Mctea
Gast
Ich lebe noch, bin nicht gestorben in der Trennungszeit, nicht verzweifelt bei der Scheidung. Es geht voran, zuerst in Minischritten, nun tageweiße auch etwas fixer. Man sagte mir, ich mach mich rar, vor meinen Freunden - ja es stimmt, ich bin gern wieder mit mir alleine - und glücklich alleine.
Zwar sind noch nicht alle kreativen Prozesse vor dem Allein-werden wieder im Gang, doch ich merke eine Zunahme von. Von kleinen Glück, wenn der junge Hund wieder etwas mehr kann, vom mittleren Glück, wenn ich wieder mit Männern unbeschwert schreiben oder telefonieren kann, das große Glück wird folgen, bestimmt irgendwann.
Ich weiß es.
Mein großes Glück kann ein Partner sein, muss aber nicht. Ich bin mein größter Schatz, ich lebe schließlich täglich mit mir.
Glück überall um mich herum, glücklich zu essen was mir Spaß macht, glücklich über die sehr lieben und netten Menschen hier im Forum, die mir Halt gaben und geben. Glücklich über so viele kleine Dinge, die für sich und andere bestimmt kein Glück sind. Ein Abendmahl ohne Fleisch. Ein Getränk ohne Zucker, kein sinnloser Snack am Tisch.
Die Katze, die wieder abends zum Kuscheln kommt und immer bei meinem Kopf schlafen muss
Das Trauern um all das, was war, war wichtig, um es wieder zu spüren, das kleine Glück, das Mich zum lächeln bringt. Ein Mann an meiner Seite nicht essentiell wichtig.
Der Disney-Film, der mir, obwohl lange nicht gesehen, am meisten brachte, "Alles steht Kopf", wo "Freude" lernt, das man "Kummer" braucht, um Glück zu empfinden, das dürfte so ziemlich all das beschreiben, was ich wieder fand.
Das Glück ruht in mir, ich muss es nur wecken!
Ich bin gesund, kann lachen, gehen, weinen. Was braucht man schon groß, um Glück zu sehen, mit wachen Augen und diese dürfen auch nass von Tränen sein, nicht alle Tränen sind schlecht.
Ganz toll geschrieben und empfunden, Pöttchen!
