig für Dich und das Patzige ist auch für den Partner sehr anstrengend, weil der sich dann auch nicht angenommen fühlt.
Vor einer Reaktion kann man auch mal tief Luft holen und vorher nachdenken bevor man wie eine Fünfjährige mit dem Fuß aufstampft. Da wird man nämlich auch oft ungerecht.

Zitat von Klaudin:
Er ist ja auch etwas älter als ich. Damit steigt ja auch Lebenserfahrung und eigene Entwicklung. Ich entwickel mich ja auch weiter.. Ich bin zumindest so bemüht. Aber manchmal fühle ich mich dann auch wie ein Roboter der bloß keine Fehler machen will.


Dass er älter ist, sehe ich in Deinem Fall eher als Vorteil. Er ist vielleicht abgeklärter und lebt seine Impulse weniger stark aus als Du.
Du bemühst Dich wirklich, das kann man ja klar sehen, aber manchmal kommen Deine Mühen später, wenn Du das rausgelassen hast was Dich störte und beeintächtigt hat. Du überlegst hinterher, wie hätte ich besser reagieren können und kritisierst Dich für das, was Deiner Ansicht nach nicht gut gelaufen ist.

Das Gefühl, ein Roboter zu sein, resultiert aus Deiner Unsicherheit. Du willst die eine, perfekte Frau für ihn sein, die sich genauso verhält, wie er es haben will bzw. von dem Du glaubst, wie Du sein solltest.
Damit übergehst Du wiederum Deine Gefühle und Du fühslt Dich wie ein Roboter, der das perfekte Bild von Dir vermitteln soll.
Du willst eine gute Partnerin sein, bist Dir aber unsicher, wie er Dich haben will.

Was ich Dir damit sagen will, Du musst - so glaube ich - unterscheiden lernen. Wo ist meine Grenze und wo ist es auch angebracht, wenn ich mich zur Wehr setze. Also wenn er Dich z.B. völlig übergeht und Dich nicht einbindet, wenn er etwas plant z.B. und Dich bewusst ins Abseits stellt.
Aber es muss auch klar sein, dass er auch ein eigenes Leben haben darf, also seinen Vorlieben nachgehen darf, wo Du halt mal nicht dabei bist. Aber wenn er nur noch das tut und Du zu einer Randfigur wirst, dann wäre es schon wichtig ihm das zu sagen, aber vielleicht auf eine versöhnlichere Art.
Das Patzige führt nämlich auch oft nur zu Trotzreaktionen beim Partner.

Du lebst in diesem Zwiespalt zwischen Kritik und Anpassung und weißt nicht, wo was angebracht oder überzogen ist.

Diese Balance musst Du finden und auch das ist sehr schwierig, diesen Weg zwischen Anpassung und Kritik und Nörgelei am anderen zu finden.

Aber fange bitte auch an, Dich mal für etwas zu loben. Du machst doch auch viele Dinge gut. Dann lobe Dich doch mal dafür. Nur weil Du damals daheim zu wenig gelobt wurdest, muss das nicht so bleiben. Lerne gut mit Dir zu sein. Ich glaube, das ist das Wichtigste für Dich. Einfach akzeptieren, dass JEDER (auch Dein Partner) gute und weniger gute Eigenschaften hat. Und für die guten Eigenschaften oder wenn man mal angemessen und richtig reagiert hat, darf man sich loben und sich sagen, das habe ich jetzt gut gemacht. Und das Schlechte versuche ich das nächste Mal besser zu machen.
Wenn Du Dich aber ständig selbst in Frage stellst und nur siehst, oh mein Gott, was habe ich da wieder falsch gemacht,
verstärkst Du Deine Angst und Unsicherheit noch.

Versuche mal ein kleines Bißchen pfleglicher mit Dir umzugehen und nicht ständig zu grübeln. Wie war das und was hat er gesagt und was habe ich dann gemacht?

Es ist schwierig, eingepflanzte Verhaltensmuster abzulegen und ganz schafft man das eh nicht. Das muss auch nicht sein, denn Du hast sicher auch gute Dinge daheim erfahren und wurdest nicht nur geschimpft oder vernachlässigt? Eltern sind nie perfekt, denn auch sie schleppen ihre Defizite durchs Leben. Sie denken aber oft auch zu wenig nach und bleiben in ihren Mustern hängen. Ich habe das bei meiner Mutter oft gesehen, wie sie sich selbst im Weg stand und immer perfekt sein wollte, was natürlich nicht möglich war.
Und das war auch bei total belanglosen Dingen der Fall. Sie hatte mal einen Kuchen gebacken wie jedes Wochenende und hat einmal das Backpulver vergessen. Der Kuchen ging also beim Backen nicht auf und musste weggeworfen werden. Kann ja leicht passieren, dann schmeisst man den Teigklumpen halt in den Abfall und bäckt einen neuen, wenn man mag.

