@Margerite
Liebe Margerite,
vielen Dank für deinen Beitrag.
Ich verstehe was du schreibst und es stimmt auch.
Allerdings habe ich meinem Ex sehr wohl Grenzen aufgezeigt, wahrscheinlich aber auch zu "soft", denn er hat sie dennoch immer wieder überschritten. Im 1. Streit letzten Sommer (bei der ersten Trennung) habe ich ihm auch gesagt, dass ich Zweifel habe, denn es ist nicht in Ordnung, so wie er mich behandelt. Er hat es gar nicht verstanden und hat dann Schluss gemacht. Hier darf ich noch lernen für mich selber stärker einzustehen.
Was ich allerdings nicht ganz verstehe: ich hab mich selber schon gern, finde, dass ich ein toller Mensch bin. Auch mit mehr auf den Rippen. Dennoch möchte ich - für mich - weiter abnehmen und an Gewicht verlieren. Es ist gesünder, ich kann mich modisch besser kleiden, man fühlt sich einfach wohler in seiner Haut. Das ist ein Ziel von mir. Damit steigt auch mein Selbstbewusstsein. Ist an dieser Denkweise etwas falsch? Für mich nämlich irgendwie nicht, ich finde das ok so. Ich fühle mich jetzt ja auch schon anziehend (das war schon ein Weg dahin

). Nur sehr blöd eben, dass mein Ex eben das Gewicht (wo ich sowieso schon so empfindlich bin) immer wieder zum Thema gemacht hat.
Ich war gestern bei einer Psychologin, die mich schon etwas kennt. Wir konnten uns gut austauschen auf einer interessanten Ebene. Gewicht ist mein Triggerpunkt. Glaubenssätze wie "ich bin nicht gut genug" sitzen tief. Sie meinte auf jeden Fall, dass ich auf einem guten Weg bin und gerade sehr für mich selber sorge und versuche mit der Situation gut umzugehen. Sie meinte dennoch, dass man tiefsitzende Glaubenssätze zwar mildern kann, das ist eine Übung. Mal gelingt es besser, mal schlechter - das ist normal, wir sind alle Menschen. Dennoch bleiben es Prägungen für's Leben, die immer wieder hochkommen und man lernen sollte sich dann liebevoll anzunehmen. Dann wird es auch besser mit der Zeit, es wird jedoch sehr wahrscheinlich nie komplett weg sein. Sie meinte, dass diese Prägungen vor allem in Liebesbeziehungen hervorkommen und im Beruf z.B. beim Chef. Da gebe ich ihr Recht, habe ich nun wirklich auch so erlebt.
Sie meinte auch ich soll versuchen mein Muster zu durchbrechen und mir nicht distanzierte, rationale und kühle Männer suchen. Die ziehen mich nämlich an, die finde ich attraktiv. Ich sollte es mit liebevollen Männer probieren, die zwar am Anfang etwas langweilig scheinen, aber auf jeden Fall besser für mich sind. Klingt erstmal logisch alles, aber war mir tatsächlich so nicht bewusst dieses Muster.
Und das nach Woche 8 nach der Trennung

Ich bin wirklich stolz auf mich!