Sie aber wollte, dass es niemand merkt, denn der Vorfall kratzte an ihrem Selbstbild der perfekten Hausfrau. Sie warf den Kuchen ins Clo und wollte ihn unbemerkt entsorgen und was passierte? Das Clo war verstopft und mein Vater musste es richten. Mit dieser dummen Reaktion hat sie dafür gesorgt, dass es erst Recht aufkam. Warum kann man nicht einfach zugeben, dass man dummerweise das Backpulver vergessen hat? Es wäre doch viel einfacher und man könnte sogar über das Missgeschick lachen. Aber dazu fehlte ihr die innere Stärke.

Sie hatte auch eine sehr gute Singstimme und sang gerne und gut, wenn sie dafür in Stimmung war. Leider habe ich die schöne Singstimme nicht von ihr geerbt. Ich schlug vor, dass sie doch dem Kirchenchor beitreten könnte. Sie wäre doch ein Gewinn für den Chor.
Ach nein, sagte sie, da sind lauter Frauen, die nur ihre neueste Garderobe ausfühen wollen. Sie hatte also Angst, dass sie da nicht mithalten könnte und so wurde es nichts mit dem Chor. Sie stand sich wieder mal selbst im Weg wie so oft. Ich erwiderte, Du würdest doch zum Singen hingehen und nicht wegen der Kleidung, aber das half nichts. Sie war in manchem einfach dumm weil sie auch ihr stärkster Kritiker war. Sie wollte perfekt sein und stieß damit an ihre Grenzen, weil einfach niemand perfekt ist.
Du nicht, ich nicht und Dein Partner auch nicht. Und damit muss man leben lernen.

Tu Dir mal was Gutes und beschäftige Dich nicht nur mit der Beziehung und dem Partner. Hast Du Freundinnen, Bekannte, mit denen Du mal was unternehmen kannst, ohne ihn? Oder vielleicht hast Du Lust auf Sport und gehst einmal die Woche zum Volleyball oder so. Lege den Fokus auch mal auf Dich und mache Dinge die DIR Spaß machen. Dann kannst Du es auch viel besser aushalten, wenn er mal weg ist.
Du darfst nicht nur für diese Beziehung leben.

x 1 #20


K
@Margerite ich bin ja nicht andauernd patzig. Aber hin und wieder mal. Und eigentlich denke ich auch dass das im Alltag schonmal vorkommen kann, oder nicht? Also so kleine Reibereien. Und manchmal kann ich dann meinen Gefühle kommunizieren aber nicht immer. Ich lese den Text gleich nochmal aufmerksam durch. Danke!

#21


K
Hö irgendwie wurde mein einer Beitrag nicht gepostet.
Er ist 40, ich 30.
Er hatte einige Anfänge von Beziehungen wo die Frauen aber nicht mehr wollten. Dann 3 feste. Eine Jugendliebe, eine die irgendwie auch nicht mehr wollte ubd eine Beziehung war Trash. Also kann er ja quasi froh sein mich zu haben. Weil ich bleibe, ich liebe aus vollem Herzen .. Aber ich hab halt meine Macken die ich besser kommunizieren muss.

x 1 #22


M
Zitat von Malatesta:
Du schaffst es gerade, indem du dich zusammenreißt, deine Ängste zu händeln. Und die Panikfalle schnappt nicht zu, solange das Verhältnis stabil bleibt. Deswegen sei dir angeraten, nutze die intakte Beziehung, um dein Selbstwertgefühl zu stärken, um mehr emotionale Eigenständigkeit zu entwickeln - die Idealisierung deines Freundes wäre jedoch ein gänzlich falscher Ansatz. Das Ziel der psychischen Stabilisierung wirst du nur in Auflösung deines Klammerbedürfnis erreichen.

Ich kenne das leider auch. Erst ist alles prima und dann gleitet es ab und man beginnt sich in Frage zu stellen. Und damit kommen die Ängste und die Verunsicherung. Das ist alles in der Kindheit schon angelegt worden und man schleppt es weiter mit sich rum und merkt es auch nicht. Es wurde niemals aufgelöst, gschweige denn, dass man darüber nachgedacht hätte. Ich wusste ja lange Zeit nicht mal, woher die Verlustängste und die ständige Selbstkritik kamen.

Erst sehr spät und mit Hilfe eines Psychologen wurde mir klar, dass ich das schon über Jahrzehnte mit mir rumschleppte und dass es seine Wirkung tat, aber nicht in positivem Sinn.

Irgendwann hatte ich die Nase voll davon. Diese ständige Selbstkritik und Selbstgeißelung und gleichzeitiger zu großer Nachsicht dem Partner gegenüber.
Ich versuchte, mein Selbstwertgefühl zu stärken, denn daher kam das ja alles. Nur weil ich im Elternhaus erfahren hatte, dass ich mich oft allein gelassen fühlte und unverstanden, mussten doch weder ich noch mein Partner darunter leiden.
Es wurden mir Dinge eingepflanzt, die einfach nicht wahr waren.
Wenn man das merkt, kann man sich auch zumindest ein wenig davon lösen.Auch wenn es einem fremd vorkommt.

x 2 #23


Seteca
Zitat von Margerite:
Du bist durch Kindheitserfahrungen traumatisiert und das führte dann zu defizitären Beziehungen, in denen Du genau das wieder erfahren hast.
So was wird man kaum wieder los. Warst Du schon mal in therapeutischer Behandlung?

Wie und warum kommt es, dass es zu defizitären Beziehungen führt? Ich kenne das. Wenn ich mich in einer defizitären Beziehung befinde, heißt es sehr schnell von Außen, dass es ein Muster aus der Vergangenheit ist, welches zu defizitären Beziehungen führt. Aber ich wähle doch nicht bewusst einen dissozialen Partner? Ich hoffe doch auf eine wertschätzende und glückliche Zukunft. Wie kann man einen anderen Weg wählen, wenn ich doch gar nicht weiß wie sich dieser neue Partner in 1-2-3 Jahren verhalten wird?

x 1 #24


K
@Margerite ich danke dir für deine Worte! Bin irgendwie zur Zeit total Schaden. Gibt echt bessere Tage. Sehe ihn später. Würde ihm am liebsten einen Text schicken mit all meinen Gedanken. Aber das wäre auch nicht richtig. Nicht digital. Auch wenn das mamchmal einfacher erscheint. Ich weiss beim Reden gar nicht was ich erzählen soll. Was soll ich ihm denn sagen? Dass ich Panik habe weil ich gar nicht weiss wieso er bei mir ist. Dass ich aber auch wiederum nicht immer so denke. Dass ich Angst hab fehler zu machen, ihn zu verjagen. Ich glaube das würde ihn auch überfordern. Und einfach so drauf los Reden fällt mor zu schwer.

#25


Sonnenschein85
Zitat von Klaudin:
@Margerite ich danke dir für deine Worte! Bin irgendwie zur Zeit total Schaden. Gibt echt bessere Tage. Sehe ihn später. Würde ihm am liebsten ...

Vielleicht kannst du ihm einen Brief schreiben. Ohne Druck. Natürlich auch ohne Vorwürfe. Einfach deine Gefühle. Ungefiltert. Was dir durch den Kopf geht.

x 2 #26


K
@Sonnenschein85 ich fühle mich seit paar Tagen einfach so hilflos als würde ich alles falsch machen.
Aber ich weiss auch nicht was von dem ganzen Chaos ich ihm sagen soll wenn überhaupt. Er soll eigentlich auch gar nicht sehen wir klein ich mich manchmal fühle. Ich will auch nichts kaputt machen.

#27


Blindfisch
Zitat von Klaudin:
@Sonnenschein85 ich fühle mich seit paar Tagen einfach so hilflos als würde ich alles falsch machen.
Aber ich weiss auch nicht was von dem ganzen Chaos ich ihm sagen soll wenn überhaupt. Er soll eigentlich auch gar nicht sehen wir klein ich mich manchmal fühle. Ich will auch nichts kaputt machen.

Das ist eine schwierige Kiste.
Auf der einen Seite:
Zitat von Klaudin:
Bei ihm ist alles anders weil er treu ist, weil er liebevoll ist, weil wir von Zukunft reden und alles halt einfach gut läuft. Ich schaue tooootal zu ihm auf.

...habt ihr die "richtige" Beziehungsdynamik, die, die langfristig halten könnte, zumindest so lange, wie er seinen frame halten kann. Aber wenn er davon weiß, könnte das ganze kippen:

Zitat von Klaudin:
Weißt du wie schwierig es manchmal ist mit seinen Triggern umzugehen..Ich kann nicht alles was mich triggert ansprechen. Das ist so viel Arbeit mit mir selber.. Aber das ist natürlich auch anstrengend.

Zitat von Klaudin:
Denn ich bin traumatisiert. Durch meine Kindheit. Und auch Beziehungen haben mich traumatisiert. Es war nicht nur die letzte Beziehung, sondern auch 2 weitete davor. Wo es um Gewalt und Betrug ging. Das ist traumatisierend. Das alles hat Spuren hinterlassen, aber ich bin glaube sogar relativ klar in meinem Denken.

Zitat von Klaudin:
Ich versuche schon mein Leben lang an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten. Aber ich weiss letztendlich gar nicht wie das richtig funktioniert.

Wäre hier ein Mann aufgeschlagen und hätte in die Runde gefragt: "Hey, ich habe eine Frau kennengelernt, die die o.g. "Eigenschaften" mitbringt." , dann hätte ich gesagt: "Lauf Bruder. Sie wird dir das Leben zu Hölle machen."
Und versteh mich bitte nicht falsch. Du bist ein wertvoller Mensch, der auch gewiss nicht die Beziehung mit Absicht sabotieren würde. Aber allein das du "Angst" hast, das du es doch riskierst die Beziehung zu gefährenden und wie auf Eierschalen laufen musst, das er nicht "abgeschreckt" wird, zeigt das du zumindest die Baustellen erkannt hast und an diese arbeiten möchtest - ja sogar musst.
An deiner Stelle würde ich ganz in Ruhe mit ihn darüber reden und hoffen, das er "Verständniss" zeigt und mit dir zusammen das ganze angehen möchte. Das kann auch schief gehen und er könnte dich verlassen bzw. eure Beziehungsdynamik könnte kippen. Aber eins ist gewiss: Dieses "Geheimniss" mit dir rumzutragen macht dich noch mehr kaputt und auch er wird irgendwann merken, das da was im Busch ist und dich dann doch verlassen.
Wenn er jedoch nach deiner "Beichte" bleibt, dann ist sein Verständnis und seine "Hilfsbereitschaft" der Schlüssel zu deiner "Heilung". Besser als jede Therapie. Denn du lernst in der Praxis, am lebenden Model, Vertrauen zu einem Menschen aufzubauen.
Mal ein Vergleich, auch wenn dieser Vergleich ein wenig hinkt:
Wenn du eine Angststörung hast, vor Katzen z.B., dann kannst du dich in einer Therapie begeben, in der dir jemand sagt, wie toll und niedlich Katzen sein können. Wenn du dich jedoch keiner Katze aussetzt und lernst, das Katzen nichts sind, wovor du Angst haben musst, ist diese sogenannte Therapie nur gesabbel und durch Vermeidung wird die Angst eher größer.
Was ich sagen will: Wenn er zusammen mit dir an deinen Problemen arbeiten möchte, ist das das Beste für dich.
Bleibt nur zu hoffen, das er es auch so sieht.
Ich wünsche dir nur das Beste.
LG

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DieSeherin
Zitat von Klaudin:
damals hab ich einige Wochen gebraucht um mich zu trauen diesen einen Mann zu daten. Mittlerweile sind wir in einer Beziehung

"damals"? so irre lang ist ja deine trennung von dem mistkerl nicht her und ihr steht ja noch relativ am anfang. da würde ich schon ein wenig darauf schauen, die richtige gratwanderung von öffnen, die "dunklen seiten" zu zeigen - aber nicht die unbeschwertheit der verliebtheitsphase kaputtzudiskutieren.

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K
@Blindfisch hm ja wie gesagt nicht jeder Tag ist so bei mir. Und in schlimmen Phasen bin ich hin und her gerissen, da weiss ich nicht wieviel ich erzählen soll. Und bisher endete es immer darin dass ich meine Klappe gehalten habe. Und vielleicht sollte ich das doch weiterhin tun? Und warten bis ich einfach wirfst bessere Tage habe ? Weil was passiert wenn ich ihm sage - Du. Ich fühle mich zur Zeit enorm minderwertig, so dass ich denke was willst du mit mir? Was hat man davon..Ich bin hin und her gerissen.

Allerdings bin ich stolz drauf ihm ebend nicht das Leben zur Hölle zu machen. Indem ich nicht aus Triggern heraus handel. Ich finde ich mache das tapfer. Klar manchmal hab ich meine Macken, aber wer nicht. Niemand ist nur lieb und rational. Aber für den ganzen Mist den ich in mir schleppe, mache ich das doch gut oder nicht?:(.. Ich mache ihm keine Szene wenn er sich mit einer Freundin trifft, obwohl ich eifersüchtig ohne Ende bin. Ich sage auch nicht dass ich eifersüchtig ohne Ende bin, sondern wünsche einfach viel Spaß. Ich klammere auch nicht. Zwar bin ich sowieso ein hochsensibler Mensch der den Mann am liebsten 24/7 abknutschen würde. Aber dennoch sage ich ihm immer mal dass er mir sagen kann wenn er Raum für sich braucht etc. Aber tut er nicht. Er sagt ich bin immer willkommen. Naja und seine Absichten, seine Zukunftspläne mit mir kann ich ihm ja glauben oder nicht? Aber wie gesagt, die Panik dass ich es versaue weil ich einfach so viel an mir arbeiten muss um auf ein halbwegs normales Level zu kommen. Das macht mir Angst.

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